Netze und Netzwerke

PRAXIS: WLAN-Router optimal einrichten - Grundeinstellungen

WLAN-Router sind komplexe Dinger. In ihnen steckt quasi ein kompletter Computer drinnen. Fast jeder der DSL nutzt, hat auch so einen Router, denn es gibt ihn beim Vertragsabschluss mehr oder weniger geschenkt. Technisch sind Router derart kompliziert, dass die meisten froh sind, wenn das Ding überhaupt läuft, Einsteiger schrecken vor einem manuellen Setup des Routers zurück. Das ist fatal im Hinblick auf Datensicherheit. Schluss damit Dieser Beitrag zeigt Schritt für Schritt, was an einem Router alles eingestellt werden muss.

Der erste Schritt ist simpel: Der WLAN-Router wird an der Netzwerkkarte des PC angeschlossen und am DSL-Modem. Ist das DSL-Modem im Router direkt eingebaut, wird einfach die "Telefonleitung" drangesteckt. Jetzt heißt es rann an den "Computer" im Router. Da Router weder Bildschirm noch Tastatur anschließen lassen, wird der Computer im Router über einen PC per Internet-Browser bedient, er wird wie eine Webseite angesurft.

ACHTUNG: Ein Router wird anfangs IMMER erst über eine direkte Netzwerk-Kabelverbindung von einem PC aus konfiguriert und NIEMALS über eine WLAN-Funkverbindung! Erst wenn im Router alle WLAN-Sicherheitsaspekte eingestellt sind, werden die WLAN-Karten für drahtlosen Zugriff in Betrieb genommen!

Für die erstmalige Anmeldung am WLAN-Router konfiguriert man die Netzwerkschnittstelle von Windows so, dass diese per DHCP automatisch eine IP-Adresse zugewiesen bekommt. Das ist unter Windows XP bei Einrichten eines Netzwerks ohnehin die Standardvorgabe. Ist diese Voraussetzung erfüllt, dann gelangt man ganz einfach über den Internetbrowser zum Konfigurationsmenü des WLAN-Routers - er wird quasi wie eine Internetadresse „angesurft“:

Aber sicher: Ein vernünftiger WLAN-Router sichert die Konfiguration per Zugangskennung ab.

Die Konfigurationsadresse ist abhängig vom Hersteller und ist in der Installationsanleitung des Geräts zu finden. So gibt man beispielsweise http://192.168.0.1 im Webbrowser ein. In der Regel erscheint dann ein Passwort-Dialog. Aus Gründen der Sicherheit haben die meisten Router einen eigenen Benutzer sowie Konfigurationspasswort. Die Werkseinstellung vieler Geräte erfragt einen Standard-Benutzernamen und Passwort wie "user", "admin", "supervisor" oder gar keinen Namen. Beides steht ebenfalls in der Installationsanleitung des Routers.

Wenn keine Verbindung zum Router zustande kommt, sollte folgendes überprüft werden:

Checkfaktor

Tipp

Stromversorgung

Zunächst bei der Stromversorgung des Routers nachsehen (Stecker drin, Router eingeschaltet)

Vertipper

Die eingegebene IP-Adresse noch einmal auf Vertipper prüfen. Ist kein Vertipper drin, heißt es, die Adresse noch einmal mit der Angabe im Handbuch abzugleichen.

Verkabelung

Ist das Netzwerkkabel am Rechner fest eingesteckt und handelt es sich wirklich um die Netzwerk-Schnittstelle (ISDN-Karten haben auch einen so genannten RJ45-Stecker)?

Buchse

Position und Sitz des Netzwerksteckers prüfen. Da bei vielen Routern die Buchse für das Kabel zum DSL-Splitter und die Buchse für den ersten Netzwerkrechner nebeneinander liegen, kann man sich da leicht vertun.

Wenn alles OK ist, sollte der Router nicht nur laufen, sondern auch auf die Kontaktaufnahme des PCs reagieren. Es gibt ganz selten Fälle, dass ein Kabel defekt ist. Bei fabrikneuen Geräten kann man das meist ausschließen, aber vorkommen kann’s doch. Da steckt also noch Testpotential drin.

Tipp: Passwort  sofort ändern

Nach dem Einrichten des Routers sollte unbedingt das Passwort sofort geändert werden! Ist dies nicht erfolgt, dann können Hacker auf den Router zugreifen und das Gerät nach Belieben konfigurieren. Für die Erstinstallation nutzt man deshalb nicht WLAN, sondern eine traditionelle LAN-Verbindung, damit niemand die Konfiguration des Geräts mitlesen kann. So muss sich ein potentieller Hacker erst Zugang zum PC verschaffen, um überhaupt auf die Konfiguration des Routers zugreifen zu können.

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