News: Erfolg ausgeblieben
Facebook - erste Online-Shops machen dicht
Michael Nickles / 24 Antworten / Baumansicht
[mn] Die Idee ist eigentlich simpel: wo sich viele Menschen tummeln, da lässt sich bestimmt auch was verkaufen. Entsprechend sind Unternehmen wild drauf, auf Facebook präsent zu sein. In den USA haben jetzt die ersten Online-Shops in Facebook dicht gemacht, berichtet Bloomberg.
Einer davon ist der "US-Spieleladen" Gamestop. Der hatte eigentlich recht gute Vorrausetzungen. Als der Shop auf Facebook im April 2011 eröffnet wurde, hatte Gamestop im sozialen Netzwerk bereits über 3,5 Millionen Fans, es bestand Hoffnung Umsätze zu generieren. Das erwies sich als Fehlannahme.
Auch zwei weitere Unternehmen (J.C. Penney und Nordstorm) versuchten im vergangenen Jahr ihr Glück mit einem Shop auf Facebook, warfen dann aber schnell das Handtuch. Ein Analyst hatte im Interview mit Bloomberg auch eine Erklärung für den ausbleibenden Shopping-Erfolg auf Facebook.
Facebook ist aus seiner Sicht eine Art Bar an der man mit seinen Freunden rumhängt - und das ist einfach keine Einkaufsatmosphäre. Zudem ist es den Kunden wohl bequem genug, in den bereits vorhandenen Online-Shops der Unternehmen einzukaufen - es braucht dazu keinen eigenen Shop in Facebook.
Das einzige Kerngeschäft von Facebook wird also weiterhin Werbung bleiben.
Michael Nickles meint: Mit jeder Spam-Email die ich von Facebook kriege, hasse ich diesen Scheißladen mehr. Permanent gibt es ein neues saublödes Spiel bei dem irgendwelche "Trottel" aus meiner Freundesliste mitmachen und dann werde ich von Facebook mit angeblich "wichtigen Neuigkeiten" vollgebombt. Die neue Spam-Auslösermasche ist irgend so ein dämliches "Geburtstags-/Meinkalender-Dingsbums". Egal.
Die Bloomberg-Meldung über erfolglose Shop-Experimente stinken Facebook gewiss gewaltig. Gerade im Hinblick auf den Börsengang ist so was Gift. Es ist auf jeden Fall zum Totlachen, wie wild Unternehmen auf Facebook sind.
Hier am Lidl um die Ecke ist seit Wochen eine große Werbung am Eingang, dass man doch Lidl auf Facebook besuchen soll. Also ab zu www.facebook.com/lidl. Warum nicht einfach zu www.lidl.de - ist diese URL zu kompliziert?
Was treibt Unternehmen wie Lidl dazu, zu Facebook auszuwandern? Vermutlich ist es die Angst, irgendeinen überlebenswichtigen Trend im Internet zu verpassen. Oder es ist einfach die Unfähigkeit, selbst eine spannende Webseite auf die Beine zu stellen.
Da schwimmt man halt lieber im Facebook-Brei mit und sieht quasi identisch aus, wie alle anderen auf Facebook präsenten Unternehmen. Es ist wie mit dem "Gefällt mir"-Button. Inzwischen kleistert fast jede Webseite sich mit Buttons sozialer Netzwerke voll.
Ja - auch auf Nickles.de probieren wir den Facebook-Button aus. Vermutlich wird der aber bald eliminiert -weil er uns einfach nichts bringt.
Eine der meistgelesenen deutschen Online-Zeitungen ist Bild.de. Auch Bild hat unter jedem Artikel Twitter- und Facebook-Buttons drunter. Selbst bei "Hauptbeiträgen", die auf der Titelseite länger präsent sind, hält sich das "Weiterzwitschern" und "auf Facebook empfehlen" in sehr überschaubaren Grenzen.
Ein heutiges großes Thema - "Zahltag! Griechen die Griechen heute 130 Milliarden Euro?" wurde auf Bild.de um 10 Uhr vormittags veröffentlicht. Jetzt (19 Uhr) haben bislang 3 (DREI) Leute diesen Beitrag getwittert und 23 (DREIUNDZWANZIG) haben ihn auf Facebook empfohlen.
