BIOS, Mainboards, Chipsätze - Seite 2

Adaptec SCSI-Setup - alles unter Kontrolle

Damit Sie das SCSI-BIOS des Controllers optimieren können, benötigen Sie eine bestimmte Taste bzw. Tastenkombination, um in diesen Dialog zu gelangen. Diese Kombination wird in der Regel beim Bootvorgang des Rechners angezeigt. Bei den weit verbreiteten Adaptec-SCSI-Hostadaptern gelangen Sie mit der Tastenkombination [Strg]+[A] in das BIOS-Menü. Per Tastendruck gelangen Sie so in einen Konfigurationsdschungel, der zwar schwer verständlich, für den optimalen Betrieb der SCSI-Geräte allerdings unentbehrlich ist.

Hier kann nicht nur der Controller manuell konfiguriert werden, sondern es lassen sich auch für jedes am SCSI-Strang angeschlossene Gerät spezifische Einstellungen vornehmen. Alle wichtigen Einstellungen des Hostadapters sind unter Configure/View HOST Adapter Settings aufgelistet, die Option SCSI Disk Utilities ist für den Heimanwender gefährlich: Diese Utilities sind nicht zu empfehlen, denn hier lässt sich beispielsweise eine Low-Level-Formatierung der Festplatte vornehmen, was beiden meisten Festplattenherstellern zum Verlust der Garantieansprüche führt.

Das Adaptec-Setup-BIOS ist die erste Anlaufstelle für optimale SCSI-Konfiguration.

Der Menüpunkt Configure/View HOST Adapter Settings ist beispielsweise in Sachen CD/DVD-Brennen der wichtigste Schalter – dort kann jedes einzelne Gerät konfiguriert werden. Voraussetzung: Die Gerätekennung (SCSI-ID) des CD/DVD-Brenners sollten Sie kennen, um an den richtigen Schaltern zu drehen.

Diese Disk-Routinen sind für Experten gedacht – lassen Sie lieber die Finger davon. Hier kann mehr schief laufen als gut gehen.

Wählen Sie den Menüpunkt Configure/View HOST Adapter Settings, erscheint der folgende Konfigurationsbildschirm:

Bild.

Option

Bedeutung

Host Adapter SCSI ID

Mit dieser Option wird die Gerätenummer des SCSI-Controllers verändert. Standardmäßig ist der Controller auf ID 7 eingestellt, das bedeutet, dass der SCSI-Controller die höchste Priorität von allen am SCSI-Bus angeschlossenen Geräten besitzt. Es ist unbedingt ratsam, diesen Wert beizubehalten.

SCSI Parity Checking

Dieser Schalter sollte auf Disabled gesetzt werden, falls ein Gerät am SCSI-Strang angeschlossen wird, das keine Paritätskontrolle unterstützt (siehe Handbuch). Im Zweifelsfall sollten Sie die Standardeinstellung enable in beibehalten. Treten Parity-Errors auf, ist diese Option zu korrigieren.

Host Adapter SCSI Termination

Hier kann die Terminierung des Controllers manuell bestimmt werden. Standardmäßig ist mit Automatic die automatische Terminierung des Controllers aktiviert - hier brauchen Sie gute Gründe diese zu ändern.

Im Untermenü von Boot Device Options können Sie bei Boot Target ID das Bootdevice bestimmen. In der Regel ist dies die an ID 0 angeschlossene Festplatte, es kann aber auch eine andere Festplatte, beispielsweise an ID 2, oder ein CD/DVD-ROM-Laufwerk sein. Normalerweise erwartet der Adaptec-Controller das Bootdevice an ID 0.

Das Menü

Besitzt das Bootdevice mehrere logische Zuordnungseinheiten (LUNs) und die Option Multiple LUN Support  ist aktiviert, so kann hier eine beliebige LUN zugewiesen werden. Ein CD/DVD-Wechsler ist hier ein möglicher Anwendungsfall – tritt in der Praxis jedoch wohl kaum auf.

Das Untermenü von SCSI-Device Configuration zeigt die Eigenschaften aller Kanäle des SCSI-Controllers an. Hier lässt sich jedes angeschlossene Gerät gesondert konfigurieren.

Das Menü »SCSI-Device Configuration« des BIOS-Setups von Adaptec.

Das Ändern der Standardeinstellung Yes des Schalters Initiate Sync Negotiation  auf  No bewirkt, dass die zu übertragende Datenrate vom angeschlossenen Gerät, und nicht vom Controller vorgegeben wird. Ist das Gerät ein CD/DVD-Brenner, ist diese Option auf No zu setzen.

Um einen möglichst konstanten Datenfluss zu gewährleisten, kann die Transferrate für die synchrone Datenübertragung (Maximum sync transfer rate) für jedes Gerät einzeln bestimmt werden. Bei einem CD/DVD-Brenner mit kleinem Puffer ist es ratsam, die Rate auf 5 MByte herunterzusetzen.

Das Reconnection/Disconnection-Protokoll kann bei echten Multitasking-Betriebssytemen von Vorteil sein, um eine optimale Auslastung des SCSI-Busses zu gewährleisten. Standardmäßig ist dieser Schalter auf Yes gesetzt, beim Einsatz eines CD/DVD-Brenners sollten Sie Enable Disconnection vorsichtshalber ausschalten, da die angeschlossenen Geräte sonst mit dem Controller kommunizieren. Dies kann beim CD/DVD-Brenner den erforderlichen konstanten Datenfluss stören.

