Tablets und Notebooks

TEST: Microsofts Surface Tablet schonungslos rangenommen

Die „Surface Tablets“ sind Microsofts erste eigene „PCs“ überhaupt. Und drum ist das Interesse an diesen Dingern enorm. Tests wurden bereits viele veröffentlicht, selten gingen die Meinungen so krass auseinander: von irrer Lobsudelei bis hin wütenden Schimpforgien. Was ist also wirklich dran an Microsofts Surface-Tablet-Geräten?

Microsoft Surface RT Tablet in Pink: schicke Optik. Aber Optik reicht nicht. (Foto: Microsoft)

Microsoft ist verzweifelt. Noch ist Windows das weltweit am meisten verbreitete Betriebssystem. Aber nur dann, wenn man den Desktop-PC-Markt rechnet. Bei Smartphones und Tablets ist der Zug für Microsoft schon lange abgefahren, Apple und Google dominieren diese Ecke haushoch.

Und die Leistung von Smartphones und Tablets nimmt mit irrem Tempo zu. Sehr bald, wird es (von extremen Ausnahmefällen abgesehen) keine fetten PC-Gehäuse unter dem Tisch mehr brauchen. Das „Smartphone“ mit 64-Kern-CPU und 32 GByte Arbeitsspeicher verbindet sich bei Bedarf einfach drahtlos mit mehreren verfügbaren Displays, Tastaturen und Eingabemedien, schafft damit einen beliebig effektiven PC-Arbeitsplatz.

Software wie Office und Co teuer kaufen wird flachfallen – das spielt sich (für jedermann bezahlbar) über Wolkendienste (Cloud) ab. Auch an die Stelle von fetten Festplatten wird die Cloud treten. Ja, viele haben Angst davor, ihre Terabytes an geklauten Spielfilmen, Pornos, Musik und Raubkopien irgendeinem Cloud-Anbieter anzuvertrauen. Aber sobald das „Verschlüsselungsproblem“ vertrauenswürdig gelöst ist, wird sich die Masse der Nutzer darauf einlassen – oder wenn der Preis stimmt. Momentan sind ein paar Terabyte Speicherplatz noch teuer, aber die Preise werden ins bodenlose stürzen.

Ein echtes Problem für Microsoft: um Anwendungen aus der Cloud nutzen zu können, braucht es eigentlich nur einen „Browser“. Und den hat heute jedes Gerät, jedes Betriebssystem. Dafür braucht es kein Windows. Cloud-Dienste schießen ebenfalls wie Pilze aus dem Boden, der Preiskrieg nimmt Fahrt auf. Und Cloud ist halt irgendwie Cloud – es muss keine von Microsoft sein.

Das alles weiß Microsoft natürlich. Betriebssysteme und Office Pakete werden nicht mehr ausreichen um langfristig mitmischen zu können. Es braucht viel mehr, etwas Einzigartiges, das kein anderer zu bieten hat. Und Windows 8/RT ist exakt das riskante verzweifelte Experiment, genau diese Einzigartigkeit zu schaffen.

Und die Surface-Tablets sind ein Eckpfeiler dieses Experiments.

Microsoft Surface RT Tablet in Pink: schicke Optik. Aber Optik reicht nicht. (Foto: Microsoft)
Die Unterschiede seiner Tablets erklärt Microsoft hier:
Microsoft Surface-Tablet von der Seite, mit angedockter Tastatur. Das ist ohne wenn und aber ein verdammt schickes Teil. Tablet und Tastatur zusammen wiegen zusammen rund 880 Gramm. Zum „Notebook“ gemorpht wiegt das Surface also eher wenige als das leichteste Ultrabook oder Netbook (um 1.000 Gramm). (Foto: Microsoft)
Bei der Surface-TV-Werbung und auf den offiziellen Webseiten zeigt Microsoft das Gerät niemals nackt im Tablet-Betrieb. Es wird eigentlich immer nur in Verbindung mit einer Tastatur gezeigt. Es soll klar herausgestellt werden, dass dieses Ding eben nicht nur ein Tablet sein soll, sondern mehr: ganz individuell nach Bedarf eben Tablet oder Laptop. (Foto: Microsoft)
Samsung bietet als Zubehör für seine Tablets eine Bluetooth-Tastatur für 100 Euro an.
Beispiel Ebay: Hier wird für das Samsung Galaxy Android-Tablet eine Lederschutztasche inklusive Blutooth-Tastatur für 29 Euro angeboten (inklusive Versandkosten). Auch für das Ipad gibt es zig ähnliche Lösungen in dieser Preisecke.
Zum Test traf eines der fetten Pakete von Microsoft ein, die derzeit die „Testlabors“ durchwandern. Das übliche Bestechungsgeld unter dem Styropor, hatte vermutlich leider schon ein Tester vor mir rausgeholt (das war ein Witz).
Das Testpaket für Journalisten: drinnen ist fast alles, was es für Surface aktuell gibt. Das Tablet, drei verschiedenfarbige Touch-Cover, ein schwarzes Type-Cover. Außerdem: Netzteil, VGA-Adapter, HD-Video-Adapter, eine SD-Karte und ein USB-Speicherstick.
