Bei der Bildgrösse gibt es leider nur zwei Standardmethoden: VIEL ZU GROSS (Overscan) oder VIEL ZU KLEIN (Underscan). In beiden Fällen kommt am TV ein unbrauchbares Ergebnis raus: Underscan ![]() In diesem Modus ist das "ganze" Bild am TV zu sehen und es lässt sich auch positionieren. Leider versauen fette schwarze Ränder den Spass. Overscan ![]() Hier gibt's am TV keinerlei schwarze Ränder, aber es geht viel Bildinformation verloren, das Bild ist "zu gross".
Zur Verteidigung der PC-Hersteller sei gesagt: Das Problem kommt
eigenlich aus der TV-Welt. Fernseher sind "primitive"
Geräte und Feineinstellung kostet Zeit und Geld. Aus diesem
Grund wurde "Overscan" eingeführt - es erspart
den TV-Herstellern eine aufwendige Justage durchzuführen.
Und auch Kundenstress: Ein Standard-TV-Konsument weiss schliesslich
gar nicht, dass er nicht das ganze Bild zu sehen kriegt. Bei schwarzen
Rändern würde er allerdings sauer werden. Rund 7-8 Prozent
Bildgrösse gehen durch Overscan verloren. UND LEIDER gibt
es welche, die diese Tatsache gnadenlos ausnutzen. Wer sich beispielsweise
das Bild eines VHS-Videorecorders im Video-In-Fenster am PC-Monitor
anguckt stellt oft fest, dass das Bild schwarze Ränder oder
"unsaubere" Ränder hat. Diverse Wiedergabegeräte
kalkulieren also Overscan gleich ein und arbeiten mit entsprechend
geringerer "Aufzeichnungsgrösse". Damit sollte
Dir klar sein, dass ES KEINE PERFEKTE EINSTELLUNG GEBEN KANN.
Wenn das Videoausgangs-Bild pixelgenau auf den TV justiert wird,
ist es zwar für PC-Grafikwiedergabe perfekt, aber nicht unbedingt
für die Wiedergabe von digitalem Video. Denn: Wer alte VHS-Cassetten
mit dem PC aufnimmt, zeichnet logischerweise auch die "schwarzen"/"unsauberen"
Randbereich des Bands auf. So oder so: Ein guter TV-/Videoausgang
sollte sich flexibel und in möglichst kleinen Abstufungen
justieren lassen. Das ist die einzige Chance das beste rausholen
zu können. Leider sind die meisten verbauten TV-Ausgang-Chips
nicht in der Lage, das auszugebende Bild stufenlos einzustellen,
was die Ideallösung wäre. Entsprechend kitzlig ist das
Zusammenspiel zwischen Grafikkarten-TV-Ausgang und Fernseher.
Hier spielt die Treiberqualität eine entscheidende Rolle
- viele Grafikkarten-Hersteller überzeugen dabei nicht! Abhilfe
schaffen spezielle TV-Ausgang-Tools, mit denen sich die Bildlage-
und Größe besser einstellen läßt. Diese
Tools sind leider nicht für jede Grafikkarte erhältlich!
Du musst Dich also bereits vor dem Kauf einer Karte schlau machen,
wie es um die schwarzen Ränder steht und OB ES ÜBERHAUPT
eine Chance gibt sie wegzukriegen! Schlau machen heisst, die Sache
beispielsweise im Grafik-Diskussionsbereich auf www.nickles.de
zu informieren.
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