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Impedanz des Mic Eingang einer PC Soundkarte ?

Beeper / 6 Antworten / Baumansicht

Hallo


Ich würde gerne den Versuch wagen einmal ein Gesangs Mikrofon am der PC Soundkarte anzuschliessen. Alle Mikrofone geben immer einen Impedanzwert z.b. 300 Ohm bei 1knz als Richtwert an. Leider kann ich hierzu bei PC Soundkarten überhaupt nix finden. Weiss jemand welche Impedanz die PC Soundkarten haben?


Wenn ich dies nicht weiss hilft nur ausprobieren mit verschiedenen Mics, und das möchte ich mir ersparen.


Gruss Beeper


 


 

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peter1960 Beeper

„Impedanz des Mic Eingang einer PC Soundkarte ?“

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..nach der Spannungsteiler regel ist Rv gleich Ri wenn die Spannung (Wechselspanung 1KHz mit Sinusgenerator erzeugt oder von einer Test CD eingespielt) hinter RV gleich den halben Wert der Eingansspannung beträgt (am besten mit Osziloskop nachmessen). Über den Wiederstand RV kann somit der Eingangswiederstand des Mikrofon Eingangs hinterher direkt mit dem Ohmmeter abgelesen werden.

Rv = hier ein Vorwiederstand (der wird nur für diesen Meßzweck zum Eingang in Reihe geschaltet).
Ri = hier der Soundkarten Eingangswiederstand.

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rill Beeper

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Ich habe noch nie Angaben zu Eingangsimpedanzen von Soundkarten gesehen. Ich vermute, daß der Mikro-Eingang so was in der Gegend 10kOhm hat.

Für Gesangsmikrofone ist dieser Eingang ohnehin kaum geeignet, weil er qualitativ sehr schlecht (Rauschen, Frequenzgang) und meist auch in Mono ist.

Außerdem hätte ich Angst, ein empfindliches dynamisches Mikrofon an den Mikro-Eingang zu hängen, da diese Eingänge ja wohl auch für Elektret-Mikros geeignet sind. Damit müßte eine Gleichspannung (Vorspannung) auf dem Eingang liegen ... ob das eine filigrane Schwingspule eines dynamischen Mikrofons verträgt? Früher konnte man auf Soundkarten einen Jumper für Elektret- und Nicht-Elektret-Mikrofone umstecken, dieser Jumper ist schon lange verschwunden.

Die einzig akzeptable Lösung ist ein externer Mikrofonvorverstärker, der dann über Line-In mit der Soundkarte verbunden ist.


rill

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peter1960 Beeper

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..weil da fält mir grad wieder dieses hier ein.
Die Impedanz bei Kopfhörern wird ja meist angegeben.
Bei verdacht auf Gleichspanung am Mik. Eingang, läßt sich diese auch mitels Kondensator (z.b. im Mikrostecker einlötet) abblocken so das keine Gefahr für Schwingspulenmikros da mehr besteht, ansonsten Mono ist auch beim Gesangsmikro Afaik Standart.
Ideal wäre es solch Mikro über externes Mischpult anzuschließen wobei dieses Mischpult besser ohne Schutzleiter auskommen solte weil sonst bei anschluß an den PC mit einer fiesen Brummschleife zu rechnen ist auf Grund der dopelten Masseverbindung zwische diesen beiden Komponenten dort..möge das nun irgenwie funzen.

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rill peter1960

„..weil da fält mir grad wieder dieses hier ein. Die Impedanz bei ...“

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Ich bin auch der Meinung, daß man ein dynamisches (Gesangs-) Mikrofon unbedingt nur über einen Abblockkondensator am Mikro-Eingang einer Soundkarte anschließen sollte.

3 oder 5V direkt auf die niederohmige Schwingspule eines dynamischen Mikros düften die Kapsel sofort zerstören. Billige dynamische Mikrofone "für den Hausgebrauch" haben nach meiner Kenntnis immer einen Übertrager ("Trafo") eingebaut, so daß die Schwingspule vor Gleichspannungen geschützt ist. Dieser Übertrager erhöht außerdem die Ausgangsspannung und macht das Mikro mittelohmig.

Für erste Gehversuche für "HD-Recording" reichen oft 2 Kanäle (R/L), z. B. Gesang und Gitarre. Da könnte es sehr stören, wenn von vornherein das Mikro auf beiden Kanälen liegt ("Zweikanal-Mono").

Ich würde auf jeden Fall einen externen Mikrofonvorverstärker oder ein kleines Mischpult vorschalten. Die Mischpulte z. B. von Behringer sind preiswert bei guter Qualität (auf jeden Fall adäquat zu einer "normalen" Soundkarte).


rill

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Beeper

Nachtrag zu: „Impedanz des Mic Eingang einer PC Soundkarte ?“

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Hallo

Ich werde es auf euren Rat hin mal mit einem einfachen Mikrofon versuchen. Es stimmt das Gesangs Mic braucht "Phantom-Power" welches die Soundblaster Karte nicht liefern kann.

Habe für die Soundblaster-Karten noch folgende intressante Seite gefunden:
http://www.computerhope.com/help/csound.htm

Hier Wird die Microfon Impedance mit 600 Ohm angegeben allerdings steht nicht bei wieviel Kiloherz. Wenn mein billiges Micro nur 250 Ohm hat kann ich dies wohl sowieso vergessen. Die Anschaffung eines Mikrofonverstärker lohnt sich nicht. Da würde ich eher ein Mischpult zulegen und dann dort vom Ausgang zum PC Eingang um aufzunehmen.

Ich danke euch herzlich für die Hinweise.
Beeper

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Olaf19 Beeper

„Hallo Ich werde es auf euren Rat hin mal mit einem einfachen Mikrofon ...“

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> das Gesangs Mic braucht "Phantom-Power" welches die Soundblaster Karte nicht liefern kann.

Herzlichen Glückwunsch - dann bist du stolzer Besitzer eines Kondensator Mikrofons :-)

Folge mal dem Ratschlag von rill und hol dir ein kleines(!) Behringer Mischpult, ich z.B. habe ein Eurorack MX-802A (wird nicht mehr hergestellt, gibt aber ähnliche). Da hast du auch gleich eine Phantomspeisung an Bord, und die zusätzlichen Audiokanäle, je nach Ausführung z.B. 6 oder 8, kannst du irgendwann auch gut gebrauchen.

Wenn du einen simplen Vorverstärker für den Kondensator-Mic suchst, sind die Behringer-Teile vom Preis-Leisungsverhältnis (deutlich(!) unter 100 €) eine sehr ökonomische Lösung. Nur die Equalizer sind nicht gerade erste Sahne, die würde ich auf Neutralstellung belassen.

CU
Olaf

„Die meisten Zitate im Internet sind falsch.“ (Aristoteles)
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