Auch bei Spiegel.de gibt es Twitter- und Facebook-Buttons unter den Beiträgen. Und auch dort ist die Teilnahme eher bescheiden - zumindest bei meinen Stichproben.
„Facebook - erste Online-Shops machen dicht“
auch wenn ich ein FB/Twitter Account habe. Nur ich klicke nicht wahllos auf jede Seite "I like it". Beim Twitter da poste ich vielleicht alles 4 bis 5 Tage was und besuchen tue ich es genauso. Da hast auch noch recht wenn ich die Seiten sehe und besuche. Voll geklebt mit FB/Tw/Google+ und noch mehr. Spinnen die wircklich als ob jeder Mensch jeden Beitrag oder sonst was auf alle Sozialen Netwerke klicken muss. Noe das ist mir zu langweilig. Die Firmen wollen ja ueberall present sein. Was aber zu krass ausartet.
Gruss
Sascha
„Facebook - erste Online-Shops machen dicht“
Naja ich denke, es bleibt Ihnen nichts anderes übrig um auf dem Stand der Dinge zu sein. Das ist ein Teufelskreis: Wenn Netto oder Aldi oder Tengelmann dabei sind, muss der andere auch dabei sein.
Ich persönlich finde sowieso, dass Facebook und Co überbewertet sind, aber die große Masse nutzt es.
Mit jeder Spam-Email die ich von Facebook kriege, hasse ich diesen Scheißladen mehr
Dito. Die ganzen krampf Apps die es da gibt, kann man sich sowas von sparen. Zur Zeit erscheint bei mir ständig irgend so nen "die peinlichsten iphone Spiegelbilder"bullshit, ohne dass ich jemals auf sowas geklickt hätte... Ärgerlich!
Grüße
Hewal
„Was treibt Unternehmen wie Lidl dazu, zu ...“
Niemand, und ich wiederhole, niemand wird dadurch auch nur eine Semmel weniger verkaufen, oder wählst du deinen Laden tatsächlich nach dem Kriterium aus, ob er bei Facebook aktiv ist oder nicht ...
„... sorry - aber das, was du da von dir ...“
„Facebook - erste Online-Shops machen dicht“
Vielleicht fallen die ja alle auf so ein Blabla rein:
http://www.socialmedia-blog.de/2011/06/marken-facebook-shop/
„Facebook - erste Online-Shops machen dicht“
Ja - auch auf Nickles.de probieren wir den Facebook-Button aus. Vermutlich wird der aber bald eliminiert -weil er uns einfach nichts bringt.
Zum Glück seh ich hier den "Gefällt mir"-Button nicht mehr, der wird erfolgreich geblockt.
„Facebook - erste Online-Shops machen dicht“
den ersten Account hat ein Richter im Zuge von Einbruchsermittlungen "Sichergestellt"
http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Facebook-Account-eines-20-Jaehrigen-beschlagnahmt-id18883426.html
„Facebook - erste Online-Shops machen dicht“
alles andere wäre auch inkonsequent. Auf der einen Seite nur über den Laden herziehen,
aber trotzdem dort mitmachen wollen passt irgendwie nicht zusammen.
Konnt ich eh nicht verstehen, dass nickles.de hier dem Mainstream folgt.
just my 2 cents
swiftgoon
„Facebook - erste Online-Shops machen dicht“
vermutlich wird jedes Social Network irgendwann nervig, wenn es nicht mehr neu und cool ist
„Facebook - erste Online-Shops machen dicht“
Spam erhält man doch auch so genug.
Das sich dort so viele Firmen tummeln ist eigentlich gut nachvollziehbar. Man erhofft sich dort bei FB und Co halt neue Kunden zu gewinnen.
Wenn dann allerdings der erhoffte Boom möglicher Neukunden ausbleibt schließen sie ihren FB-Store halt wieder.
Ich gehe auch mal davon aus das sich die Sozialnotwork´s irgendwann erledigt haben.
„Facebook - erste Online-Shops machen dicht“
Wer sich bei Facebook anmeldet ist selber Schuld !
Ach du die ominösen Like-Buttons krieg ich nicht zu sehen, dank Adblock Plus !