Das eigentliche Surface-Tablet gibt es nur in schwarz, die Schutzhüllen sind in den hier gezeigten Farben erhältlich. (Foto: Microsoft)
Microsoft hat eine 64 GByte große microSD-Speicherkarte beigepackt. Viele aktuelle noch im Handel befindliche Geräte mit microSD-Steckplatz verkraften maximal eine 32 GByte microSD-Karte (und dieses Limit wird gerne verschwiegen).
Das Surface-Tablet von vorne, also das Display. Okay – das Foto ist nicht fair, das Licht fällt schon sehr ungünstig drauf. So versifft sah es bei „normalem“ Lichteinfall nicht aus. Mein Kollege Dieter (der es vorher zum Test hatte) war ganz offensichtlich zu faul es sauber zu wischen. Aber so ist das halt nun mal bei glänzenden Touch-Displays, auf denen rumgefingert wird. Sie versiffen schnell – da kann weder Gorillaglas in der Version N noch Microsoft was dran ändern. Dieses Problem teilen sich alle Tablets.
Kurz drübergewischt und das Surface-Display glänzt und spiegelt blitzeblank (Ja, ich habe eine Holzpanelendecke im Wohnzimmer).
Die Rückseite fühlt sich „metallisch“ an, ist glatt - so eine „Magnesium-Verschalung“ halt.
Im „Making Of“-Video zeigt Microsoft, dass diverse Falltests durchgeführt wurden. Dass das Gorilla-Glas extrem kratzfest ist, glaube ich auch definitiv.
Der Stromstecker des Netzteils schnappt sich am Tablet-Gehäuse an der vorgesehenen Stelle magnetisch fest und liegt dann flach an. Das ist schick und auch clever. Wenn man das Tablet lädt und es gleichzeitig benutzen will, steht kein langer Stecker ab.
Der Display-Rand ist nach hinten abgeschrägt. So richtig angenehm mit beiden Händen halten, lässt sich das Ding nicht.
Hier wird das Surface hochkant gehalten. Das ist theoretisch die typische Haltung um beispielsweise eine „digitale Zeitung“ oder ein „digitales Magazin“ zu lesen.
Hier noch vergleichsweise mein billiges 100 Android Smartphone von Lidl als Ebook-Reader. Das klappt super bequem mit einer Hand – sogar das Umblättern der Seiten. Es ist halt ein Unterschied, ob man rund 100 Gramm oder über ein „ein halbes Kilo“ halten muss. Außerdem: einen größeren echten und ebenfalls handlichen Ebook-Reader kriegt man inzwischen ab rund 50 Euro.
Da ich den Fotoapparat in der anderen Hand halten musste, sieht man hier nur meine linke Hand am Tablet.
In dieser Haltung schaffen es die beiden Daumen mühelos jeweils zur Bildmitte, die virtuelle  Tastatur ist komplett erreichbar.
Beim Hochkanthalten gibt es einen größeren Hebeleffekt als beim Querhalten. Und oben abstützen kann man das Tablet auch nirgendwo. Bereits nach wenigen Minuten (oder Sekunden?), drohen die Daumen „abzubrechen“. An dieser Stelle bitte noch bedenken: das Surface RT wiegt "nur" 680 Gramm, das Surface mit Windows 8 Pro gar 900 Gramm (bei gleicher Breite x Höhe Abmessung).
Bei Methode 3 wird die virtuelle Tastatur in drei Blöcke aufgeteilt. Links und rechts (für die Daumen erreichbar) die Buchstaben, in der Mitte der Ziffernblock.
Beim Ausfüllen von Formularen auf Webseiten (im einfachsten Fall zwei für Benutzername und Passwort) ärgert es, dass es auf den virtuellen Tastaturen nicht konsequent eine Tab-Taste gibt. Man muss die jeweiligen Eingabefelder also auf dem Touchdisplay mit einem Finger antippen, was recht fickrig sein kann.
Immerhin bei dieser Bildschirmtastaturvariante gibt es eine „TAB-Taste“ (mittlerer  Ziffernblock unten links). Und im rechten Block gibt es sogar eine „.com“-Taste um amerikanische URLs schneller vervollständigen zu können. Auch im deutschen Tastaturmodus wird hier „.com“ und nicht „.de“ angezeigt. Diese Kritik ist natürlich Erbsenzählerei.
Links das Touch-Cover für 120 Euro, rechts das Type-Cover für 130 Euro. Das Touch-Cover ist etwas flacher und fühlt sich an wie ein leicht angerauter Karton. Das Type-Cover hat „echte“ Tasten mit einem spürbaren Druckpunkt.
Beim 120 Euro „günstigen“ Touch-Cover (links) kann man schon optisch erahnen, dass es gewöhnungsbedürftig ist. Beim 130 Euro „teuren“ Type-Cover (rechts) sieht es optisch durchaus brauchbar aus.
Die Eingabe-Taste ist bei den Surface-Tablet sehr schmal. Wie toll sich mit den Rauf-/Runter-Pfeiltasten navigieren lässt, kann jeder selbst erahnen.
