
Tipp des Tages
Kaputte oder unfertige AVI-Videos reparieren
Videodateien in AVI-Containern die aus dem Internet gesaugt werden, sind oft kaputt, Player weigern sich sie abzuspielen oder der Film bleibt ab einer bestimmten Stelle hängen. Software-Multimediaplayer können diverse Fehler oft automatisch ausmerzen, das Abspielen auf einem "Divx"-kompatiblen Standalone-DVD-Player scheitert allerdings.
Bei Filesharing-Systemen wie Bittorent oder Emule kann es zudem immer wieder mal vorkommen, dass eine Datei nicht fertig downgeloadet wird. Es fehlen nur noch ein paar Byte, aber der Download hängt einfach in einer Endlosschleife fest.
Typischer Fall: Eine "Leiche" in einem Filesharing-Systeme - dieser Download hat keine Chance mehr, jemals fertig zu werden. Immerhin kann zumindest das, was da ist, gerettet werden.
Ist eine AVI-Datei kaputt oder unvollständig, gibt es mehrere Möglichkeiten, sie zu reparieren, oder zumindest die vorhandenen Teile abspielbar zu machen.
Im Fall einer unvollständigen AVI-Videodatei wird die Datei zunächst aus dem temporären Download-Verzeichnis des Filesharing-Systems herauskopiert. Wie die zu einem Download gehörige temporäre Datei heißt, kriegt man in Emule beispielsweise durch Fahren des Mauszeigers auf die Datei in der Download-Liste raus. Dann erscheint ein Hinweisfenster, welche .part-Datei aus dem temporären Verzeichnis zu ihr gehört. Die herauskopierte .part-Datei kriegt die Dateiendung .avi und kann dann gerettet werden. Nach der Rettung kann der Download im Filesharing-Programm beendet werden.
Eine kaputte AVI-Datei kann beispielsweise mit der Freeware VirtualDub eingelesen werden:
Im "Datei öffnen"-Dialog von VirtualDub MUSS das Feld "Popup extended open options" angekreuzt werden, bevor die defekte AVI-Datei geladen wird. Beim Laden der Videodatei erscheint dann ein zweiter Dialog mit weiteren Import-Optionen für den Ladevorgang. Hier ist die Option "Re-derive keyframe flags" anzukreuzen. Dann versucht VirtualDub, die Videodatei zu reparieren. VirtualDub macht das sehr gut, ist beim Reparieren von Keyframes allerdings extrem langsam!
Als schnellere Alternative kann das Freeware-Tool DivFix verwendet werden:
Die Freeware DivFix ist ein Reparaturtool für DivX-Videodateien. Sie hilft in vielen Fällen. Zum Retten vorhandener Teile einer Videodatei wird die Option "Cut out bad parts" markiert und dann der Button "Rebuild Index" gedrückt.
Beide Methoden - VirtualDub und DivFix - machen Sinn. Klappt es nicht schnell mit DivFix, wird für den zweiten Reparaturversuch das "langsamere" VirtualDub verwendet.