Darfs ein bisschen mehr sein?

Viele Betriebssysteme neben einander

Mit dem richtigen Know-How installieren Sie zwei oder mehr Betriebssysteme gleichzeitig auf der Festplatte. Beim PC-Start wählen Sie dann das gewünschte System aus. Von Wolfgang Nefzger.

Oft ist es wünschenswert, mehrere Betriebssysteme auf einem PC nebeneinander zu installieren. So können Sie eine zweite Version von Windows ausprobieren oder getrennte Versionen für das Homebanking sowie Internet und Spiele verwenden. Oder Sie nutzen normalerweise Linux, brauchen aber gelegentlich doch Windows. Gründe gibt es viele und mit ein bisschen Planung ist es nicht schwierig.

Vorher planen

Bevor Sie die Parallelinstallation mehrerer Betriebssysteme anpacken sollten Sie sich ein paar Gedanken machen:

- Wie sichern Sie die wichtigsten Dateien? (Im Zweifelsfall geht immer etwas schief)

- Welche Betriebssysteme wollen Sie überhaupt installieren?

- Wollen Sie Dateien zwischen den Betriebssystemen austauschen?

- Wollen Sie ein Probeinstallation auf Zeit oder eine dauerhafte Parallelinstallation?

- Wie ist meine Festplatte aktuell aufgeteilt, was muss ich ändern?

Dateien sichern

Die wichtigste Aufgabe im Vorfeld ist das Backup wichtiger Dateien. Selbst erfahrene Partitionsprofis machen Fehler, die einen kompletten Datenverlust (oder viel Arbeit) verursachen können. Beim Backup geht es weniger um Windows und installierte Programme: Hier genügt es entsprechende Installations-CDs parat zu haben.

Die einfachste Lösung ist eine Disk Imager wie Norton Ghost oder Drive Image. Damit sichern Sie eine komplette Partition (oder auch eine ganze Festplatte mit mehreren Partitionen) in einer großen Datei. Später genügt es dann, diese Image-Datei wieder auf die Festplatte zurückzuspielen, um den ursprünglichen Zustand zu restaurieren.

Am besten ist diese Image-Datei auf einem separaten Datenträger, beispielsweise eine (oder mehrere) CD-ROMs oder einer Wechselfestplatte aufgehoben. Die aktuellen Disk Imager können zum Beispiel direkt CD-ROMs beschreiben oder unterstützen Festplatten mit USB- oder Firewire-Anschluss. Eine Image-Datei auf einer extra Partition der Festplatte im PC zu speichern ist nur die zweitbeste Lösung -- Sie laufen Gefahr, mit einem Fehler beim Partitionieren auch das Image zu zerstören. Sie sollten auf jeden Fall auch ausprobieren, ob der Zugriff auf das Image per Bootdiskette (oder bootfähiger Image-CD) tatsächlich funktioniert.

Wenn Ihnen ein Image zu aufwändig ist sollten Sie zumindest alle selbst erzeugten auf CD-ROM sichern. Denken Sie an Briefe im Word-Format, Excel-Tabellen oder die Sammlung mit den gescannten Urlaubsfotos. Dieses Material lässt sich nur schwer oder eventuell gar nicht mehr wiederherstellen.

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