Die gleichen Grausamkeiten bestehen auch beim Touch-Cover: die arg dünne Eingabetaste und der Pfeiltasten-Block. Eine derart blöde Platzierung der Pfeil-rauf/runter-Tasten habe ich noch nie zuvor gesehen. Besonders schade: es wäre eigentlich mehr als genug Platz gewesen (nach unten) um das sinnvoller zu machen.
Die Rückseite des schwarzen Cover, also die Ummantelung ist eine Art grauer „Filzstoff“. Dieser Stoff sieht hässlich aus, fühlt sich widerlich an.
Das Touchpad der Touch-Tastatur. Der Designer hat sich entschieden die Leertaste nur „anzudeuten“ sie hat unten keinen Rand. Das Touchpad unten hat ebenfalls keinerlei Druckpunkt und ist recht klein. Gerade beim Touchpad nervt die „bröslige“ Oberfläche des Touch-Covers, die sich wie feines Schmirgelpapier anfühlt, enorm. Es ist mir ein Rätsel, warum das in Testberichten fast nie angemerkt wird.
Das Touchpad der Type-Tastatur ist immerhin glatt, fühlt sich nicht ekelhaft rau an, ist aber genauso „klein“ wie bei der Touch-Tastatur.
Eine gängige ist die, dass ein Finger einfach am Rand des Touchpads aufgesetzt und „rauf/runter“-gewischt wird um das Mausrad zu simulieren. Das geht bei den Surface-Touchpads nicht.
Microsoft hat sich für die Zwei-Finger-Methode entschieden. Dabei müssen zwei Finger nebeneinander auf das Pad gesetzt und rauf/runter bewegt werden.
Am rechten Rand hat das Surface eine USB-Buchse, die ein richtiger USB-Host-Adapter ist. Hier können USB-Massenspeicher angeschlossen werden und auch gängige USB-Geräte wie USB-Tastaturen und USB-Mäuse. Auch mein kleiner USB-Adapter für meine Funkmaus wurde augenblicklich erkannt. Für derlei Geräte hat auch Windows RT passende Standardtreiber vorrätig. Flexibler bezüglich anderen USB-Geräten ist man natürlich mit einem Tablet mit richtigem Windows 8.
Den Ständer rausklappen ist etwas fummlig, aber mit der Zeit schafft man es passabel flott. Auch ohne Tastatur kann man diesen Ständer beispielsweise dazu verwenden um das Tablet als absurd teuren digitalen Bilderrahmen einzusetzen.
Variante 1: Display mit aufgeklapptem Aufsteller. Das Display steht in dieser Position zu steil um irgendwie damit arbeiten zu können und weiter kippen geht nicht.
Variante 2: Auf den Aufstellmechanismus wird verzichtet. Das Display liegt dann komplett flach auf den Oberschenkeln auf. Und ist auch in diesem Winkel nicht wirklich brauchbar nutzbar.
Samsung wirbt mit:
Wird an einem Windows 8/RT Tablet ein USB-Speicherstick mit Dateien angesteckt, dann schaltet das System rüber zum alten Desktop und startet den Windows Datei-Explorer. Dort kann dann beispielsweise ein Bild oder ein Video ausgewählt werden - und dann springt das System zurück zur zuständigen Modern UI App, die sich um die Wiedergabe kümmert.
Beispiel Gigabyte S1185 Full-HD-Tablet mit Windows 8. Auch bei diesem Tablet im breiten 16:9 Format befindet sich die "Startseiten-Taste" unbequem unten in der Bildmitte. (Foto: Gigabyte)
Links von der USB-Buchse befindet sich der winzige Videoausgang des Tablets.
Hier ein VGA-Adapter am HDMI-Ausgang des Tablets. Leider ist das Kabelstück vom Mini-Videostecker zur VGA-Buchse sehr kurz, toll und flexibel ist dieser Aufbau nicht gerade.
Der externe Videoausgang lässt sich wie gewohnt nutzen: Klon-Modus, als erweiterter Desktop oder nur extern. Leider hat es auch dieser Einstelldialog nicht ins "Modern UI"-Gewand geschafft. Ohne Tastatur/Maus ist es also fickrig, Einstellungen durchzuführen.
Microsoft Surface Werbung: es wird klar hervorgehoben, dass auch ein großer Bildschirm willkommen ist.
Flipper-Test: Pinball FX lief auf dem großen Display zwar mit toller Auflösung, aber viel zu lahm. Ein Blick auf den Taskmanager zeigte, dass die CPU nur zu rund 36 Prozent ausgelastet wurde.
Hier wurde ein Video abgespielt. Auch das scheiterte kläglich mit einer Ruckelorgie - obwohl die CPU nur mit lächerlichen 16 Prozent belastet wurde.
Hier wurde der externe Bildschirm als Hauptanzeige eingestellt, das Tablet-Display ausgeschaltet. Auch das brachte leider bei keinem Testszenario eine Besserung - es blieb alles elend langsam.
Mein Arbeitsplatz. Der Desktop-Rechner unten rechts wurde abgeklemmt, das Surface RT Tablet kriegte alles was ging. Dunkel blieb nur mein zweiter Bildschirm (rechts im Bild) - das Tablet kann halt nur einen externen Bildschirm ansteuern.
