Für viele ist der Dateiexplorer eines der wichtigsten Tools bei Betriebssystemen. Und noch heute gibt es viele, die sich selbst mit den alten "Windows"-Dateiexplorern nicht anfreunden konnten, weil sie immer noch am uralten Konzept des "Norton Commander" für MSDOS festhängen. Anders lässt sich beispielsweise die Beliebtheit des "Norton-Clones" Total Commander kaum erklären:
Shareware "Total Commander": Hier lassen sich beispielsweise zwei Verzeichnisse nebeneinander darstellen und auch generell sind die Einstellmöglichkeiten gewaltig. Auch so was wie "vier Spalten", jeweils Baumstruktur und Verzeichnis links und rechts sind möglich. Fast irre: der "Total Commander" kostet rund 26 Euro und es gibt tatsächlich viele, die das für diesen alternativen Dateimanager blechen. Microsoft geht bei seinem Dateimanager schon lange einen eigenen Weg, eine Darstellungsmöglichkeit von zwei Verzeichnissen nebeneinander, gibt es schon lange nicht mehr.
Zum Vergleich: der alte XP-Dateiexplorer, daneben die Windows 7 Variante. Die Leerabstände beim neuen Dateiexplorer sind deutlich größer. Dadurch kriegt man viel weniger Inhalte auf einer Seite dargestellt. Wer mit großen Datenmassen hantiert, denn wird das schnell nerven. Eigentlich ein Jammer: gerade Windows 7 wird damit beworben, dass man es enorm flexibel einrichten kann, aber beim Dateiexplorer muss man sich größtenteils mit dem "Vorservierten" abfinden. Gruslig für viele ist es schon, wenn sie den Windows 7 Explorer erstmals starten:
Der Windows 7 Explorer startet standardmäßig immer in einem Bereich namens "Bibliotheken". Links geht der meiste Platz der "Baumdarstellung" für Favoriten- und Bibliotheken-Geraffel drauf. Es ist mühselig sich manuell zu einem bestimmten Verzeichnis auf einem Laufwerk hinzuklicken. Microsoft geht (wie bereits seit Vista) konsequent davon aus, dass die größte Zielgruppe für Windows totale Laien sind, die beispielsweise in "Systemverzeichnissen" nichts verloren haben, die sich am besten überhaupt nicht mit Laufwerkbuchstaben und Verzeichnissen beschäftigen sollen. Erfahrene Anwender kommen allerdings auch bei Windows 7 schnell in die Situation, dass sie beispielsweise an Systemverzeichnisse ran müssen und auch in großen Datenmassen manuell navigieren wollen. Hier erst mal die Grundmaßnahmen, die das Leben mit dem 7er Explorer erleichtern… Diskussion zum Beitrag |
Inhalt dieses Beitrags: 2. Windows 7 Dateiexplorer - das Ende des Durchblicks |