Das DSL-Kompendium - Teil 4 - Seite 2

Eine Leitung für alle - die Methoden

Sollen mehrere PCs so verschaltet werden, dass sie alle Internet-DSL-tauglich sind, dann gibt's verschiedene Methoden:

DSL-Sharing-Methode

Tipp

1. Die manuelle Knallhart-Methode

Die extremste Methode um beispielsweise zwei PC an eine DSL-Leitung zu hängen ist diese: Bei Bedarf wird das Ethernet-Kabel des DSL-Modems wahlweise MANUELL in  die Netzwerkkarte von PC A oder in die Netzwerkkarte von PC B gesteckt. Es kann also jeweils nur mit einem PC gesurft werden, die manuelle "Umsteckerei" ist nervig. Der extreme Vorteil der manuellen Knallhart-Methode: Sie kostet pro PC maximal eine Netzwerkkarte und sonst nichts. Die Installation ist simpel, da alle PC jeweils mit der gleichen Methode konfiguriert werden. Wer nur eine Lösung braucht um mit PC B ab und zu mal ins Internet zu gehen um beispielsweise frische Treiber für ihn zu saugen oder so, der ist mit der manuellen Umsteckerei definitiv am besten bedient!

2. Verteilung per Hardware-Router

Ein DSL-Router mit integriertem Switch ist wie ein Hub auch ein Verteilerkasten, sieht quasi gleich aus und hat die gleichen Anschlüsse. Zum Vernetzen mehrerer PC wird der Router wie ein Hub verwendet. Der Clou am Router: Er hat eine eigene Eingangsbuchse für das DSL-Modem. Und dieses DSL-Modem kann dann von allen angeschlossenen PC GLEICHZEITIG genutzt werden, also Surfen ist mit allen PCs gleichzeitig möglich - der Idealfall sozusagen. Das Betriebssystem des DSL-Routers (in dem Kasten steckt quasi ein kompletter kleiner Rechner drinnen) kümmert sich um die Aufteilung der DSL-Bandbreite an alle PC. Und erfüllt nebenbei noch einen weiteren sehr sinnvollen Zweck. Fast jeder Router hat eine integrierte Firewall. Ein Hacker der ins System eindringt, kriegt vom kompletten Netzwerk nichts anderes als die IP-Adresse des DSL-Routers zu sehen und sonst nichts. Wie jede softwaremäßige Firewall lässt sich natürlich auch so eine hardwaremäßige Firewall knacken - aber besser als "Nichts" ist's garantiert. Ein DSL-Router ist bereits für rund 140 Euro zu haben. Wer maximalen Komfort bei minimalstem Aufwand wünscht, ist mit so einem Ding definitiv am besten bedient.

3. Verteilung per Software-Router

Alternativ zu einem eigenen Hardware-DSL-Router kann auch ein PC für diesen Zweck verwendet werden. Der muss natürlich über eine ZWEITE Netzwerkkarte verfügen, an die das DSL-Modem angeschlossen wird. Um's Routing und Dinge wie Firewall kümmert sich dann entsprechende Software. Methode 4 ist definitiv die professionellste und flexibelste Lösung. Software auf einem PC ist effektiver und besser updatebar, als das Betriebssystem eines externen DSL-Router-Kastens. Leider hat Methode 4 gravierende Nachteile:

- Das Einrichten und Konfigurieren der Router/Firewall-Software ist für Einsteiger eine sehr unangenehme und zeitaufwendige Sache.

- Der Router-PC muss IMMER eingeschaltet sein, wenn von irgendeinem PC aus gesurft werden soll.

- Zwei Netzwerkkarten im PC unterbringen ist bei Multimedia-PC so eine Sache! Idealerweise sollte ein Router-PC also eine alte Kiste sein die irgendwo in der Ecke steht und die nichts anderes tut. Es ist Quatsch einen Arbeits-PC als Router abzukommandieren.

- Sollen mehr als zwei PC vernetzt werden ist Ethernet-typisch ein Hub-Verteilerkasten nötig. Und da kann man auch gleich eine Hub/Router-Kombination (Methode 3) kaufen.

Im Hinblick auf den günstigen Preis von DSL-Routern (ca 140 Euro) ist diese Lösung für den Heimgebrauch definitv die empfehlenswerteste. Die folgenden Abschnitte zeigen wie basierend auf einem Router "totale Netzwerke" mit "totalem DSL-Zugang" realisiert werden.

TCP/IP-Installation bei Windows.
IP-Konfiguration eines DHCP-Clients
TCP/IP-Installation bei Windows.
IP-Konfiguration eines DHCP-Clients
TCP/IP-Installation bei Windows.
IP-Konfiguration eines DHCP-Clients
TCP/IP-Installation bei Windows.
IP-Konfiguration eines DHCP-Clients
TCP/IP-Installation bei Windows.
IP-Konfiguration eines DHCP-Clients