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Michael Nickles

News: Skydrive voll integriert

Windows 8 kommt mit eingebauter Wolke

Michael Nickles / 6 Antworten / Baumansicht
[mn] Wer Daten nicht lokal auf Datenträgern speichern will, der kann das seit geraumer Zeit auch übers Internet tun, also auf einer "Festplatte" in einem Rechenzentrum speichern. Generell geht das schon ewig. Man hat halt Server-Speicherplatz gemietet und dann mit einem "FTP-Programm" dort Daten rauf-/runtergeladen.

Inzwischen ist es Mode geworden, bereits dieses primitive Datenauslagern als "Cloud-Computing" zu bezeichnen. Praktisch dabei ist auf jeden Fall, dass man von überall auf seine abgelegten Daten zugreifen kann, beispielsweise mit einem Smartphone. Dienstleister die Cloud-Speicherplatz anbieten, gibt es inzwischen jede Menge. Meist gibt es eine "Handvoll" Gigabyte geschenkt um Kunden anzufixen, wer dann richtig Platz haben will, der muss dafür ordentlich blechen.

Komplett kostenlos (noch) ist Microsofts Cloud-Speicherdienst Skydrive. Hier kriegt man kostenlos 25 GByte Speicherplatz, Dateien können pro Upload 100 MByte groß sein. Voraussetzung ist nur die Anmeldung mit einer kostenlosen Live-ID, die man auch für die anderen Microsoft-Live-Dienste wie den Messenger braucht.

Das Datenschaufeln funktioniert bei Skydrive dann über einen minimalistischen "Datei-Explorer" in einem Internet-Browser. Wirklich komfortabel ist das nicht, da Skydrive nicht einfach wie ein "Netzwerklaufwerk" mit eigenem "Laufwerkbuchstaben" in Windows eingebunden wird.

Auch das Verschieben oder gar Synchronisieren von Datenbeständen geht nur "manuell", also unbequem. So was lässt sich durch einen kostenlosen Fremddienst wie Gladinet erledigen. Der biegt Cloud-Speicherdienste wie Skydrive so um, dass sie wie normale Netzwerklaufwerke im System nutzbar sind. Gladinet verschenkt das nicht umsonst, sondern hofft auf diese Weise Kundschaft für die eigenen Cloud-Speicherdienste anzulocken.

Wem es ohnehin schon Bauchweh bereitet, seine Daten einer "Wolke" anzuvertrauen, den wird es natürlich noch mehr schmerzen, einen weiteren Anbieter mit reinzuhängen. Bereits kurz nach Erscheinen von Windows 7 hat Microsoft Steve Ballmer das "Cloud-Zeugs" zur Chefsache gemacht und mit Windows 8 passiert es jetzt.

Skydrive wird direkt in Windows 8 reingebaut. Es kann dann wie gehabt über "Browser" von beliebigen Geräten genutzt werden, hängt allerdings auch direkt wie ein Netzwerklaufwerk im Datei-Browser drinnen. Auch die Metro-Oberfläche und Apps können Skydrive natürlich direkt nutzen. Erstmals ausprobieren wird sich die Sache in der "Consumer Preview" von Windows 8 lassen, die in wenigen Tagen öffentlich bereit gestellt wird.

Details zu Skydrive in Windows 8 gibt es im Microsoft Blog.

Michael Nickles meint: Das mit den Cloud-Speicherdiensten ist eigentlich eine simple Sache. Wer so was will, der will möglichst viel Speicherplatz für möglichst wenig Kohle und alles so bequem wie möglich. Mit der direkten Integration von Skydrive in Windows 8, verschafft sich Microsoft selbsterklärend einen astronomischen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

Ärger ist da gewiss vorprogrammiert - und gewiss auch einkalkuliert. Bis die Kartellwächter Microsoft irgendwann zwingen, auch alternative Cloud-Anbieter besser in Windows zu integrieren, ist die Konkurrenz sowieso schon platt gemacht. Das Spiel kennen wir ja.

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PaoloP Michael Nickles

„Windows 8 kommt mit eingebauter Wolke“

Blöde Frage aus ehrlichem Interesse: Was bieten mir denn die üblichen Linux Distributionen in der Hinsicht ein vollwertiges Netzlaufwerk im Explorer tatsächlich integriert zu haben? Schlecht finde ich die -nicht ganz neue- Idee nämlich nicht, nur der Microsoft Variante gehe ich aus einer Mischung aus Erfahrung und Vorsicht lieber aus dem Weg.
Achja ich sags einfach so gern: "Cloud" gibt es nicht und es ärgert mich zu sehen das Microsoft es geschafft hat einen Begriff zu erfinden mit dem das endlich so richtig verkaufen. Nochmehr ärgert mich wie alle drumherum inkl. Medien dieses Begriff übernommen und weiterpubliziert haben(zum grossen Teil hat MS ja da wohl hintenrum nachgeholfen).
Nach dem Bundesverfassungsgericht soll der Einzelne grundsätzlich selbst entscheiden können, wie er sich Dritten oder der Öffentlichkeit gegenüber darstellen will (sog. Verfügungsrecht über die Darstellung der eigenen Person).
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Prosseco PaoloP

„Blöde Frage aus ehrlichem Interesse: Was ...“

Das war ja doch ab zu sehen mit Cloud. Alle wollen mit fliegen. Bestes beispiel Office 365.

Skydrive in Hotmail benutze ich nicht. Die wo ein Hotmail Account haben koennen ja auch ihre Office anwendungen oeffnen und bearbeiten.

Gruss
Sascha
Tue alles was du machst, so gut du kannst. Auch wenn es unmoeglich erscheint und das wird die Welt veraendern.
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Borlander PaoloP

„Blöde Frage aus ehrlichem Interesse: Was ...“

Was bieten mir denn die üblichen Linux Distributionen in der Hinsicht ein vollwertiges Netzlaufwerk im Explorer tatsächlich integriert zu haben?
Mit Gnome/Nautilus kann ich alle Server mit gängigen Filesharing-Protokolle direkt per Mausklick einhängen. Mehr noch mehr will oder braucht kann mit FUSE die Server an beliebiger Stelle einhängen und noch weitere Dinge wie z.B. eine SQL-Datenbank, GoogleMail oder Wikipedia als Dateisystem laden...

Gruß
Borlander
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mi~we Michael Nickles

„Windows 8 kommt mit eingebauter Wolke“

Kann man da jetzt eigentlich auch "Freunden" Zugriff auf den eigenen Skydrive gewähren? Dann hätte Win 8 ja einen integrierten Filesharing-Dienst.
"Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum." (Marc Aurel)
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reader Michael Nickles

„Windows 8 kommt mit eingebauter Wolke“

hatte Microsoft nicht schon mal eine brutale datenpanne mit deren cloud-smartphone vor paar jahren?
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ajedv reader

„hatte Microsoft nicht schon mal eine brutale ...“

Der Fehler wurde "eingekauft". Damals hat MS einen anderen Anbieter gekauft inkl. Kunden und Mitarbeitern, kurz darauf kam es bei einem Softwareupdate (Unix-OS) zu einem Fehler. Die meisten Daten konnten damals aber wiederhergestellt werden.
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