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Darfs ein bisschen mehr sein?

Viele Betriebssysteme neben einander

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Welche Betriebssysteme?

Auch wenn es auf den ersten Blick trivial klingt: Legen Sie fest, welche Betriebssysteme Sie überhaupt parallel installieren wollen. Je nachdem, ob Sie Linux und Windows XP, Windows 98 und Windows 2000 plus Linux oder zwei Linux-Installationen haben wollen sehen die Konsequenzen anders aus.

Sie treffen damit eine Vorentscheidung, wie viele und wie große Partitionen Sie brauchen, welches Dateisystem die Partitionen haben sollen etc. Auch haben etliche Betriebssysteme besondere Einschränkungen: Sie funktionieren nur auf der ersten Festplatte im System, starten nicht nur von einer Partition in den ersten 8 GByte der Festplatte vertragen sich mit bestimmten Partitionskonstellationen. Diese Details lesen Sie weiter hinten in den Abschnitten zu den einzelnen Betriebssystemen.

Dateien austauschen

Wenn Sie eine dauerhafte Parallelinstallation von zwei Betriebssystemen wünschen stellt sich auch gleich die Frage nach dem Datenaustausch. Wollen Sie beispielsweise auf Ihre Brieftexte sowohl von Windows 98 als auch Windows XP zugreifen? Oder das MPG-Video sowohl von Linux als auch von Windows 2000 aus starten?

Am besten richten Sie eine eigene Partition ein, auf der Sie Ihre Dateien ablegen. Damit schlagen Sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:

- Der Datenaustausch ist eindeutig, Sie müssen nicht lange suchen wo welche Dateien abgelegt sind und ob es sich um Kopien handelt etc.

- Das Backup der Dateien ist simpel: Einfach alles sichern, was sich auf der Partition befindet. Ansonsten übersieht man immer irgendetwas, oder sichert unnötig viele Dateien.

- Der Abgleich mit einem zweiten PC, etwa dem Notebook ist einfacher.

Die entscheidende Frage ist hier das Dateisystem. Ein Partition auf einer Festplatte ist einfach nur ein reservierter Bereich. Das Dateisystem regelt, wie Dateien und Verzeichnisse gespeichert sind. Beinahe jedes Betriebssystem unterstützt sein eigenes Dateisystem. Seit DOS hat sich FAT16 etabliert (FAT = File Allocation Table). FAT16 kann bis zu 2 GByte große Partitionen verwalten und ist der kleinste gemeinsame Nenner. Nur wenn Sie wirklich alte DOS-Versionen (vor 5.0) installieren gibt es eine Einschränkung auf 32 MByte.

Mit Ausnahme der ersten Windows-95-Version unterstützen (fast) alle Microsoft-Betriebssysteme FAT32. Diese erweiterte FAT-Fassung kann nahezu beliebig große Partitionen verwalten. Windows 95B (auch OSR2 genannt), Windows 98, Windows me, Windows 2000 und Windows XP unterstützen FAT32. Nur Windows NT bis 4.0 kann damit nichts anfangen, lässt sich aber mit einem Treiber zur Zusammenarbeit überreden (www.sysinternals.com). Welche Betriebssysteme welche Dateisysteme standardmäßig unterstützen zeigt die Tabelle.

Dateisystem MS-DOS Windows 95 Windows 95 OSR2 Windows 98/SE/ME Windows NT 4.0 Windows 2000 Windows XP Linux
FAT16 ja ja ja ja ja ja ja ja
FAT32 - - ja ja - ja ja ja
NTFS 4 - - - - ja ja ja ja (Kernel 2.4)
NTFS 5 - - - - ja (ab Service Pack 4) ja ja ja (lesen)
Ext2FS - - - - - - - ja


Die Datentauschpartition sollte also mit FAT32 formatiert sein und möglichst innerhalb der ersten 8 GByte der Festplatte liegen. Wenn Sie modernere Betriebssysteme etwa ab Windows 98 einsetzen wollen spielt die 8-GByte-Grenze keine Rolle mehr (zumindest für die Datenpartition).

Eine wertvolle Hilfe kann beim Datenaustausch das Tool Partition Magic 8.0 von PowerQuest sein. Es kopiert Dateien zwischen allen Dateisystemen, die es unterstützt: FAT16/32, Linux Ext2 und Ext3, NTFS, HPFS von OS/2. Mehr über das Tool lesen Sie unter Partition Magic.


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