Hier wurde an den Host-fähigen USB-Anschluss des Tablets erstmal ein USB-Verteiler angesteckt. An den kamen dann eine normale USB-Maus, eine USB-Tastatur und auch noch ein USB-Speicherstick dran.
Durchaus zu loben ist, dass sich das RT-Tablet sehr simpel einrichten lässt. Nach dem ersten Start komplettiert es recht flott seine Windows-Installation, erkennt die verfügbaren WLAN-Netze, bittet eins auszuwählen und fertig. Auch ein Laie kriegt das Teil schnell hoch und zum Laufen. Ratsam ist ein sehr flottes WLAN! Bereits kurz nach Marktauftritt des Surface RT Tablets gab es "zig hundert MByte" Updates, die installiert werden mussten.
Spaß hat auch gemacht, dass das Tablet einen richtigen vollwertigen USB-Anschluss mit normaler Buchsengröße hat. Per USB-Hub ließen sich wie hier im Bild zu sehen "mal eben so" ein USB-Speicherstick und eine USB-Maus anschließen. Das ist bei Tablets anderer Hersteller keine Selbstverständlichkeit. Da kriegt man höchstens so einen winzigen "Micro USB"-Anschluss, für den es dann wieder einen Adapter braucht.
Das Surface Pro sieht prinzipiell wie das Surface RT aus. Es ist aber dicker (13,5mm statt 10mm), schwerer (900 Gramm statt 680 Gramm) und hat Intel- statt ARM-Architektur drinnen. Das Display ist zwar ebenfalls nur 10 Zoll groß, hat statt "nur" 1.366 x 768 aber Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten. (Foto: Microsoft)
Microsoft Surface RT Tablet in Pink: schicke Optik. Aber Optik reicht nicht. (Foto: Microsoft)
Die Unterschiede seiner Tablets erklärt Microsoft hier:
Microsoft Surface-Tablet von der Seite, mit angedockter Tastatur. Das ist ohne wenn und aber ein verdammt schickes Teil. Tablet und Tastatur zusammen wiegen zusammen rund 880 Gramm. Zum „Notebook“ gemorpht wiegt das Surface also eher wenige als das leichteste Ultrabook oder Netbook (um 1.000 Gramm). (Foto: Microsoft)
Bei der Surface-TV-Werbung und auf den offiziellen Webseiten zeigt Microsoft das Gerät niemals nackt im Tablet-Betrieb. Es wird eigentlich immer nur in Verbindung mit einer Tastatur gezeigt. Es soll klar herausgestellt werden, dass dieses Ding eben nicht nur ein Tablet sein soll, sondern mehr: ganz individuell nach Bedarf eben Tablet oder Laptop. (Foto: Microsoft)
Samsung bietet als Zubehör für seine Tablets eine Bluetooth-Tastatur für 100 Euro an.
Beispiel Ebay: Hier wird für das Samsung Galaxy Android-Tablet eine Lederschutztasche inklusive Blutooth-Tastatur für 29 Euro angeboten (inklusive Versandkosten). Auch für das Ipad gibt es zig ähnliche Lösungen in dieser Preisecke.
Zum Test traf eines der fetten Pakete von Microsoft ein, die derzeit die „Testlabors“ durchwandern. Das übliche Bestechungsgeld unter dem Styropor, hatte vermutlich leider schon ein Tester vor mir rausgeholt (das war ein Witz).
Das Testpaket für Journalisten: drinnen ist fast alles, was es für Surface aktuell gibt. Das Tablet, drei verschiedenfarbige Touch-Cover, ein schwarzes Type-Cover. Außerdem: Netzteil, VGA-Adapter, HD-Video-Adapter, eine SD-Karte und ein USB-Speicherstick.
Das eigentliche Surface-Tablet gibt es nur in schwarz, die Schutzhüllen sind in den hier gezeigten Farben erhältlich. (Foto: Microsoft)
Microsoft hat eine 64 GByte große microSD-Speicherkarte beigepackt. Viele aktuelle noch im Handel befindliche Geräte mit microSD-Steckplatz verkraften maximal eine 32 GByte microSD-Karte (und dieses Limit wird gerne verschwiegen).
Das Surface-Tablet von vorne, also das Display. Okay – das Foto ist nicht fair, das Licht fällt schon sehr ungünstig drauf. So versifft sah es bei „normalem“ Lichteinfall nicht aus. Mein Kollege Dieter (der es vorher zum Test hatte) war ganz offensichtlich zu faul es sauber zu wischen. Aber so ist das halt nun mal bei glänzenden Touch-Displays, auf denen rumgefingert wird. Sie versiffen schnell – da kann weder Gorillaglas in der Version N noch Microsoft was dran ändern. Dieses Problem teilen sich alle Tablets.
Kurz drübergewischt und das Surface-Display glänzt und spiegelt blitzeblank (Ja, ich habe eine Holzpanelendecke im Wohnzimmer).
Die Rückseite fühlt sich „metallisch“ an, ist glatt - so eine „Magnesium-Verschalung“ halt.