„Ich sage mal wieder das was ich immer Sage ...“
So einfach ist das nicht. Das gilt vielleicht für viele erfahrene Erwachsene, bei Kindern und Jugendlichen ist Facebook kaum wegzudenken. Wer nicht mitmacht, steht abseits, oder wird gar gehänselt. Kinder und Jugendliche können in dieser Hinsicht wahre Teufel sein. Das ist eines der unschönen Prinzipien, die den Zulauf zu sozialen Netzwerken ab einer gewissen Nutzerzahl geradezu lawinenartig ansteigen lassen.
Einen Nerd oder Einsiedler mag das nicht interessieren, Kinder und Jugendliche sind aber geradezu süchtig nach sozialen Kontakten und Gruppenzugehörigkeit.
„ Wer sich bei Facebook anmeldet ist selber ...“
Volker
„Ich sage mal wieder das was ich immer Sage ...“
„Facebook - erste Online-Shops machen dicht“
Normalerweiser geht ein Unternehmen an die Börse um Geld für Investitionen zu sammeln aber Facebook hat doch mehr als genug Geld.
Warum seinen zukünftigen Gewinn teilen, sich mit zwangsweisen Quartalsberichten und Analysten rumärgern?
Oder will Zuckerberg noch einmal gross abkassieren und dann in einen langen Urlaub gehen?
„Kann mir mal einer erklären was Facebook an ...“
Seit meine Tochter den Fehler gemacht hat, sich ins Facebook zu verewiegen, und ich keine Ahnung hatte was das wohl sei, da wurde ich eines besseren belehrt. Heulend kam sie an und erzählte von ihren bösen Freundinnen die sie telefonisch bombardierten, was sie für ein schlechter Mensch sie sei. Dabei hatte sie von Ihrer ersten Liebe erzählt, die sie den Korb gegeben hatte. Meine Bekannten , die wohl ebenfalls im Facebook waren, riefen mich an und fragten nach was denn meine Tochter da erlebt hat ? Fazit : Facebook geschlossen und Bekannte sind Unbekannte
„Bin seid langer Zeit ein eifriger Leser ...“
Grüße
Hewal
„Kann mir mal einer erklären was Facebook an ...“
Geld: Der Börsengang spült Milliarden in die Facebookmaschine, was Facebook ermöglichen wird, Konkurrenten aufzukaufen und weiter zu wachsen. Was aber letztlich aus Facebook wird und ob das Konzept erfolgreich bleibt, muss sich erst zeigen. Einige sprechen bei Facebook schon heute von einer Internetblase, andere sehen riesiges Potential bei Facebook.
"Oder will Zuckerberg noch einmal gross abkassieren und dann in einen langen Urlaub gehen? "
Unsinn. Die Facebookbesitzer haben von Anfang an alle Übernahmeangebote abgelehnt und könnten längst mit dem Geld, was sie schon haben, 1000 Jahre Urlaub machen.
„Facebook - erste Online-Shops machen dicht“
Gerade Kinder und Jugendliche sind für solches Marketing anfällig. Die Angst und Aufgeregtheit, etwa zu verpassen und sich deshalb vor den Freunden lächerlich zu machen, ist in dieser Gruppe extrem hoch. Diese Bevölkerungsgruppe ist unerfahren und deshalb mit Werbung am leichtesten zu erreichen, hat aber einen begrenzten Geldbeutel. Dass die großen Konzerne auf den Schwätzerportal-Zug aufspringen, verwundert gar nicht. Wer Zukunftsmärkte erschließen will, kann sich Facebook nicht entgehen lassen und lässt sich Facebook nicht entgehen. Profite schlagen aber nur die heraus, die wie Facebook die Massen verstehen und ihr Marketing darauf gezielt ausrichten.
„Facebook - erste Online-Shops machen dicht“
„Facebook - erste Online-Shops machen dicht“
Was treibt Unternehmen wie Lidl dazu, zu Facebook auszuwandern?
Ich tippe eher darauf, dass es die Unternehmen davon befreit, eine eigene Kommentarfunktion oder auch nur ein Kontaktformular auf der eigenen Wbpräsenz vorhalten zu müssen ... nicht mehr und nicht weniger.
Volker

