Mehr Speed im Netz - Seite 2

Flat oder nicht

Bei sog. Trafficrates verschiedener Anbieter hat der User nur eine begrenzte Datenmenge, je nach Anbieter zwischen 500 mB und 1 Gigabyte ( 1000 MB) pro Monat frei und muß für weiteres Datenaufkommen teuer bezahlen. Aber gerade mit dem schnellen ADSL machen die Dinge im Internet Spass, auf die der User mit ISDN oder Modem lange wartet, seien es nun Downloads, MP3-Files, Videoclips, Live-Streamings, Bildershows oder Flashfilme, auch Onlinegaming ist je nach Grafikqualität der Spiele sehr Datenintensiv. So kommen innerhalb eines Monats sehr schnell mehrere Gigabyte Traffic zusammen und am Ende steht die böse Überraschung in Form einer viel zu hohen Rechnung.

Bei echten Flatrates, wie NGI sie mit ihrer ADSL-Flat bietet gibt es dieses Trafficlimit nicht, hier spielt es keine Rolle welche Datenmengen im Monat übertragen werden, der User zahlt einen einheitlichen Preis.

NGI-ADSL bietet quasi den Komfort einer Standleitung: Wer ins Internet gehen will, muss keine Wähl-Software starten - die Verbindung wird automatisch hergestellt, der Rechner kann 24 Stunden online sein. Lediglich eine per Sessiontimer ausgelöste Zwangstrennung erfolgt einmal morgens um 4 Uhr. Diese Trennung ist aus rechtlichen Gründen nötig.

ADSL ist allerdings nur eine Variante einer ganzen Familie von Übertragungsmethoden, die als xDSL bezeichnet werden. Verschiedene Internet-Provider bieten vornehmlich Business-Kunden beispielsweise SDSL an, einen 'Symmetric Digital Subscriber Line' genannter Datendienst. Das 'Symmetric' drückt ein technisches Leistungsmerkmal aus: nämlich dass in beide Richtungen die gleiche Übertragungsgeschwindigkeit möglich ist, also der Downstream (vom Netz zum User) genauso groß ist wie der Upstream (vom User ins Netz). Diese Technik macht dann Sinn wenn es nötig ist regelmäßig große Datenmengen ins Internet abzugeben, wie es beispielsweise für den Betrieb eines Webservers nötig ist.

Die wichtigsten DSL-Varianten
Allen xDSL-Varianten gemeinsam ist die Basistechnologie 'Digital Subscriber Line' - zu Deutsch 'digitale Teilnehmer-Anschlussleitung'. Die wichtigsten 'Familienmitglieder' der DSL-Familie sind ADSL, SDSL und HDSL. Die DSL-Signale werden wie die Telefonsignale über die gleichen Leitungen geschickt, sind also eine Punkt-Zu-Punkt-Verbindung, die jeweils nur von diesem einen Anwender genutzt wird.

Dabei verwendet DSL aber wie bereits erwähnt andere Frequenzen als das Telefon. Das analoge Telefonsignal arbeitet im Bereich von 0 bis 4 kHz. Im Technik-Jargon wird es mit POTS abgekürzt ('Plain Old Telephone Signal', wörtlich: 'das gute, alte Telefonsignal'). ISDN deckt das Spektrum von 0 bis 130 kHz ab. DSL-Übertragungen nutzen den Bereich ab etwa 25 kHz. Grundvoraussetzung aber für alle DSL-Varianten ist die Kupferleitung, denn DSL wurde einst genau für diese Kabel entwickelt und ist in seiner Funktionsweise darauf abgestimmt. Das ist auch der Grund dafür, daß bei Hausanschlüssen mit vorhanden Glasfaserkabeln die DSL Technologie nicht funktioniert.