Schnäppchen durchleuchtet - Seite 2

Begründungen...

Nickles-Empfehlung: Die Gründe

Intel statt AMD: Klar - es gibt tausende Kombinationsmöglichkeiten einen PC zusammenzustellen. Aber sie reduzieren sich schnell auf ein Minimum, wenn man die Sache mit kühlem Verstand angeht. Die Entscheidung für ein Athlon-System beispielsweise bedeutet ZWANGSLÄUFIG, dass ein Mainboard mit Bauteilen von Intel's Konkurrenz - SIS, VIA - Grundlage sein muss. Intel baut keine Chipsätze für Athlon-Prozessoren. Im Chipsatz-Kapitel der PC-Report-Bücher ist seit Jahren mitzuverfolgen, welche Böcke und Macken Chipsätze so haben. Und trotz der Peinlichkeiten, die sich Intel in vergangener Zeit geleistet hat, gilt auch im Jahr 2001: Intel-Chipsätze machen weniger Stress, sind zuverlässiger. Es liegt nicht generell daran, dass VIA oder SIS 'schlechter' sind, aber Intel wird von Entwicklern halt bevorzugt - das fängt in den Hardware-Labors von Steckkartenherstellern an und hört bei den Compilern auf, den Tools, mit denen Programme entwickelt werden. Nach mehrjährigen Praxiserfahrungen empfehle ich deshalb nach wie vor den Intel-Krempel.

Mainboard: Die Grundlage für ein Intel-System - und zwar ein stabiles - ist ausnahmlos ein Mainboard mit Intel-Chipsatz. Beim aktuellen Stand der Dinge kommt nur ein einziger Chipsatz in Frage: Intel's 815er. Der ist inzwischen gut bewährt, kostet nicht die Welt und erledigt seinen Job sauber und stabil. Und eines der bewährtesten Mainboards mit dem 815er ist das Asus CUSL2. Eine Empfehlung, die mir schwer fällt: Asus hat seine Präsenz in Deutschland im vergangenen Jahr eingestellt. Zwar hat Asus hier noch einen Sitz, es existiert allerdings keinerlei telefonische Erreichbarkeit mehr - weder für Otto-Normalverbraucher noch für Journalisten. Im Handbuch seiner Produkte verweist Asus unverschämterweise auf eine Telefonnummer in Taiwan. Das sollte man wissen, wenn man sich mit Asus einlässt. Erste Sahne sind die Mainboards nach wie vor.

Prozessor: Ein Intel Pentium III mit 1 GHz kostet bereits unter 600 Mark, Tendenz weiter fallend. Es exisitiert praktisch KEINERLEI Anwendung im Massenbereich, die es lohnenswert macht, sich jetzt mehr als 1 GHz anzuschaffen. Sparsame können auch zu einem Pentium III in der 800er oder 900er MHz Klasse greifen - auch das reicht fett aus.

RAM: Offen gesagt: Die Diskussion über RDRAM, DDRAM und dergleichen hängt mir zum Hals raus. SDRAM-Markenware kostet inzwischen so gut wie 'nichts' mehr. Ein Intel 815er will 133er SDRAM - also rein damit. Und zwar 256 MByte - weniger ist Quatsch, mehr ist Quatsch (Spezialfälle wie immer ausgenommen). Intel's 815er kann nicht nur mit 133er SDRAM umgehen, er macht das auch verdammt gut, und vor allem schneller als die Konkurrenz es schafft: Ein Intel 815er mit 133er SDRAM nimmt es MÜHELOS mit einem SIS/VIA DDRRAM-System auf! Aktuell gibt's zwischen SDRAM und DDRAM nur einen einzigen erwähnenswerten Unterschied: DDRAM kostet mehr als doppelt so viel wie SDRAM - bei nahezu identischer Leistung.

Grafikkarte: Spielefanatiker mögen mich für die Empfehlung lynchen. Die empfohlene ATI Xpert 2000 basiert auf einem total ausgelutschten 3D-Chip, dem Rage 128. Im Zeitalter der Geforce2/3-Karten scheint es verrückt, mit einem Rage 128er rumzukriechen. Aber diese Annahme ist falsch: Ein Rage 128er und ein 1 GHz Pentium III - das ist eine saubere Mischung, bei der sich auch anspruchsvolle 3D-Games klasse zocken. Ein Spiel, für das eine Rage 128 mit 1 GHz Pentium III nicht ausreicht, ist mir noch nicht auf den Tisch gekommen. Und sobald solche Spiele kommen, kann die ATI-Karte beruhigt weggeschmissen werden um einer dann besseren 150 Mark Karte Platz zu machen. Bei der 2D-Leistung bietet die 150 Mark billige ATI Xpert das Machbare. Beim 'Sonstigen' trumpft sie gewaltig auf: Der TV-Ausgang der Karte ist hervorragend! Und - ein weiterer wichtiger Faktor: Ihre AVI-Videobeschleunigung ist klasse! Die altere ATI Xpert bringt MPEG4 Videos dramatisch besser als die modernen Geforce-Modelle mit TV-Ausgang! Last but least: Auch bei DVD-/MPEG2-Wiedergabe hat ATI die beste Technik! Als Krönung: Saubere bewährte Treiber. Das schmeckt. Irrerweise packt ATI der Billigkarte sogar noch ein FBAS-Videokabel, ein SVHS-Kabel und einen FBAS-SCART-Adapter bei.

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