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BIOS-Setup im Überblick

BIOS-Setup im Überblick: Was wo steckt und was bringt

Schnelldurchblick für Einsteiger


Egal ob Award oder AMI: Das Setup besteht bei jedem BIOS aus mehreren Bereichen.

Die Optionen im BIOS-Setup des PCs unterteilen sich in zwei Klassen: simple Optionen, die auf den ersten Blick zu verstehen sind, und solche, die Dich verdammt schnell zum Wahnsinn treiben. Um einen ersten Überblick in Sachen BIOS zu kriegen, musst Du wissen, welche Setup-Bereiche es gibt und wann man welche braucht. Jedes BIOS-Setup teilt sich in bestimmte Bereiche/Setup-Bildschirmseiten auf: Die Bezeichnungen stammen vom Award-BIOS, bei AMI sind sie verwandt. Auch das Phoenix-BIOS hat seine eigene Menüstruktur, die gebotenen Optionen sind allerdings ebenfalls sehr verwandt zu Award und AMI - alle in diesem Kapitel beschriebenen »Schalter« findest Du also quasi bei jedem BIOS - ich habe darauf verzichtet, ständig darauf hinzuweisen.

BIOS-Setup-Bereich Hinweis
Standard-CMOS-Setup

Hier werden grundsätzliche Einstellungen durchgeführt: Datum, Uhrzeit, Anmelden von IDE-Festplatten und Diskettenlaufwerken, Fehlerverhalten. Bei alten PCs muss die installierte Hauptspeichermenge noch manuell im Standard-CMOS-Setup eingetragen werden, moderne BIOS-Versionen erledigen das automatisch. Das Standard-CMOS-Setup ist ein »recht einfaches Ding«: Werden hier falsche Einstellungen durchgeführt, dann merkst Du das sehr schnell: Der PC erkennt beim Booten Festplatten oder Diskettenlaufwerke nicht. Grundeinstellungen also - tunen und optimieren lässt sich hier so gut wie nichts.
BIOS Features Setup

Dieser BIOS-Komplex handhabt sich ebenfalls teils noch »recht durchschaubar«: Hier werden Dinge wie Selbsttests beim Hochfahren, Tastaturgeschwindigkeit und Laufwerk-Bootsequenzen (erst C, dann A oder umgekehrt etc.) eingestellt. Im BIOS-Features-Setup stolperst Du meist auch über die ersten Festplatten-Optimierungsoptionen (IDE HDD Block Mode) - das sind wichtige Tuning-Maßnahmen, die in diesem Kapitel später detailliert beschrieben werden.
Chipset Features Setup

Da sich Mainboards und Chipsätze schnell ändern, ist das Bezeichnungschaos hier am größten, Du stolperst über jede Menge Optionen, die nicht nur schwer verständlich sind, sondern auch katastrophale Auswirkungen auf die Systemstabilität haben können. Kritisch sind insbesondere die Einstellungen für die Geschwindigkeit des Hauptspeicher-RAMs. Weiter findest Du im »Chipset Features Setup« in der Regel Optionen, die das Verhalten des PCI- und ISA-Steckplatzsystems betreffen: Falscheinstellungen können sich fatal auf die Systemleistung auswirken. Eher Pipifax sind die Einstellmöglichkeiten für die seriellen und parallelen Schnittstellen oder das Aktivieren einer Onboard-PS/2-Mausschnittstelle. Wie auch in allen anderen BIOS-Setup-Seiten findest Du auch beim Chipset Setup Optionen, die IDE-Festplatten betreffen: Die so genannten DMA/PIO-Modes werden hier eingestellt. Die Festplatten-Controller-Optionen sind das Verwirrendste im BIOS, da sie über viele Setup-Seiten verstreut sind. Eine Zusammenfassung sämtlicher denkbarer Festplatteneinstellungen findest Du im IDE-Kapitel.
Powermanagement Setup Im Laufe der Jahre sind die Komponenten im PC immer stromsparfreundlicher geworden, tragen alle das »green«- oder »energy«-Logo. Im Powermanagement-Setup des BIOS werden sämtliche Stromsparfunktionen eingestellt. Nach einer bestimmten Zeit schaltet dann der Monitor in den so genannten umweltfreundlichen Standby-Modus, der Festplatte wird bei längerem Nichtzugriff der Saft abgedreht und vieles mehr. Bei einem Notebook sind diese Stromsparmechanismen lebensnotwendig, wenn Du allerdings mit einem netzabhängigen Desktop-PC arbeitest, gibt es nur einen guten Rat: Auf das komplette Powermanagement pfeifen, alle Stromspar-Optionen abschalten. Schlicht zu kritisch sind diese Eigenschaften, trau ihnen nicht über den Weg, wenn Du ein stabiles System wünschst. Stromsparen aktivieren heißt in der Regel PC-Leistung verschenken: Es ist lästig, wenn die Festplatte sich abschaltet und vor einem Zugriff erst wieder hochgefahren werden muss.
Plug&Play Setup

Allein die Existenz des PNP&PCI-Setups sollte Dir klar machen, dass Plug&Play-Werbesprüche wie »Einstecken, Anschalten, läuft« eine Lüge sind. Im PNP&PCI-Setup kannst Du einstellen, welche Interrupts und DMAs im PC für welche Steckkarten/Steckkartenplätze reserviert werden. Das Verständnis des Plug&Play-Setups setzt voraus, dass Du Dich bereits mit dem Hardwarekonfiguratios-Kapitel beschäftigt hast und mit der IRQ/DMA-Angelegenheit bei Steckkarten vertraut bist.
Integrated Peripherals - Controller, Schnittstellen

Bei einigen BIOS-Versionen sind die Einstelloptionen für die Schnittstellen des Mainboards auf einer eigenen Setup-Seite zusammengefasst, oftmals sind diese Optionen allerdings auch über die anderen Setup-Seiten verstreut.

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