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3-D-Testen - Spielregeln für perfekte Werte

3-D-Testen - Spielregeln für perfekte Werte

Kritische Sache

Wenn Du keine Phantomwerte kriegen willst, dann musst Du beim 3-D-Benchmarken ein paar wichtige Spielregeln beachten:

Testspielregel Bemerkung
1. Stets neu starten Nach Ändern einer Video-Einstellung oder Overclocking-Maßnahme Windows stets neu starten, um eine nachvollziebare Ausgangsbasis zu haben.
2. Gleiche Voraussetzungen schaffen Bei Ausführen des Benchmarks sollte die Umgebung immer möglichst gleich sein: Es ist witzlos, einmal im Nacktzustand zu testen und das nächste Mal während Word im Hintergrund läuft und eine Internet-Verbindung hergestellt ist. Starte nach dem Windows-Neustart immer ohne größere Umwege direkt den Benchmark. Während der Benchmark läuft, sollten möglichst keine anderen Anwendungen geladen sein (auf den aktiven Windows-Explorer, von dem Du einen Benchmark wahrscheinlich startest, kannst Du hier natürlich pfeifen - der stört den Testablauf nicht nennenswert).
3. Nicht hintereinander Es ist witzlos, mehrere Benchmark-Programme unmittelbar hintereinander zu fahren: Nach jedem Testabschluss muss Windows neu gestartet werden. Sicherheitshalber. Denn ein Benchmark oder ein Spiel kann bei Start diverse 3-D-Schalter umlegen, die beim Beenden des Spiels nicht zurückgesetzt werden - der nächste Benchmark findet dann andere 3-D-Grundeinstellungen vor und liefert falsche Werte.
4. Laut oder stumm? Bei den meisten Benchmarks hast Du die Wahl, mit oder ohne Sound zu testen. Eine Soundkarte beeinflusst die Rechenleistung je nach Modell wenig oder sehr stark. Ob Du mit oder ohne Sound testest, ist egal. In jedem Fall sind die Sound-Optionen eine interessante Sache, um rauszukriegen, wie gnädig oder brutal eine Soundkarte Rechenzeit von der CPU fordert! Bei vielen Spielen mit eingebautem Benchmark lässt sich der Sound nicht abschalten. Es bringt nichts, die Lautstärke runterzudrehen, wenn Du ohne Sound messen willst. Statt die Soundkarte aus dem PC-Gehäuse zu holen, gibt es einen einfacheren Weg: Geh in den Windows-Gerätemanager zum Soundkarten-Eintrag und klick drauf.


Wenn Du ohne Sound testen willst kann die Soundkarte im Gerätemanager beliebig aktiviert und deaktiviert werden.

Im Eigenschaften-Dialog der Soundkarte findest Du unten die Bezeichnung 'Gerätenutzung'. Markiere das Kästchen bei 'In diesem Hardwareprofil deaktivieren' - nach dem Windows-Neustart ist die Soundkarte deaktiviert. Durch Entfernen des Kreuzchens im Eigenschaften-Dialog kann die Soundkarte jederzeit wieder aktiviert werden.
5. Toleranzen typisch! Wenn Du mehrmals ein und denselben Benchmark durchführst, wird Dich vielleicht irritieren, dass jedes Mal andere Werte rauskommen: Mal sind es 90,7 Bilder pro Sekunde, mal 91,7, mal 90,1. Solche Schwankungen sind normal. Streng genommen musst Du jeden Benchmark n-mal ausführen und dann das Durchschnittsergebnis berechnen. Wenn Du auf einen neuen heißen Benchmark stößt, dessen Ergebnisse enormen Schwankungen unterliegen, dann gilt:

- Im System ist irgendein störendes Programm im Hintergrund aktiv (dann sollten auch bei anderen Benchmarks die Testwerte enorm schwanken), der Benchmark ist unschuldig.

- Oder: Der Benchmark taugt nichts.

Empfehlungen diverser Standardgrafikkarten-Benchmarks findest Du im Tuning-Grundlagenkapitel.

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