Im „Making Of“-Video zeigt Microsoft, dass diverse Falltests durchgeführt wurden. Dass das Gorilla-Glas extrem kratzfest ist, glaube ich auch definitiv.
Der Stromstecker des Netzteils schnappt sich am Tablet-Gehäuse an der vorgesehenen Stelle magnetisch fest und liegt dann flach an. Das ist schick und auch clever. Wenn man das Tablet lädt und es gleichzeitig benutzen will, steht kein langer Stecker ab.
Der Display-Rand ist nach hinten abgeschrägt. So richtig angenehm mit beiden Händen halten, lässt sich das Ding nicht.
Hier wird das Surface hochkant gehalten. Das ist theoretisch die typische Haltung um beispielsweise eine „digitale Zeitung“ oder ein „digitales Magazin“ zu lesen.
Hier noch vergleichsweise mein billiges 100 Android Smartphone von Lidl als Ebook-Reader. Das klappt super bequem mit einer Hand – sogar das Umblättern der Seiten. Es ist halt ein Unterschied, ob man rund 100 Gramm oder über ein „ein halbes Kilo“ halten muss. Außerdem: einen größeren echten und ebenfalls handlichen Ebook-Reader kriegt man inzwischen ab rund 50 Euro.
Da ich den Fotoapparat in der anderen Hand halten musste, sieht man hier nur meine linke Hand am Tablet.
In dieser Haltung schaffen es die beiden Daumen mühelos jeweils zur Bildmitte, die virtuelle  Tastatur ist komplett erreichbar.
Beim Hochkanthalten gibt es einen größeren Hebeleffekt als beim Querhalten. Und oben abstützen kann man das Tablet auch nirgendwo. Bereits nach wenigen Minuten (oder Sekunden?), drohen die Daumen „abzubrechen“. An dieser Stelle bitte noch bedenken: das Surface RT wiegt "nur" 680 Gramm, das Surface mit Windows 8 Pro gar 900 Gramm (bei gleicher Breite x Höhe Abmessung).
Bei Methode 3 wird die virtuelle Tastatur in drei Blöcke aufgeteilt. Links und rechts (für die Daumen erreichbar) die Buchstaben, in der Mitte der Ziffernblock.
Beim Ausfüllen von Formularen auf Webseiten (im einfachsten Fall zwei für Benutzername und Passwort) ärgert es, dass es auf den virtuellen Tastaturen nicht konsequent eine Tab-Taste gibt. Man muss die jeweiligen Eingabefelder also auf dem Touchdisplay mit einem Finger antippen, was recht fickrig sein kann.
Immerhin bei dieser Bildschirmtastaturvariante gibt es eine „TAB-Taste“ (mittlerer  Ziffernblock unten links). Und im rechten Block gibt es sogar eine „.com“-Taste um amerikanische URLs schneller vervollständigen zu können. Auch im deutschen Tastaturmodus wird hier „.com“ und nicht „.de“ angezeigt. Diese Kritik ist natürlich Erbsenzählerei.
Links das Touch-Cover für 120 Euro, rechts das Type-Cover für 130 Euro. Das Touch-Cover ist etwas flacher und fühlt sich an wie ein leicht angerauter Karton. Das Type-Cover hat „echte“ Tasten mit einem spürbaren Druckpunkt.
Beim 120 Euro „günstigen“ Touch-Cover (links) kann man schon optisch erahnen, dass es gewöhnungsbedürftig ist. Beim 130 Euro „teuren“ Type-Cover (rechts) sieht es optisch durchaus brauchbar aus.
Die Eingabe-Taste ist bei den Surface-Tablet sehr schmal. Wie toll sich mit den Rauf-/Runter-Pfeiltasten navigieren lässt, kann jeder selbst erahnen.
Die gleichen Grausamkeiten bestehen auch beim Touch-Cover: die arg dünne Eingabetaste und der Pfeiltasten-Block. Eine derart blöde Platzierung der Pfeil-rauf/runter-Tasten habe ich noch nie zuvor gesehen. Besonders schade: es wäre eigentlich mehr als genug Platz gewesen (nach unten) um das sinnvoller zu machen.
Die Rückseite des schwarzen Cover, also die Ummantelung ist eine Art grauer „Filzstoff“. Dieser Stoff sieht hässlich aus, fühlt sich widerlich an.
Das Touchpad der Touch-Tastatur. Der Designer hat sich entschieden die Leertaste nur „anzudeuten“ sie hat unten keinen Rand. Das Touchpad unten hat ebenfalls keinerlei Druckpunkt und ist recht klein. Gerade beim Touchpad nervt die „bröslige“ Oberfläche des Touch-Covers, die sich wie feines Schmirgelpapier anfühlt, enorm. Es ist mir ein Rätsel, warum das in Testberichten fast nie angemerkt wird.
Das Touchpad der Type-Tastatur ist immerhin glatt, fühlt sich nicht ekelhaft rau an, ist aber genauso „klein“ wie bei der Touch-Tastatur.
Eine gängige ist die, dass ein Finger einfach am Rand des Touchpads aufgesetzt und „rauf/runter“-gewischt wird um das Mausrad zu simulieren. Das geht bei den Surface-Touchpads nicht.
