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BIOS – Festplatten-Optionen im Klartext

Eine heikle Sache


Typischerweise findest Du im BIOS folgende IDE-Optionen:

BIOS-Festplatten-Option

Zweck

Alte Controller: PIO-Modes einstellen

Zwar kannst Du für jede Festplatte einen PIO-Wert von 0 bis 4 angeben (je höher, desto besser, siehe technische Daten des Festplatten-Manuals), allerdings ist nicht garantiert, dass der Controller mitspielt. Viele EIDE-Controller haben die Einschränkung, dass der PIO-Wert der »langsameren« Platte bei zwei Platten an einem Port auch bei der schnellen Platte verwendet wird.

Im AMI-BIOS gelten hinsichtlich PIO die gleichen Spielregeln. Kann bei Deiner AMI-Version nicht ein PIO-Wert von 0 bis 4 direkt als Zahlenwert angegeben werden, werden Dir beschreibende Optionen geboten (standard, slow, fast, fastest et cetera) – die stehen für die verschiedenen PIO-Werte.

Boot Sequence EXT Means

Hat ein Mainboard einen zusätzlichen IDE-Controller-Baustein, kann also 8 Laufwerke ansteuern, dann gibt es im BIOS eine Option, von welchem der Laufwerke der Controller gebootet werden soll. Soll von einem SCSI-Controller gebootet werden, so muss das hier eingestellt werden. Die Bezeichnung »UDMA66« im Bild bedeutet, dass vom Zusatz-IDE-Controller des Mainboards – hier ein UltraDMA/66-Controller – gebootet wird.

Delay For HDD (Secs)

Manche Festplatten benötigen eine längere Anlaufzeit – bei Bootproblemen solltest Du im BIOS nach einem Menüpunkt Ausschau halten, der sich »Delay For HDD (Secs)« (Award) oder ähnlich nennt. Eine Verzögerung von maximal 5 Sekunden sollte reichen, um Bootärger mit »schläfrigen« Festplatten zu beseitigen.

HDD sequence Scsi/Ide first (IDE/SCSI)

Ein modernes BIOS gestattet Dir, über eine Option festzulegen, von welchem Laufwerk gebootet wird – IDE, SCSI oder ein CD-ROM oder anderes Wechelmedium. Hier stellst Du einfach ein, was Du wünscht, spezielle Tuning-Maßnahmen gibt es hier nicht.

IDE 0 Master PIO/DMA Mode [0/0, 1/0, 2/0, 3/1, 4/2, auto]

Bei einem modernen BIOS kannst Du für jedes Laufwerk einstellen, welchen DMA/PIO-Mode es verwenden soll. Natürlich stellst Du für jedes Laufwerk manuell den höchsten Modus ein, den es unterstützt, oder Du hoffst darauf, dass die Automatik »auto« dies richtig erledigt. Viele verwirrt die Tatsache, dass einige BIOSe die Option PIO/DMA nennen und auch bei den Werteinstellungen jeweils Zahlenpaare anzeigen. Entscheidend ist die erste Zahl: der PIO. Und ab PIO3 ist automatisch auch ein DMA-Busmaster-Modus (Vorgänger von UltraDMA) verfügbar – deshalb der Doppelwert. Wenn Deine Platte einen PIO ab 3 unterstützt, dann kannst Du in Windows im Gerätemanager die »DMA«-Option aktivieren und Windows fährt die Platte dann im besseren DMA-Busmaster-Modus.

IDE DMA Transfer Mode (enable/disable)

Auch hier empfiehlt sich die »enable«-Einstellung. Diese Option kann jedoch bei IDE-CD-ROMs zu Problemen führen. Probleme können auch dann auftreten, wenn bei aktiviertem IDE DMA Transfer Mode die Anzahl der Sektoren des Burst-Zugriffs bei der Option »IDE Multiple Sector Mode« zu hoch eingestellt ist. Hier kann der Wert schrittweise bis maximal 64 erhöht werden.

IDE HDD Block Mode (enable/disable)

Bild.

Wenn aktiviert, arbeitet der Festplattencontroller mit dem schnelleren Block-Mode-Datentransfer, den praktisch alle modernen Festplatten unterstützen. Diese Option sollte »enabled« werden, was auch der Voreinstellung entspricht.

IDE HDD Block Mode Sectors (2, 4, 8, 16, 32, HDD Max)

Dies ist die erweiterte Variante der vorigen Option: Hier gilt: je höher, desto besser. Bei einer modernen Platte stellst Du auf »HDD Max« ein, und das war’s. Bei uralten Platten (ca. bis Mitte 1996) ist wie oben gesagt Vorsicht geboten.

