Vergleich MPEG4 Tools

DivX leicht gemacht

Schnell und einfach MPEG4-Filme aus DVDs oder TV-Aufnahmen erzeugen - mit welchen Tools geht das zur Zeit am besten? Das haben wir uns gefragt und eine Reihe Freeware-Tools auf Bedienbarkeit und Funktionen untersucht. Neben alten Bekannten gibt es auch einen überraschenden Neuzugang. Von Burkhard Müller.

Ausgangsmaterial und Testkriterien
1. DVB-Aufnahme

Auflösung: 704 x 576 (cropped D1), 1057 Frames Aspect Ratio: 16:9, anamorph Frame-Rate: 25.00 fps Ton: MPEG-1, Layer 2, 48 kHz, Stereo, 192 kbps

Eine mit ProgDVB hergestellte PVA-Aufnahme wurde mit PVAStrumento 2.0.30 in eine MPG-Datei konvertiert. Anschließend wurde diese Datei mit DVD2AVI 1.76 demuxed und die Projektdatei (d2v-Datei) angelegt. Mit der d2v- und der mpa-Audio-Datei wurden die Tools gefüttert.

2. DVD-Rip

Auflösung: 720 x 576 (D1), 405 Frames Aspect Ratio: 16:9, anamorph Frame-Rate: 25.00 fps Ton: AC3 6-Kanal, 48 kHz, 386 Kbit/s

Mit Chopper XP 2.6 wurde eine kurze Testsequenz aus der DVD „Speed” geschnitten. Dabei werden einige Frames der AC3-Spur am Anfang sowie am Ende zerstört (der Ton ist aber im Prinzip noch erhalten) – ein Umstand auf den die Tools unterschiedlich reagieren. Diese VOB-Datei wurde mit DVD2AVI demuxed und die DivX-Tools mit der d2v-Projektdatei sowie der deutschen AC3-Datei gefüttert.
Zielformat: Als Zielformat wurde bei allen Tools DivX 5.05 (sofern möglich) mit einer Tonspur als MP3 cbr erzeugt. Sofern es die Tools erlauben, wurde ein OGM-Container hergestellt.

Testkriterien
Wir wollen wissen, wie kompliziert es ist, mit den untersuchten Tools einen MPEG4-Film zu erzeugen. Da nur der DivX 5.0.5-Codec zum Einsatz kommt, ist die Qualität der Encodings durchweg hoch und weniger ein Testkriterium. Unterschiede gibt es zum Beispiel darin, wie das Bild resized wird – das hat natürlich Auswirkungen auf die Qualität.

Kriterien sind: Welche und wie viel Einstellungen erlaubt ein Tool? Wie kann das Bild manipuliert werden? Gibt es Autocrop? Gibt es Filter zur Manipulation des Bildes? Wie viele und welche Tonspuren können verarbeitet werden? Sind Untertitel möglich? In welchen Formaten? Die Tabelle am Ende dieses Artikels zeigt diese und weitere Features in der Übersicht. Wie ist das Handling insgesamt? Muss man sich lange einarbeiten oder ist das Tool weitgehend selbsterklärend?

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