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Adaptec SCSI-Setup: Alles unter Kontrolle

Adaptec SCSI-Setup: Alles unter Kontrolle

Details und Fakten

Damit Du das SCSI-BIOS des Controllers optimieren kannst, benötigst Du eine bestimmte Taste bzw. Tastenkombination, um diesen Dialog zu starten. Diese wird in der Regel beim Bootvorgang des Rechners angezeigt. Bei den weit verbreiteten Adaptec-SCSI-Hostadaptern gelangst Du mit der Tastenkombination Strg+A in das BIOS-Menü. Per Tastendruck gelangst Du so in einen Konfigurationsdschungel, der zwar schwer verständlich, für den optimalen Betrieb der SCSI-Geräte allerdings unentbehrlich ist. Hier kann nicht nur der Controller manuell konfiguriert werden, sondern es lassen sich auch für jedes am SCSI-Strang angeschlossene Gerät spezifische Einstellungen vornehmen. Alle wichtigen Einstellungen des Hostadapters sind unter »Configure/View HOST Adapter Settings« aufgelistet, die Option »SCSI Disk Utilities« ist für den Heimanwender gefährlich: Diese Utilities sind nicht zu empfehlen, denn hier lässt sich beispielsweise eine Low-Level-Formatierung der Festplatte vornehmen, was bei den meisten Festplattenherstellern zum Verlust der Garantieansprüche führt.


Das Adaptec-Setup-BIOS ist die erste Anlaufstelle für optimale SCSI-Konfiguration.

Der Menüpunkt »Configure/View HOST Adapter Settings« ist beispielsweise in Sachen CD-Brennen der wichtigste Schalter - dort kann jedes einzelne Gerät konfiguriert werden. Voraussetzung: Die Gerätekennung (SCSI-ID) des CD-Brenners solltest Du aber schon wissen, um an den richtigen Schaltern zu drehen.


Diese Disk-Routinen sind für Experten gedacht - lass lieber die Finger davon. Hier kann mehr schief laufen als gut gehen.

Wählst Du den Menüpunkt »Configure/View HOST Adapter Settings«, erscheint der folgende Konfigurationsbildschirm:


Diese Disk-Routinen sind für Experten gedacht - lass lieber die Finger davon. Hier kann mehr schief laufen als gut gehen.

Host AdapterSCSI ID: Mit dieser Option wird die Gerätenummer des SCSI-Controllers verändert. Standardmäßig ist der Controller auf ID 7 eingestellt, das bedeutet, dass der SCSI-Controller die höchste Priorität von allen am SCSI-Bus angeschlossenen Geräten besitzt. Es ist unbedingt ratsam, diesen Wert beizubehalten.

Controller manuell oder automatisch

SCSI Parity Checking: Dieser Schalter sollte auf »disable« gesetzt werden, falls ein Gerät am SCSI-Strang angeschlossen wird, das keine Paritätskontrolle unterstützt (siehe Manual). Im Zweifelsfall solltest Du die (Default-)Einstellung »enable« in Ruhe lassen. Treten Parity-Errors auf, ist diese Option zu korrigieren.

Host Adapter SCSI Termination: Hier kann die Terminierung des Controllers manuell bestimmt werden. Standardmäßig ist mit »Automatic« die automatische Terminierung des Controllers aktiviert - hier brauchst Du gute Gründe diese zu ändern.

Im Untermenü von »Boot Device Options« kann man bei »Boot Target ID« das Bootdevice bestimmen. In der Regel ist dies die an ID 0 angeschlossene Festplatte, kann aber auch eine andere Festplatte, beispielsweise an ID 2, oder ein CD-ROM-Laufwerk sein. Normalerweise erwartet der Adaptec-Controller das Bootdevice an ID 0.


Das Menü »Boot Device Options« des BIOS-Setups von Adaptec.

Besitzt das Bootdevice mehrere logische Zuordnungseinheiten (LUNs), und die Option »Multiple LUN Support« (siehe nächste Seite) ist aktiviert, so kann hier eine beliebige LUN zugewiesen werden. Ein CD-Wechsler ist hier ein möglicher Anwendungsfall - tritt in der Praxis jedoch wohl kaum auf.

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