IDE Ultra DMA Mode (auto/disable):

Bei modernen Mainboards, die den UltraDMA/33/66/100/133-Modus unterstützen, findest Du getrennte Einstelloptionen für beides, typisch sind diese: Hier gibst Du generell an, ob die UltraDMA-Funktionalität des Controllers aktiviert wird oder ausgeschaltet ist (»disabled«). Aktivieren bedeutet hier auf »auto« schalten – die Option heißt deshalb nicht »enable«, weil sie nur dann Effekt hat, wenn das BIOS festgestellt hat, dass Laufwerke auch UltraDMA-tauglich sind. Unter Windows hat das Aktivieren dieser Option im BIOS meist keinen Effekt. Windows ignoriert die Einstellung und verwendet einfach dann UltraDMA-Treiber, wenn dies im Gerätemanager bei den Laufwerkeigenschaften aktiviert wird.

IDE-Modus einstellen

Bild.

Für jedes IDE-Laufwerk muss sein Betriebsmodus, also beispielsweise UltraDMA/100 eingestellt werden. Verzichte möglichst auf die Option »auto« – die Automatik kann irren.

On-Chip Primary PCI IDE: Enable/Disable

Hier aktivierst oder deaktivierst Du den Onboard-Controller des Motherboards. Deaktivieren ist unbedingt erforderlich, wenn Du eine Controller-Steckkarte verwenden möchtest (eventuell weil sie leistungsfähiger ist als der Onboard-Controller, oder der Onboard-Controller sich als »buggy« erweist).

On-Chip Secondary PCI IDE: Enable/Disable

Unterstützt ein Onboard-Controller den Anschluss von bis zu vier Drives, hat er logischerweise auch einen Secondary-IDE-Port. Den solltest Du nur dann aktivieren, wenn Du ihn auch brauchst, also mehr als zwei Drives installiert hast. Andernfalls belegt der Secondary-Port lediglich einen der kostbaren PC-Interrupts, der eigentlich frei sein könnte.

SMART Monitoring: Enabled/Disable

SMART-Monitoring dient zum Aktivieren der Selbstdiagnose von Festplatten. Die Option findet sich meist direkt bei den Einstelloptionen für die einzelnen IDE-Laufwerk. SMART kann für jedes Laufwerk individuell ein-/ausgeschaltet werden. Achtung: Die BIOS-Aktivierung alleine reicht nicht, erst durch Software-Tools wird SMART komplett. Alle Details zu SMART-Monitoring stehen im Festplatten-Kapitel. Warnung: SMART sollte im BIOS nur aktiviert werden, wenn Du Deine Platten testen willst – aktiviertes SMART-Monitoring kostet Leistung.

PCI Slot IDE 2nd Channel: Enable/Disable

Diese Option ist in zwei Fällen unbedingt zu aktivieren: Erstens wenn Dein Motherboard nur über einen IDE-Port verfügt und Du für zwei weitere Drives eine zusätzliche 2fach-PCI-Controller-Steckkarte einbaust. Der zweite Fall ergibt sich, wenn Du den zweiten Port des 4fach-EIDE-Controllers zugunsten eines zusätzlichen 2fach-EIDE-Controllers in einem Steckplatz deaktiviert hast.

PCI-IDE-Busmaster:

Enabled/Disabled

Legt fest ob der IDE-Controller den schnellen DMA-Modus verwenden soll (=enabled). DMA sollte ausdrücklich aktiviert werden um volle Festplattenleistung zu kriegen.

Hard Disk Pre Delay:

Disabled, Seconds

Siehe „Delay for HDD“.

Multi Sector Transfers:

Disabled, 2, 4, 8, 16 Sectors

Gibt an, wieviele Sektoren pro Block bei Festplattenoperationen übertragen werden. Je mehr, desto schneller. In der Regel verkraften alle IDE-Festplatten das Maximum, was bei dieser BIOS-Option meist auch voreingestellt ist.

Prüfe unbedingt, ob der Festplattencontroller im BIOS richtig eingestellt ist.
Alle modernen IDE-Festplatten arbeiten im LBA-Modus – entsprechend sollte dies auch in der Festplattenanzeige erscheinen.
Bild.
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Prüfe unbedingt, ob der Festplattencontroller im BIOS richtig eingestellt ist.
Alle modernen IDE-Festplatten arbeiten im LBA-Modus – entsprechend sollte dies auch in der Festplattenanzeige erscheinen.
Bild.
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Alle modernen IDE-Festplatten arbeiten im LBA-Modus – entsprechend sollte dies auch in der Festplattenanzeige erscheinen.
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Alle modernen IDE-Festplatten arbeiten im LBA-Modus – entsprechend sollte dies auch in der Festplattenanzeige erscheinen.
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Alle modernen IDE-Festplatten arbeiten im LBA-Modus – entsprechend sollte dies auch in der Festplattenanzeige erscheinen.
Bild.
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