Mit technischen Daten lassen sich Billigplayer kaum noch attraktiv machen. Fast alle Herstellern kaufen "ähnliche" Bauteile ein und entsprechend "identisch" sind die technischen Leistungsmerkmale. Seit einiger Zeit kämpfen deshalb auch die Billighersteller um attraktive Extras:
Inzwischen bieten auch Billiggeräte Extras wie USB-Schnittstelle und Kartenleser.
Im obigen Bild wirbt Micromaxx (Medion) bei einem Player damit, dass sich über die USB-Schnittstelle und den Kartenleser auch DivX, MP3 und JPEG abspielen lassen. Dank Kartenleser kann man beispielsweise eine Speicherkarte vom digitalen Fotoapparat als Diashow auf dem TV präsentieren. Das funktioniert in der Praxis auch.
Kartenschlitz eines Players: Der hier schluckt SD-Karten und Memorysticks. Das Compact Flash Format fehlt hier, andere Player haben es ebenfalls.
Leider sind die Player beim Decodieren großer JPG-Billddaten meist große Lahmärsche. Es dauert eine halbe Ewigkeit bis ein 3 MByte Foto zeilenweise auf dem TV aufgebaut ist, die Diashow wird zur Nervenfolter. Hier gibt es eigentlich nur einen Trick: Die Fotos am PC auf die Auflösung eines TV herunterskalieren (720x576 Bildpunkte im Fall eines PAL-TVs) und sinnvoll komprimieren. "Kleine" Bilddateien können Player schneller darstellen. Die Idee - Karte aus Kamera raus, rein in Player, angucken - ist also kritisch in der Praxis.
Interessanter wird die Sache schon bei einer vorhandenen USB-Schnittstelle. In der Regel schweigen sich die Hersteller darüber tot, um WELCHEN USB-Standard er sich hier handelt und WAS mit dieser USB-Schnittstelle am Player überhaupt anzufangen ist.
Manual von Medion DVD-Player: Keine brauchbaren Hinweise zur USB-Schnittstelle.
Im Medion Manual wird der auf der Verpackung groß beworbene USB-Anschluss recht kümmerlich dem Satz "Speicherkarte/USB-Memory Stick einlegen" abgefeiert. Tatsächlich lässt sich mit so einer USB-Buchse am Player noch viel mehr anfangen - beispielsweise eine externe Festplatte dranhängen.
Noch ein echter Luxus bei Player ist ein Netzwerk-Anschluss. Damit kann ein Player per LAN an einen PC angeschlossen werden und auf dessen Mediadateien zugreifen.
Der Avel LinkPlayer2 ist einer der wenigen Player, die auch einen LAN-Ethernet-Anschluß bieten.
Inzwischen gibt es im Handel diverse "Multimedia-Stationen", die über einen LAN-Anschluß verfügen. Ein DVD-/DivX-Player mit LAN-Anschluß erfüllt den gleichen Zweck, hat aber noch zusätzlich ein Laufwerk zum Abspielen von Scheiben drinnen.