Im Falle eines (LVD/Ultra-)Wide-SCSI-Controllers ist in diesem Fenster auch der Menüpunkt Initiate Wide Negotiation vorhanden. Dieser Schalter, der standardmäßig auf Yes gesetzt ist, erlaubt dem Controller, die 16-Bit-Datenübertragung (Wide Negotiation) anstatt der standardmäßigen 8-Bit-Übertragung zu verwenden. Dies kann bei einigen 8-Bit-Geräten, wie beispielsweise CD/DVD-Brennern oder DAT-Streamern, zu Problemen führen. Abhilfe schafft ein No der Initiate Wide Negotiation-Option.

Die Option  Send Start Unit Command ist für Geräte gedacht, die erst nach einem Startsignal des Controllers aktiv werden. Dieses Feature bieten beispielsweise Festplatten neuerer Bauart. Ist die Festplatte die Bootplatte, so braucht die Standardeinstellung No nicht geändert zu werden.

Bild.

In den  Advanced Configuration Options  können Sie den Plug and Play SCAM Support aktivieren, wenn Geräte am SCSI-Bus angeschlossen sind, die SCAM-tauglich sind. Setzen Sie SCAM-Geräte ein, dann brauchen Sie sich mit den Gerätenummern und der Terminierung nicht mehr rumzuärgern, sagen die Marketingstrategen. Dies kann beispielsweise für Netzwerkadministratoren sehr hilfreich sein, für Otto-Normalverbraucher ist dies nicht notwendig. SCAM-Unterstützung bieten wenige SCSI-Gerätehersteller, vor allem U2W-Festplatten und bessere SCSI-CD/DVD-ROM-Laufwerke bieten dieses Feature.

Sämtliche bis hierher beschriebenen Optionen sind nur aktiv, wenn das BIOS des SCSI-Controllers aktiviert ist (Host Adapter BIOS (Configuration Utility Reserves BIOS Space)). Ist dieses mit Disabled deaktiviert, wird der Controller in den meisten Fällen als Erweiterungskarte für einen Scanner oder SCSI-CD/DVD-ROM genutzt. Als Bootfestplatte kommt hier dann eine (E)IDE-Festplatte zum Einsatz. Der Schalter Support Removable Disks Under BIOS as Fixed Disks regelt die BIOS-Unterstützung von austauschbaren Datenträgern durch den SCSI-Controller.

Die Extended BIOS Translation for DOS Drives1 GByte sollte auf  Enable gesetzt sein, wenn Sie eine oder mehrere Festplatten einsetzen, die eine Speicherkapazität größer als ein GByte haben. Mit dem Schalter DisplayCtrl-A Message During BIOS Initialization können Sie das Erscheinen der Ctrl-A-BIOS-Meldung beim Systemstart unterbinden. Möchten Sie bootfähige CD/DVD-ROMs einsetzen, dann sollte die BIOS-Unterstützung (BIOS Support for bootable CD-ROMs) aktiviert sein. Die Option BIOS Support for Int 13 Extensions erlaubt den Einsatz von SCSI-Festplatten mit mehr als 1024 Zylindern.

Support for Ultra SCSI Speed kommt nur für angeschlossene Geräte in Frage, die der Ultra-Spezifikation zuzuordnen sind. Alle BIOS-Default-Einstellungen sind mit einem »*« markiert, so dass Änderungen gegebenenfalls leicht rückgängig gemacht werden können.

Das Adaptec-Setup-BIOS ist die erste Anlaufstelle für optimale SCSI-Konfiguration.
Diese Disk-Routinen sind für Experten gedacht – lassen Sie lieber die Finger davon. Hier kann mehr schief laufen als gut gehen.
Bild.
Das Menü
Das Menü »SCSI-Device Configuration« des BIOS-Setups von Adaptec.
Bild.
Das Adaptec-Setup-BIOS ist die erste Anlaufstelle für optimale SCSI-Konfiguration.
Diese Disk-Routinen sind für Experten gedacht – lassen Sie lieber die Finger davon. Hier kann mehr schief laufen als gut gehen.
Bild.
Das Menü
Das Menü »SCSI-Device Configuration« des BIOS-Setups von Adaptec.
Bild.
Das Adaptec-Setup-BIOS ist die erste Anlaufstelle für optimale SCSI-Konfiguration.
Diese Disk-Routinen sind für Experten gedacht – lassen Sie lieber die Finger davon. Hier kann mehr schief laufen als gut gehen.
Bild.
Das Menü
Das Menü »SCSI-Device Configuration« des BIOS-Setups von Adaptec.
Bild.
Das Adaptec-Setup-BIOS ist die erste Anlaufstelle für optimale SCSI-Konfiguration.
Diese Disk-Routinen sind für Experten gedacht – lassen Sie lieber die Finger davon. Hier kann mehr schief laufen als gut gehen.
Bild.
Das Menü
Das Menü »SCSI-Device Configuration« des BIOS-Setups von Adaptec.
Bild.
Das Adaptec-Setup-BIOS ist die erste Anlaufstelle für optimale SCSI-Konfiguration.
Diese Disk-Routinen sind für Experten gedacht – lassen Sie lieber die Finger davon. Hier kann mehr schief laufen als gut gehen.
Bild.
Das Menü
Das Menü »SCSI-Device Configuration« des BIOS-Setups von Adaptec.
Bild.

Artikel kommentieren