Vom Platzhirsch zum Gejagten - Seite 2

1. Windows 8 - das eine für alles Betriebssystem

Windows 8 Pro Update zum Schnäppchenpreis und trotzdem kein Verkaufsschlager.

Es dürfte niemandem entgangen sein dass seit der Vorstellung des Nachfolgers von Windows 7 sich sowohl Presse, als auch Blogger und Nutzer nicht gerade nachsichtig über das neue System, seine neue Oberfläche und das neue Bedienkonzept äußern - und dies ist noch eher freundlich umschrieben für teils vernichtende (wenn auch nicht immer gerechtfertigte) Kritik (mehr zu Windows 8 im Schwerpunkt "Nickles Windows 8 Report - Installieren, checken, optimieren"). Ich will auch gar nicht auf die Kritik als solches am Konzept und er Bedienung von Windows 8 eingehen, sondern eher auf das, was es für Microsoft bedeutet.

Mit Windows 7 hatte Microsoft nach der Windows Vista Schlappe ein Betriebssystem auf den Markt gebracht, dass die Nutzer wieder versöhnte, ja sogar begeisterte - und das nicht nur die eingefleischten Windows-Nutzer. Was blieb den Nutzern auch anderes übrig, außer bei Windows XP zu bleiben? Windows war (und ist noch) der Quasi-Standard abgesehen von den wenigen Sparten, die über Jahre stur auf Mac setzten, und als Spieler war (und ist man noch) ohnehin zur Windows-Nutzung verdammt. Dass nach so einem starken Vorgänger mit so schneller Marktdurchdringung (hauptsächlich im privaten Umfeld) ein neues Betriebssystem erst einmal einen schweren Stand haben würde war klar - dass es jedoch so schlecht ankommt dürfte selbst kritische Gemüter zu Anfang überrascht haben.

Für Microsoft ist dies gefährlich, denn die Hemmschwelle zu einem anderen Betriebssystem zu wechseln dürfte noch nie so niedrig gewesen sein wie momentan und zudem auch immer geringer werden, allein dadurch, dass Dank leistungsfähiger Smartphones und Tablets viele Nutzer jetzt ohnehin schon an alternative Systeme gewöhnt sind und Mac und Linux immer mehr zu einer ernst zu nehmenden Alternative werden - auch der Zwang zu Windows wegen Office zieht heute bei weitem nicht mehr so stark, was mich zum nächsten Punkt bringt.

Kommentare zu diesem Artikel (7)

BastetFurry
Wie schon woanders geschrieben, entweder kommt Bill zurück oder in Redmond gehen bald die Lichter aus.
xafford
Bill hat wohl bei Microsoft nicht mehr viele Freunde. Ich glaube nicht, dass er wieder zurück kommen wird und eigentlich glaube ich auch nicht, dass er dies will.
winnigorny1
Jepp - wenn ich Bill wäre, würde ich mich davor hüten, zurückzugehen. - Das ist schon lange nicht mehr "sein" Laden. Und die Strukturen dürften sich so verändert haben, dass er a. keinen Fuss mehr fassen kann und b. der Karren soweit im Dreck steckt, dass es passieren kann, dass Bill sich als lebende Legende selbst abschafft...
xafford
Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass Satya Nadella (Balmers Nachfolger bei Microsoft) durchaus gute Arbeit zu machen scheint.
Maybe
Naja, mal immer schön langsam, M$ ist noch lange nicht tot. Ja, sie haben den mobilen Markt verpennt und Win8.n ist kein Renner. Aber die, die Win8.n nicht wollten, sind halt bei Win7 geblieben. Und auch wenn der Mainstream bereit Januar 2015 endet, hat man beim Extended Support noch Zeit bis 2020. Windows ist immer noch bei weitem das am meisten verbreitete System für Desktops und Clients. Wenn Win10 ein Treffer wird, was es besser sollte, dann relativieren sich die Zahlen recht schnell wieder. Microsoft hat über 10 Jahre XP überlebt, ohne ein neues BS rauszubringen und hat auch davon leben können. Subjektiv habe ich momentan auch das Gefühl, immer mehr Nokia Lumia zu sehen, also Windows Phone. Die sind aufgrund der meist grellen Farben und der großen Kacheln ja recht schnell zu authentifizieren. Gruß Maybe
stef7410
Wolfengard
Bill sollte bei React OS einsteigen damit das da mal vorwärts geht

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