Hardware perfekt konfigurierenPRAXIS: USB total -Troubleshooting, Tipps&Tricks
Moderne Zeiten: Böser USB-Interrupt legt Grafikkarte lahm Heikle Angelegenheit: Doch so einfach ist die Installation von USB nicht – vor allem wenn viele Steckkarten im System zu finden sind. PCI-IRQ-Holder hier und dort – es wird verdammt eng, gerade unter Windows 98: Hier mopst sich USB einen ganzen IRQ und nimmt keine Rücksicht auf Verluste. Hier brauchst Du Dich nicht wundern, wenn die Grafikkarte nur mit Standard-VGA arbeitet oder der Scanner nicht mehr will – Interruptkonflikte pur!
Ist die Installation von USB überstanden, dann folgt der nächste Streich: Der Anschluß von USB-Komponenten. Diese benötigen im Betrieb extreme Prozessorressourcen: Durch die USB-Signale als auch durch das Laden von Programmen beziehungsweise das Abrufen von Daten von einem Laufwerk schnellt die Prozessorbelastung in die Höhe – der Rechner ist für andere Aufgaben blockiert. Hast Du nebenbei ein Dokument in der Textverarbeitung offen, liest im Internet die neuesten Nachrichten: All das kannst Du vergessen – der Prozessor widmet sich ausschließlich dem USB-Gerät. Und das oft nicht richtig. Wird der Prozessor überstrapaziert, dann werden die Signale des USB-Gerätes nicht korrekt ausgeführt und die Kiste schmiert ab.
Angeschlossene USB-Geräte werden in der Systemsteuerung unter „Universeller serieller Bus Controller“ aufgelistet – dort kannst Du manuell eingreifen! Die USB-Komponenten sind wie gewohnt in der Systemsteuerung zu finden – dort kannst Du Hand anlegen und die Geräte konfigurieren. Ist der Universal Serial Bus-Controller im Geräte-Manager nicht aufgeführt, dann ist die USB-Unterstützung im BIOS Deines Computers möglicherweise nicht aktiviert (siehe Abschnitt zuvor). Kommt es zu Problemen, dann ist guter Rat teuer: Ein Standardrezept wie DMA-Modus bei Laufwerken bringen manchmal Besserung. Hast Du beispielsweise ein Festplattenlaufwerk oder ein CD-ROM am EIDE-Kanal angeschlossen, dann kannst Du unter Umständen diesen Laufwerken einen DMA-Kanal zuweisen – falls dieses auch DMA unterstützt. Die Folge: Die Prozessorbelastung steigt nicht mehr so stark an, da die Datenübertragung ohne Prozessorüberwachung durch „Direct Memory Access“-Mechanismus erfolgt. Diese Methode wirkt manchmal auch dann, wenn die USB-Daten und Steuersignale nicht oder nur fehlerhaft übertragen werden. Kann Dein Mainboard und/oder die EIDE-Komponenten kein DMA – dann hast Du ihn, den Bremsklotz! Eine weitere Lächerlichkeit von USB: Wenn Du Windows 98 in den MS-DOS-Modus zwingst, dann kann es Dir passieren, daß Windows 98 einen schweren Ausnahmefehler anzeigt oder der Computer nicht mehr reagiert. Die Fehlersuche ist grausam: Kein Interrupt- oder DMA-Konflikt, alle Geräte ordnungsgemäß angeschlossen, die Treiber sind aktuell – eigentlich alles bestens. Selbst das Neuinstallieren von USB-Treibern bringt hier nichts.
Die Lösung: Hier musst Du das USB-Gerät vom Computer abklemmen, bevor der Computer im MS-DOS-Modus neu gestartet werden kann. Läuft der Computer im MS-DOS-Modus, dann darfst Du wieder unter den Schreibtisch kriechen und das USB-Kabel wieder einstöpseln. |
