Vom Platzhirsch zum Gejagten - Seite 3

2. Microsoft Office - die "Cash-Cow"

Office 365 - Microsofts Dolchstoß für das eigene Betriebssystem?

Egal ob Schule, Studium oder Beruf - wer am PC mit Dokumenten arbeiten muss kam all die Jahre an Microsoft Office kaum vorbei, trotz teils kostenloser und brauchbarer Alternativen wie OpenOffice hatte fast jeder ein mehr oder weniger legal erworbenes Office auf dem Rechner. Es wurde schlicht erwartet, dass man dem Studien- oder Arbeitskollegen, oder dem Lehrer seine Dokumente im MS Office-Format übermittelte und dies führte dazu, dass Office der Geldbringer schlechthin für Microsoft war und ist.

Mittlerweile hat sich hier jedoch aus mehreren Gründen einiges geändert. Zum einen greifen Bestrebungen im öffentlichen Umfeld (Schule, Studium, Verwaltung) Daten ohne herstellerspezifische Schranken zur Verfügung zu stellen und verschiedene Formate anzubieten oder zu akzeptieren. Zudem bieten Online-Dienste wie zum Beispiel Google Docs mittlerweile im Browser Office-Funktionen an, die für viele Anwendungsfälle absolut ausreichen, auf fast allen Plattformen laufen und sogar den Dateiaustausch im Vergleich zu MS Office extrem erleichtern. Ohnehin wandern immer mehr Daten - trotz der aktuell publik gemachten Überwachungsskandale - in Speicherdienste im Internet, auf Neu-Deutsch "in die Cloud".

Man sollte denken, dies sieht Microsoft ungern, ist Office und Windows doch der Geldbringer für das Unternehmen - Geld, dass sie in anderen Projekten großzügig verbrennen können und dies auch nach wie vor tun. Aber Microsoft selbst unterstützt diese Entwicklung auch noch selbst. So können Abonnenten von Office 365 dieses mittlerweile sogar von Android-Geräten aus nutzen (siehe Office Mobile für Office 365 im Play Store). Zwar verdient Microsoft natürlich auch daran, aber es senkt die Hemmschwelle bei Anwendern sich von Microsoft weg zu orientieren noch weiter und könnte früher oder später auch Office selbst seine Position kosten. Ein weiteres Argument für Privatanwender, dass vielleicht ein leistungsfähiges Android-Tablet als Computer absolut ausreicht? Dies führt mich zur nächsten Front...

Kommentare zu diesem Artikel (7)

BastetFurry
Wie schon woanders geschrieben, entweder kommt Bill zurück oder in Redmond gehen bald die Lichter aus.
xafford
Bill hat wohl bei Microsoft nicht mehr viele Freunde. Ich glaube nicht, dass er wieder zurück kommen wird und eigentlich glaube ich auch nicht, dass er dies will.
winnigorny1
Jepp - wenn ich Bill wäre, würde ich mich davor hüten, zurückzugehen. - Das ist schon lange nicht mehr "sein" Laden. Und die Strukturen dürften sich so verändert haben, dass er a. keinen Fuss mehr fassen kann und b. der Karren soweit im Dreck steckt, dass es passieren kann, dass Bill sich als lebende Legende selbst abschafft...
xafford
Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass Satya Nadella (Balmers Nachfolger bei Microsoft) durchaus gute Arbeit zu machen scheint.
Maybe
Naja, mal immer schön langsam, M$ ist noch lange nicht tot. Ja, sie haben den mobilen Markt verpennt und Win8.n ist kein Renner. Aber die, die Win8.n nicht wollten, sind halt bei Win7 geblieben. Und auch wenn der Mainstream bereit Januar 2015 endet, hat man beim Extended Support noch Zeit bis 2020. Windows ist immer noch bei weitem das am meisten verbreitete System für Desktops und Clients. Wenn Win10 ein Treffer wird, was es besser sollte, dann relativieren sich die Zahlen recht schnell wieder. Microsoft hat über 10 Jahre XP überlebt, ohne ein neues BS rauszubringen und hat auch davon leben können. Subjektiv habe ich momentan auch das Gefühl, immer mehr Nokia Lumia zu sehen, also Windows Phone. Die sind aufgrund der meist grellen Farben und der großen Kacheln ja recht schnell zu authentifizieren. Gruß Maybe
stef7410
Wolfengard
Bill sollte bei React OS einsteigen damit das da mal vorwärts geht

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