Buntes Treiben mit Treibern

Wenn der Treiber schuld ist...

'Das muß am Treiber liegen' oder 'Der Treiber ist veraltet' ist eine oft gemachte Aussage. Was aber tun diese 'Treiber' eigentlich und was macht sie so wichtig? Der folgende Text erklärt alles über Treiber, deren Funktionsweisen, Arten und Aufgaben. Von Thomas Wölfer.

Treiber tun die unterschiedlichsten Dinge, werden manchmal nur von anderen Treibern verwendet und tauchen an den verschiedensten Stellen im Betriebssystem auf. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Jeder Treiber ist Teil einer Softwareschicht die einer 'höher' gelegenen Softwareschicht eine Funktionalität zur Verfügung stellt.

Ein Bildschirmtreiber stellt beispielsweise die Funktionalität 'Zugriff auf die Graphikkarte' an eine höher stehende Softwareschicht - in diesem Fall dem Betriebssystem - zur Verfügung. Das Betriebssystem stellt nun seinerseits standartisierte Funktionen zur Verfügung, mit denen Anwendungsprogramme Graphiken anhand der Graphikkarte ausgeben können. Verwendet also eine Anwendung eine Betriebssystemfunktion zur Ausgabe einer Graphik, so gibt das Betriebssystem diesen Befehl an den oder die passenden Treiberbefehle weiter; der Treiber kümmert sich dann um die tatsächliche Anzeige.

Nun liegen Treiber meist in Form von Programmen vor - zwar haben Treiber praktisch nie die Dateierweiterung .EXE, doch enthalten die Treiberdateien immer ausführbaren Programmcode. Der Grund dafür das Treiber als Programmdateien vorliegen liegt in der Tatsache begründet, das die nach 'oben' ans Betreibssystem weitergereichte Funktionalität für eine gegebene Problematik immer identisch sein soll, während sich die tatsächlich vorhandene Hardware meist unterscheidet: Ein Treiber kümmert sich also im wesentlichen darum, das unterschiedliche Hardware vom gleichen Typ (zum Beispiel verschiedene Graphikkarten) mit einem identischen, abstrakten Zugang versehen werden.

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