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Beigepackte Video-Konvertierungs-Tools - oft vermurkst

In vielen Fällen liegt den Playern ein "Noname"-Konvertierungs-Tool namens "AVIConverter" bei.

Der "AVIConverter" ist ein recht dubioses Ding. Weder im Tool selbst noch in der meist knappen Bedienungsanleitung findet sich ein Hinweis darauf, wer diesen Konverter programmiert hat. Tatsächlich ist "AVIConverter" eigentlich nur eine grafische Bedienungsoberfläche für den bekannten Kommandozeilen-gesteuerten kostenlosen "Open Source"-Videomotor "MEncoder", der Basis vieler Open Source Video-Tools ist.

Im Installationsverzeichnis von "AVIConverter " findet sich der Original-MEncoder-Motor. Eine Software, die unter der GNU-Lizenz steht zu verwenden, ohne auf sie hinzuweisen, ist keine feine Art - drum verschweigen die "Macher" von "AVIConverter" wohl ihre Herkunft.

Der "AVIConverter" ist rein recht "idiotensicheres Tool" (wenn man Englisch kann): Quell-Videodatei laden, Zielverzeichnis wählen, Konvertieren-Taste drücken.

Wird ein konvertiertes Video am PC angeguckt, dann sieht das so aus:

Mit "AVIConverter" umgerechnete Videos sind um 90 Grad gedreht und gespiegelt - bei Angucken mit einem PC-Player. Auf dem "Mini-Player" werden sie allerdings "richtig" dargestellt. Zum Organisieren konvertierter Filme per PC ist diese Darstellungsform natürlich "ärgerlich".

Ebenfalls ärgerlich: der AVIconverter lässt nur die Umrechnunsformate 4:3, 16: 9 und "voll" zu. Stimmt das Format eines Videos exakt mit dem Player-Display überein, dann ist das okay. Soll allerdings ein "Breitbild"-Video rüber auf ein 4:3 Display, dann wird es blöd. Hier fehlt eine "Pan&Scan"-Funktion, bei der das Videobild so beschnitten wird, dass es das 4:3 Display komplett ausfüllt. Das ist wichtig, weil man bei den ohnehin kleinen Displays, den verfügbaren Platz ausnutzen muss.

Richtig ärgerlich ist schließlich die Tatsache, dass die meisten Miniplayer-Hersteller zwar dieses AVIConverter-Tool beipacken, aber zu dumm sind, es richtig einzustellen! Das Tool hat eine Konfigurationsdatei, die den Eigenschaften des jeweiligen Players angepasst werden muss. Sonst spuckt das Tool beispielsweise ein Video mit Auflösung 220 x 176 aus, obwohl der Player eigentlich 320 x 240 kann.

Der Player-Freak Lars Aschenbach hat auf seiner Webseite das AVIConverter-Tool analysiert und erklärt genau wie man es so einstellt, dass es auch wirklich zum Player passt:

Die AVIConverter-Modifikations-Anleitung von Lars gibt es hier: http://rockchip-players.chapso.de/das-geheimnis-s361985.html. Auf der Seite finden sich auch gute Infos, in welchen Playern, welche Rockchip-Bausteine verbaut wurden.

Das manuelle Nachbessern der AVIConverter-Konfigurationsdatei ist leider ein wenig verzwickt und nicht jedermans Sache.

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