Microsoft hat sich für die Zwei-Finger-Methode entschieden. Dabei müssen zwei Finger nebeneinander auf das Pad gesetzt und rauf/runter bewegt werden.
Am rechten Rand hat das Surface eine USB-Buchse, die ein richtiger USB-Host-Adapter ist. Hier können USB-Massenspeicher angeschlossen werden und auch gängige USB-Geräte wie USB-Tastaturen und USB-Mäuse. Auch mein kleiner USB-Adapter für meine Funkmaus wurde augenblicklich erkannt. Für derlei Geräte hat auch Windows RT passende Standardtreiber vorrätig. Flexibler bezüglich anderen USB-Geräten ist man natürlich mit einem Tablet mit richtigem Windows 8.
Den Ständer rausklappen ist etwas fummlig, aber mit der Zeit schafft man es passabel flott. Auch ohne Tastatur kann man diesen Ständer beispielsweise dazu verwenden um das Tablet als absurd teuren digitalen Bilderrahmen einzusetzen.
Variante 1: Display mit aufgeklapptem Aufsteller. Das Display steht in dieser Position zu steil um irgendwie damit arbeiten zu können und weiter kippen geht nicht.
Variante 2: Auf den Aufstellmechanismus wird verzichtet. Das Display liegt dann komplett flach auf den Oberschenkeln auf. Und ist auch in diesem Winkel nicht wirklich brauchbar nutzbar.
Samsung wirbt mit:
Wird an einem Windows 8/RT Tablet ein USB-Speicherstick mit Dateien angesteckt, dann schaltet das System rüber zum alten Desktop und startet den Windows Datei-Explorer. Dort kann dann beispielsweise ein Bild oder ein Video ausgewählt werden - und dann springt das System zurück zur zuständigen Modern UI App, die sich um die Wiedergabe kümmert.
Beispiel Gigabyte S1185 Full-HD-Tablet mit Windows 8. Auch bei diesem Tablet im breiten 16:9 Format befindet sich die "Startseiten-Taste" unbequem unten in der Bildmitte. (Foto: Gigabyte)
Links von der USB-Buchse befindet sich der winzige Videoausgang des Tablets.
Hier ein VGA-Adapter am HDMI-Ausgang des Tablets. Leider ist das Kabelstück vom Mini-Videostecker zur VGA-Buchse sehr kurz, toll und flexibel ist dieser Aufbau nicht gerade.
Der externe Videoausgang lässt sich wie gewohnt nutzen: Klon-Modus, als erweiterter Desktop oder nur extern. Leider hat es auch dieser Einstelldialog nicht ins "Modern UI"-Gewand geschafft. Ohne Tastatur/Maus ist es also fickrig, Einstellungen durchzuführen.
Microsoft Surface Werbung: es wird klar hervorgehoben, dass auch ein großer Bildschirm willkommen ist.
Flipper-Test: Pinball FX lief auf dem großen Display zwar mit toller Auflösung, aber viel zu lahm. Ein Blick auf den Taskmanager zeigte, dass die CPU nur zu rund 36 Prozent ausgelastet wurde.
Hier wurde ein Video abgespielt. Auch das scheiterte kläglich mit einer Ruckelorgie - obwohl die CPU nur mit lächerlichen 16 Prozent belastet wurde.
Hier wurde der externe Bildschirm als Hauptanzeige eingestellt, das Tablet-Display ausgeschaltet. Auch das brachte leider bei keinem Testszenario eine Besserung - es blieb alles elend langsam.
Mein Arbeitsplatz. Der Desktop-Rechner unten rechts wurde abgeklemmt, das Surface RT Tablet kriegte alles was ging. Dunkel blieb nur mein zweiter Bildschirm (rechts im Bild) - das Tablet kann halt nur einen externen Bildschirm ansteuern.
Hier wurde an den Host-fähigen USB-Anschluss des Tablets erstmal ein USB-Verteiler angesteckt. An den kamen dann eine normale USB-Maus, eine USB-Tastatur und auch noch ein USB-Speicherstick dran.
Durchaus zu loben ist, dass sich das RT-Tablet sehr simpel einrichten lässt. Nach dem ersten Start komplettiert es recht flott seine Windows-Installation, erkennt die verfügbaren WLAN-Netze, bittet eins auszuwählen und fertig. Auch ein Laie kriegt das Teil schnell hoch und zum Laufen. Ratsam ist ein sehr flottes WLAN! Bereits kurz nach Marktauftritt des Surface RT Tablets gab es "zig hundert MByte" Updates, die installiert werden mussten.
Spaß hat auch gemacht, dass das Tablet einen richtigen vollwertigen USB-Anschluss mit normaler Buchsengröße hat. Per USB-Hub ließen sich wie hier im Bild zu sehen "mal eben so" ein USB-Speicherstick und eine USB-Maus anschließen. Das ist bei Tablets anderer Hersteller keine Selbstverständlichkeit. Da kriegt man höchstens so einen winzigen "Micro USB"-Anschluss, für den es dann wieder einen Adapter braucht.
