Linux für alle - Seite 6

Installationsmethoden im Überblick - drüber, drunter, drauf

Wie bei jeder Betriebssystem-Installation steht am Anfang die Entscheidung für eine der folgenden Grundmethoden:

Installationsmethode

Tipp

1. Allein-Installation

Brandneuer PC, eine Festplatte drinnen, noch kein Betriebssystem drauf - das ist die einfachste Situation. Du kannst ein Linux-Setup hier quasi vollautomatisch mit seinen Standardempfehlungen durchziehen. Gegebenfalls sorgst Du dafür, dass nur ein Teil der Platte belegt wird um noch Platz für ein weiteres Betriebssystem zu haben.

ACHTUNG: Liegt ein neuer "leerer" PC vor und soll Windows und Linux gemeinsam drauf, dann installiere erst Windows auf einem Teil der Platte, DANACH Linux. Grund: Windows knallt andere Betriebssysteme gnadenlos weg - sie erscheinen dann nicht im Bootmenü beim Starten des Rechners. Dann muss das Bootmenü mit einer bootfähigen Linux-Not-CD/DVD repariert werden um Linux wieder starten zu können. Linux ist da gnädiger als Windows: findet eine Linux-Installation ein vorhandenes Windows, dann nimmt es dieses in sein Bootmenü auf, Du kannst beim PC-Start wählen ob Linux oder Windows hochfahren soll.

2. Zusätzlich auf Festplatte zu anderem Betriebbsystem (Windows etcetera)

Auf einem PC befindet sich bereits Windows, Linux soll als zweites Betriebssystem installiert werden. Ist nur eine einzige Platte vorhanden die bereits voll für Windows partitioniert ist, dann ist das eine schlechte Ausgangslage. Zwar kann man mit Tool die vorhandene Windows-Partition verkleineren (so genug Platz vorhanden) um Platz für Linux-Partitionen zu machen, aber das ist WAHNSINN.

Nur Geisteskranke empfehlen solche Partitions-Schiebereien. Ich werde deshalb keinen einzigen Tipp bezüglich dieser Sache beschreiben. Wenn Du es unbedingt willst, dann kauf Dir ein anderes Linux-Buch oder eine Linux-"Fachzeitschrifte" - da gibt es genug Hirnlose, die Partitions-Akrobatik erklären und dabei so tun als sei das eine total simple Sache. Befindest Du Dich in der hier beschriebenen Ausgangssituation, dann schaff lieber eine zweite neue Platte für Linux an.

3. Auf neue, zusätzliche Festplatte

Das ist die sauberste Methode, ein zweites Betriebssystem auf einen PC zu machen. Jedem System seine eigene Platte, basta. Allerdings kann das ein wenig verwickt sein. Zwar lässt sich im BIOS einstellen von welcher Platte gebootet werden soll, aber es kann dennoch sein, dass das nicht klappt, weil ein Betriebssyste, darauf besteht, dass der "Bootmechanismus" auf der ERSTEN Festplatte eines Rechners eingenistet wird. Mehr dazu im Verlauf des Beitrags.

Kurzum: Empfehlenswert ist ausnahmlos Methode 3 - eine eigene Platte verwenden. Wer klug ist macht es so: die Platte mit dem bereits vorhanden Betriebssystem und ALLE anderen vorhanden Platten werden erstmal ABGEKLEMMT. Dann machst Du die neue Platte für Linux rein und bei der Linux-Installation ist dann NUR die neue Platte aktiv.

So ist 100 Prozent sichergestellt, dass kein Unglück passieren kann - beispielsweise versehentlich eine falsche Partition gewählt wird und dabei Daten verrecken. Selbsterklärend: Bevor Du Dein Gehäuse überhaupt erst aufschraubst um irgendwas rumzubasteln, fertigst Du ein Backup Deiner wichigen Daten an!

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