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Festplatten-Betriebsmodus mit hdparm prüfen und optimieren

Um sicherzustellen, dass eine Platte im optimalen Betriebsmodus läuft, helfen weitere hdparm-Methoden:

HDPARM-Methode

Tipp

sudo hdparm -i /dev/hda

Liefert Informationen zu den technischen Fähigkeiten der Festplatte "hda".

sudo hdparm -v /dev/had

Zeigt an, in welchen Betriebsmodus die Festplatte "hda" läuft - also DMA, PIO etcetera.

sudo hdparm -i /dev/hda liefert alle wichtigen Infos zu einem Laufwerk. Es wird aufgelistet (siehe Pfeil oben), welche PIO- und DMA-Betriebsmodi die Platte unterstützt. Der schnellste Betriebsmodus ist der höchste UDMA-Modus (im Bild "udma5").

Wie auch von "hdparm" erklärt (siehe Pfeil unten), wird der aktuell aktive Modus einer Festplatte mit einem "*" gekennzeichnet (im Bild "*udma5"). Hier gilt: Es sollte der höchstmögliche UDMA-Modus den die Platte technisch kann ein "*" vorangestellt sein. Dann ist alles optimal und perfekt (wie im Bild auch zu sehen). Befindet sich das "*" vor einem niedrigeren UDMA-Modus als den aufgelisteteten Höchstmodus: PROBLEM!

sudo hdparm -i /dev/hda - hier findet sich auch ein Eintrag namens "MaxMultSect=NN". NN steht für die Anzahl der Sektoren die eine Platte gleichzeitig lesen kann.  Diese Information ist nur für steinzeitliche Platten (Baujahr vor ca 1995) wichtig! Bei Platten mit DMA/UDMA spielt sie keine Rolle - das wird bei diversen Linux-Festplatten-Tuning-Tipps häufig vergessen!

Mit "hdparm" ist noch ein weiterer Check möglich:

sudo hdparm -v /dev/hda - der Parameter "-v" liefert weitere Details, wie das jeweilige Laufwerk angesteuert wird. Hier sollte für optimale Leistung der 32-Bit IO-Support aktiviert sein (= Wert 1) und auch "using dma" den Wert 1 haben. Wird nur 16-Bit IO-Support angezeigt: ALARM - seit "Ewigkeit" können Platten und Contoller das schnellere 32-Bit! Wichtig ist auch die obere Zeile "multicount", die "MaxMultSec" entspricht. Wurde ermittelt, dass eine Platte MaxMultSec 16 kann, dann sollte auch hier bei "multicount" 16 angezeigt werden. Im Bild hier steht "multicount=0" - also PROBLEM! ABER: Multicount ist nur für steinzeitliche Platten relevant, die im uralten PIO-Modus betrieben werden - fährt eine Platte im DMA/UDMA-Modus ist diese Einstellung absolut unwichtig!

So. Mit diesen Methoden kannst Du jetzt alle vorhandenen Laufwerke checken und kriegst raus was Sache ist. Wird ein Laufwerk mit zu geringer Geschwindigkeit betrieben werden, dann musst Du natürlich handeln!

Hier noch mal die drei Checkfaktoren auf die es ankommt in Kurzusammenfassung:

Checkfaktor

Tipp

1. Stimmt der DMA-Modus

Der DMA-Modus sollte auf den höchsten Wert eingestellt sein, den die Platte beherrsch.

2. Stimmt der I/O-Modus

Praktisch jede moderne Platte kann 32 Bit I/0 - wird nur 16 Bit I/O ermittelt, dann ist das schlecht.

3. Ist Multicount aktiviert?

Kann eine Platte beispielsweise 16 Sektoren gleichzeitig lesen (MaxMultSec=16), dann sollte auch bei "multicount" der Wert 16 angegeben sein. Nochmals: Das ist nur bei uralten Platten interessant, die noch im PIO-Modus laufen, kein DMA können, also Platten vor ca Baujahr 1995!

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