Das Surface Pro sieht prinzipiell wie das Surface RT aus. Es ist aber dicker (13,5mm statt 10mm), schwerer (900 Gramm statt 680 Gramm) und hat Intel- statt ARM-Architektur drinnen. Das Display ist zwar ebenfalls nur 10 Zoll groß, hat statt "nur" 1.366 x 768 aber Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten. (Foto: Microsoft)
Microsoft Surface RT Tablet in Pink: schicke Optik. Aber Optik reicht nicht. (Foto: Microsoft)
Die Unterschiede seiner Tablets erklärt Microsoft hier:
Microsoft Surface-Tablet von der Seite, mit angedockter Tastatur. Das ist ohne wenn und aber ein verdammt schickes Teil. Tablet und Tastatur zusammen wiegen zusammen rund 880 Gramm. Zum „Notebook“ gemorpht wiegt das Surface also eher wenige als das leichteste Ultrabook oder Netbook (um 1.000 Gramm). (Foto: Microsoft)
Bei der Surface-TV-Werbung und auf den offiziellen Webseiten zeigt Microsoft das Gerät niemals nackt im Tablet-Betrieb. Es wird eigentlich immer nur in Verbindung mit einer Tastatur gezeigt. Es soll klar herausgestellt werden, dass dieses Ding eben nicht nur ein Tablet sein soll, sondern mehr: ganz individuell nach Bedarf eben Tablet oder Laptop. (Foto: Microsoft)
Samsung bietet als Zubehör für seine Tablets eine Bluetooth-Tastatur für 100 Euro an.
Beispiel Ebay: Hier wird für das Samsung Galaxy Android-Tablet eine Lederschutztasche inklusive Blutooth-Tastatur für 29 Euro angeboten (inklusive Versandkosten). Auch für das Ipad gibt es zig ähnliche Lösungen in dieser Preisecke.
Zum Test traf eines der fetten Pakete von Microsoft ein, die derzeit die „Testlabors“ durchwandern. Das übliche Bestechungsgeld unter dem Styropor, hatte vermutlich leider schon ein Tester vor mir rausgeholt (das war ein Witz).
Das Testpaket für Journalisten: drinnen ist fast alles, was es für Surface aktuell gibt. Das Tablet, drei verschiedenfarbige Touch-Cover, ein schwarzes Type-Cover. Außerdem: Netzteil, VGA-Adapter, HD-Video-Adapter, eine SD-Karte und ein USB-Speicherstick.
Das eigentliche Surface-Tablet gibt es nur in schwarz, die Schutzhüllen sind in den hier gezeigten Farben erhältlich. (Foto: Microsoft)
Microsoft hat eine 64 GByte große microSD-Speicherkarte beigepackt. Viele aktuelle noch im Handel befindliche Geräte mit microSD-Steckplatz verkraften maximal eine 32 GByte microSD-Karte (und dieses Limit wird gerne verschwiegen).
Das Surface-Tablet von vorne, also das Display. Okay – das Foto ist nicht fair, das Licht fällt schon sehr ungünstig drauf. So versifft sah es bei „normalem“ Lichteinfall nicht aus. Mein Kollege Dieter (der es vorher zum Test hatte) war ganz offensichtlich zu faul es sauber zu wischen. Aber so ist das halt nun mal bei glänzenden Touch-Displays, auf denen rumgefingert wird. Sie versiffen schnell – da kann weder Gorillaglas in der Version N noch Microsoft was dran ändern. Dieses Problem teilen sich alle Tablets.
Kurz drübergewischt und das Surface-Display glänzt und spiegelt blitzeblank (Ja, ich habe eine Holzpanelendecke im Wohnzimmer).
Die Rückseite fühlt sich „metallisch“ an, ist glatt - so eine „Magnesium-Verschalung“ halt.
Im „Making Of“-Video zeigt Microsoft, dass diverse Falltests durchgeführt wurden. Dass das Gorilla-Glas extrem kratzfest ist, glaube ich auch definitiv.
Der Stromstecker des Netzteils schnappt sich am Tablet-Gehäuse an der vorgesehenen Stelle magnetisch fest und liegt dann flach an. Das ist schick und auch clever. Wenn man das Tablet lädt und es gleichzeitig benutzen will, steht kein langer Stecker ab.
Der Display-Rand ist nach hinten abgeschrägt. So richtig angenehm mit beiden Händen halten, lässt sich das Ding nicht.
Hier wird das Surface hochkant gehalten. Das ist theoretisch die typische Haltung um beispielsweise eine „digitale Zeitung“ oder ein „digitales Magazin“ zu lesen.
Hier noch vergleichsweise mein billiges 100 Android Smartphone von Lidl als Ebook-Reader. Das klappt super bequem mit einer Hand – sogar das Umblättern der Seiten. Es ist halt ein Unterschied, ob man rund 100 Gramm oder über ein „ein halbes Kilo“ halten muss. Außerdem: einen größeren echten und ebenfalls handlichen Ebook-Reader kriegt man inzwischen ab rund 50 Euro.
Da ich den Fotoapparat in der anderen Hand halten musste, sieht man hier nur meine linke Hand am Tablet.
In dieser Haltung schaffen es die beiden Daumen mühelos jeweils zur Bildmitte, die virtuelle  Tastatur ist komplett erreichbar.
