Wenn es läuft, in Ruhe lassen! - Seite 2

BIOS – Festplatten-Optionen im Klartext

Typischerweise findest du im BIOS folgende IDE-Optionen:

BIOS-Festplatten-Option

Zweck

Boot Sequence EXT Means

Hat ein Mainboard einen zusätzlichen IDE-Controller-Baustein, kann also 8 Laufwerke ansteuern, dann gibt es im BIOS eine Option, von welchem der Laufwerke der Controller gebootet werden soll.

Delay For HDD (Secs)

Manche Festplatten benötigen eine längere Anlaufzeit – bei Bootproblemen solltest du im BIOS nach einem Menüpunkt Ausschau halten, der sich »Delay For HDD (Secs)« oder ähnlich nennt. Eine Verzögerung von maximal 5 Sekunden sollte reichen, um Bootärger mit »schläfrigen« Festplatten zu beseitigen.

HDD sequence Scsi/Ide first (IDE/SCSI)

Ein modernes BIOS gestattet dir, über eine Option festzulegen, von welchem Laufwerk gebootet wird – IDE, SCSI, CD-ROM oder anderes Wechelmedium. Hier stellst du einfach ein, was du wünschst, spezielle Tuning-Maßnahmen gibt es hier nicht.

IDE 0 Master PIO/DMA Mode [0/0, 1/0, 2/0, 3/1, 4/2, auto]

Bei einem modernen BIOS kannst du für jedes Laufwerk einstellen, welchen DMA/PIO-Mode es verwenden soll. Natürlich stellst du für jedes Laufwerk manuell den höchsten Modus ein, den es unterstützt, oder du hoffst darauf, dass die Automatik »auto« dies richtig erledigt.

IDE HDD Block Mode (enable/disable)

Bild.

Wenn aktiviert, arbeitet der Festplattencontroller mit dem schnelleren Block-Mode-Datentransfer, den praktisch alle modernen Festplatten unterstützen. Diese Option sollte »enabled« werden, was auch der Voreinstellung entspricht.

IDE HDD Block Mode Sectors (2, 4, 8, 16, 32, HDD Max)

Dies ist die erweiterte Variante der vorigen Option: Hier gilt: je höher, desto besser. Bei einer modernen Platte stellst du auf »HDD Max« ein, und das war's. Bei uralten Platten (ca. bis Mitte 1996) ist wie oben gesagt Vorsicht geboten.

IDE Ultra DMA Mode (auto/disable):

Bei Mainboards, die den UltraDMA/33/66/100/133-Modus unterstützen, findest du getrennte Einstelloptionen für beides, typisch sind diese: Hier gibst du generell an, ob die UltraDMA-Funktionalität des Controllers aktiviert wird oder ausgeschaltet ist (»disabled«). Aktivieren bedeutet hier auf »auto« schalten – die Option heißt deshalb nicht »enable«, weil sie nur dann Effekt hat, wenn das BIOS festgestellt hat, dass Laufwerke auch UltraDMA-tauglich sind. Unter Windows hat das Aktivieren dieser Option im BIOS meist keinen Effekt. Windows ignoriert die Einstellung und verwendet einfach dann UltraDMA-Treiber, wenn dies im Gerätemanager bei den Laufwerkeigenschaften aktiviert wird.

On-Chip Primary PCI IDE: Enable/Disable

Hier aktivierst oder deaktivierst du den Onboard-Controller des Motherboards. Deaktivieren ist unbedingt erforderlich, wenn du eine Controller-Steckkarte verwenden möchtest (eventuell, weil sie leistungsfähiger ist als der Onboard-Controller, oder der Onboard-Controller sich als »buggy« erweist).

On-Chip Secondary PCI IDE: Enable/Disable

Unterstützt ein Onboard-Controller den Anschluss von bis zu vier Drives, hat er logischerweise auch einen Secondary-IDE-Port. Den solltest du nur dann aktivieren, wenn du ihn auch brauchst, also mehr als zwei IDE-Drives installiert hast.

SMART Monitoring: Enabled/Disable

SMART-Monitoring dient zum Aktivieren der Selbstdiagnose von Festplatten. Die Option findet sich meist direkt bei den Einstelloptionen für die einzelnen Festplatten. SMART kann für jedes Laufwerk individuell ein-/ausgeschaltet werden. Achtung: Die BIOS-Aktivierung alleine reicht nicht, erst durch Software-Tools wird SMART komplett.

PCI-IDE-Busmaster:

Enabled/Disabled

Legt fest ob der IDE-Controller den schnellen DMA-Modus verwenden soll (=enabled). DMA sollte ausdrücklich aktiviert werden, um volle Festplattenleistung zu kriegen.

Hard Disk Pre Delay:

Disabled, Seconds

Siehe "Delay for HDD".

Multi Sector Transfers:

Disabled, 2, 4, 8, 16 Sectors

Gibt an, wie viele Sektoren pro Block bei Festplattenoperationen übertragen werden. Je mehr, desto schneller. In der Regel verkraften alle IDE-Festplatten das Maximum, was bei dieser BIOS-Option meist auch voreingestellt ist.

Alle modernen IDE-Festplatten arbeiten im LBA-Modus – entsprechend sollte dies auch in der Festplattenanzeige erscheinen.
Bild.
Alle modernen IDE-Festplatten arbeiten im LBA-Modus – entsprechend sollte dies auch in der Festplattenanzeige erscheinen.
Bild.
Alle modernen IDE-Festplatten arbeiten im LBA-Modus – entsprechend sollte dies auch in der Festplattenanzeige erscheinen.
Bild.
Alle modernen IDE-Festplatten arbeiten im LBA-Modus – entsprechend sollte dies auch in der Festplattenanzeige erscheinen.
Bild.
Alle modernen IDE-Festplatten arbeiten im LBA-Modus – entsprechend sollte dies auch in der Festplattenanzeige erscheinen.
Bild.