Windows 2000, XP
Die Verwandtschaft zwischen
NT und
Windows 2000 sowie XP ist sehr groß.
Der Bootvorgang ist derselbe, deshalb zählen auch alle damit verknüpften
Einschränkungen. Allerdings können diese beiden Betriebssysteme problemlos
mit FAT32-Partitionen umgehen.
Die Problematik mit dem finden von Systemdateien ab etwa 4 GByte ist bei
Windows 2000 noch vorhanden, bei XP scheint
Microsoft das Thema bereinigt zu
haben. Dafür gilt es weiter auf die
boot.ini zu achten.
Mit Windows 2000 hat Microsoft eine neue Art von Partitionen eingeführt, die "Dynamischen Datenträger". Damit realisiert Windows 2000 eine eigene
Partitionsverwaltung unabhängig vom
Master Boot Record und seiner
Partitionstabelle. Damit lassen sich während des laufenden Betriebs neue
Partitionen hinzufügen oder Laufwerke definieren, deren Daten über mehrere
Festplatten verstreut sind. Vor dem Einsatz dynamischer Datenträger ist
gerade auf Multiboot-Systemen nur zu warnen. Kein Partitionstool kann damit
umgehen, auch die Bootmanager streichen vor der Dynamik von Microsoft die
Segel. Sinn macht das ganze ohnehin nur auf einem Server, der Zugriff auf
gigantische Festplatten hat.
Linux
Am wenigsten Probleme macht Linux. Es lässt sich problemlos in einer
erweiterten
Partition in logischen Laufwerken unterbringen. Standardmäßig
legt zum Beispiel
Suse Linux drei logische Laufwerke an: Eine für das
Startsystem, eine als Arbeitspartition für Programme und Daten und eine
dritte für die Auslagerungsdatei (Swap-Laufwerk). Außerdem dürfen diese
Laufwerke auf einer beliebigen Festplatte liegen, also auch auf der zweiten
oder dritten. Neue Linux-Versionen, zum Beispiel Suse Linux ab 7.0 starten
auch von einer Partition hinter der 8-GByte-Grenze.
Die Unterstützung für Dateisysteme ist ebenfalls sehr breit. Neben den
diversen eigenen Systemen wie Ext2fs oder ReiserFS beherrscht Linux auch
alle FAT-Varianten. Der Zugriff auf NTFS4 (NT 4.0) funktioniert ebenfalls,
bei NTFS5 gibt es bisweilen Probleme. Eine Partition zum Datenaustausch
sollten Sie deshalb mit
FAT32 formatieren.
Standardmäßig installiert Linux seinen eigenen Bootmanager, Lilo. Wenn Sie
Linux mit einem anderen Bootmanager wie XOSL parallel zu Windows betreiben
wollen, müssen Sie eine Kleinigkeit beachten.
Lilo darf nicht im MBR
installiert sein, weil es dort vom Bootmanager überschrieben wird. Vielmehr
muss Lilo im
Bootsektor der Linux-Startpartition installiert sein. Das lässt
sich bei der
Installation von Suse Linux entsprechend einstellen. Auch eine
nachträgliche Installation von Lilo im Bootsektor ist machbar.
Von Wolfgang Nefzger.