Öffentliche Dienste auf fremden Rechnern

Web Services verstehen und nutzen

XML-Webdienste sind und waren eines der Schlagworte mit denen .NET durch die Presse geistert. Dummerweise ist es gängigerweise so das praktisch niemand wirklich weiss was ein Web-Service eigentlich ist. Der Grund dafür ist einfach - es gibt nicht sonderlich viele davon und die sind auch noch gut versteckt. Der Effekt davon ist das sich das Schlagwort zwar verbreitet aber die tatsächliche Bedeutung nicht so recht klar wird. Dieser Beitrag ändert das - denn Sie werden einen eigenen Client für einen doch ziemlich hilfreichen Web-Service schreiben: Die Google-Search API. Von Thomas Wölfer

Zunächst einmal muss mit einem grundlegenden Missverständnis aufgeräumt werden das auch der etwas ungeschickten Namensgebung ‚Web-Service’ herrührt: Web-Services haben eigentlich mit dem Web nicht sonderlich viel zu tun. Der Grund für die Bezeichnung Web-Service ist einzig und allein die Tatsache das die Kommunikation zwischen dem WebService Client und dem WebService-Anbieter über HTTP stattfindet.

Dabei kommt aber kein Browser ins Spiel und auch die Auslieferung erfolgt nicht wirklich über einen Web-Server: Das HTTP Protokoll wird nur deshalb verwendet, weil man damit relativ leicht Daten durch Firewalls durchreichen kann.

Letzten Endes geht es bei WebServices nämlich darum das ein Client-Programm Funktionen aufruft die auf einem (entfernten) Server-Rechner ausgeführt werden mit dem das Client-Programm per TCP/IP verbunden ist. Das entspricht im Wesentlichen dem ganz normalen unter Windows bekannten RPC Aufrufen – sei es über OLE, über Automation oder über normales RPC. Diese Aufrufe haben aber immer dann Probleme wenn sich die beteiligten Rechner hinter Firewalls befinden, denn dabei werden mehr oder minder proprietäre Protokolle und auch immer eigenen TCP-Ports verwendet.

So etwas lassen Netzwerkadministratoren aber ungern zu – je mehr Dienste an irgendwelchen Ports horchen und je mehr proprietäre Protokolle und Anwendungen dabei im Spiel sind, um so unsicherer wird das Netz. Am liebsten haben es die Administratoren wenn einfach alles zu ist – nur macht das die Vernetzung halt ein bisschen sinnlos.

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