Windows 2000 Verzeichnisdienst - Teil 2 - Seite 2

Gobaler Katalog

Finden mit dem Globalen Katalog
In einer Gesamtstrukur übernimmt immer wenigsten ein DC die Rolle des sogenannten globalen Katalog-Servers (global catalog server, GC). Dieser ist ein normaler DC und verwaltet damit das Verzeichnis (auch Partition genannt) seiner eigenen Domäne. Darüberhinaus verwaltet er aber noch ausgewählte Attribute von Objekten aller anderen Domänen der Gesamtstruktur. Diese Attribute sind in der Regel häufig verwendete Attribute wie etwa Vor- und Nachnamen in Suchanfragen. Welche Attribute genau gespeichert sind, legt der Admin fest.

Die Aufgabe des GC liegt darin, gesamtstrukturweite Suchvorgänge durchzuführen und die Anmeldung am Netzwerk überhaupt erst zu ermöglichen.

Daraus ergeben sich sofort zwei Konsequenzen: Jeder Standort sollte seinen eigenen GC besitzen - an diesem melden sich die Clients an. Und es muss Redundanz vorhanden sein: Mindestens ein zweiter GC sollte installiert werden, für den Fall, dass der erste ausfällt. Bei einem Ausfall des GC kann sich bis auf die Domänenadmins niemand mehr anmelden (ausser natürlich lokal). Dies gilt allerdings nur bei Native-Mode-Domänen.

Bei der Installation des ersten DC in der Forest-Root-Domain ist dieser automatisch der GC. Über das Snap-In ‚AD Standorte und - Dienste’ können weitere GC hinzugefügt werden.


Das Hinzufügen weiterer globaler Katalog-Server mithilfe des Snap-Ins ‚AD Standorte und - Dienste’ ist aus Redundanzgründen mehr als ratsam.

Je mehr globale GC in einer Gesamtstruktur vorhanden sind, desto schneller erfolgen die Abfragen, jedoch erhöht sich auch die Netzwerklast durch den Replikationsverkehr zwischen den GC. Der GC ist der einzige DC, der Informationen über die neuen universellen Gruppen in Windows 2000 speichert - auch deshalb ist er unverzichtbar.

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