Beim Hochkanthalten gibt es einen größeren Hebeleffekt als beim Querhalten. Und oben abstützen kann man das Tablet auch nirgendwo. Bereits nach wenigen Minuten (oder Sekunden?), drohen die Daumen „abzubrechen“. An dieser Stelle bitte noch bedenken: das Surface RT wiegt "nur" 680 Gramm, das Surface mit Windows 8 Pro gar 900 Gramm (bei gleicher Breite x Höhe Abmessung).
Bei Methode 3 wird die virtuelle Tastatur in drei Blöcke aufgeteilt. Links und rechts (für die Daumen erreichbar) die Buchstaben, in der Mitte der Ziffernblock.
Beim Ausfüllen von Formularen auf Webseiten (im einfachsten Fall zwei für Benutzername und Passwort) ärgert es, dass es auf den virtuellen Tastaturen nicht konsequent eine Tab-Taste gibt. Man muss die jeweiligen Eingabefelder also auf dem Touchdisplay mit einem Finger antippen, was recht fickrig sein kann.
Immerhin bei dieser Bildschirmtastaturvariante gibt es eine „TAB-Taste“ (mittlerer  Ziffernblock unten links). Und im rechten Block gibt es sogar eine „.com“-Taste um amerikanische URLs schneller vervollständigen zu können. Auch im deutschen Tastaturmodus wird hier „.com“ und nicht „.de“ angezeigt. Diese Kritik ist natürlich Erbsenzählerei.
Links das Touch-Cover für 120 Euro, rechts das Type-Cover für 130 Euro. Das Touch-Cover ist etwas flacher und fühlt sich an wie ein leicht angerauter Karton. Das Type-Cover hat „echte“ Tasten mit einem spürbaren Druckpunkt.
Beim 120 Euro „günstigen“ Touch-Cover (links) kann man schon optisch erahnen, dass es gewöhnungsbedürftig ist. Beim 130 Euro „teuren“ Type-Cover (rechts) sieht es optisch durchaus brauchbar aus.
Die Eingabe-Taste ist bei den Surface-Tablet sehr schmal. Wie toll sich mit den Rauf-/Runter-Pfeiltasten navigieren lässt, kann jeder selbst erahnen.
Die gleichen Grausamkeiten bestehen auch beim Touch-Cover: die arg dünne Eingabetaste und der Pfeiltasten-Block. Eine derart blöde Platzierung der Pfeil-rauf/runter-Tasten habe ich noch nie zuvor gesehen. Besonders schade: es wäre eigentlich mehr als genug Platz gewesen (nach unten) um das sinnvoller zu machen.
Die Rückseite des schwarzen Cover, also die Ummantelung ist eine Art grauer „Filzstoff“. Dieser Stoff sieht hässlich aus, fühlt sich widerlich an.
Das Touchpad der Touch-Tastatur. Der Designer hat sich entschieden die Leertaste nur „anzudeuten“ sie hat unten keinen Rand. Das Touchpad unten hat ebenfalls keinerlei Druckpunkt und ist recht klein. Gerade beim Touchpad nervt die „bröslige“ Oberfläche des Touch-Covers, die sich wie feines Schmirgelpapier anfühlt, enorm. Es ist mir ein Rätsel, warum das in Testberichten fast nie angemerkt wird.
Das Touchpad der Type-Tastatur ist immerhin glatt, fühlt sich nicht ekelhaft rau an, ist aber genauso „klein“ wie bei der Touch-Tastatur.
Eine gängige ist die, dass ein Finger einfach am Rand des Touchpads aufgesetzt und „rauf/runter“-gewischt wird um das Mausrad zu simulieren. Das geht bei den Surface-Touchpads nicht.
Microsoft hat sich für die Zwei-Finger-Methode entschieden. Dabei müssen zwei Finger nebeneinander auf das Pad gesetzt und rauf/runter bewegt werden.
Am rechten Rand hat das Surface eine USB-Buchse, die ein richtiger USB-Host-Adapter ist. Hier können USB-Massenspeicher angeschlossen werden und auch gängige USB-Geräte wie USB-Tastaturen und USB-Mäuse. Auch mein kleiner USB-Adapter für meine Funkmaus wurde augenblicklich erkannt. Für derlei Geräte hat auch Windows RT passende Standardtreiber vorrätig. Flexibler bezüglich anderen USB-Geräten ist man natürlich mit einem Tablet mit richtigem Windows 8.
Den Ständer rausklappen ist etwas fummlig, aber mit der Zeit schafft man es passabel flott. Auch ohne Tastatur kann man diesen Ständer beispielsweise dazu verwenden um das Tablet als absurd teuren digitalen Bilderrahmen einzusetzen.
Variante 1: Display mit aufgeklapptem Aufsteller. Das Display steht in dieser Position zu steil um irgendwie damit arbeiten zu können und weiter kippen geht nicht.
Variante 2: Auf den Aufstellmechanismus wird verzichtet. Das Display liegt dann komplett flach auf den Oberschenkeln auf. Und ist auch in diesem Winkel nicht wirklich brauchbar nutzbar.
Samsung wirbt mit:
Wird an einem Windows 8/RT Tablet ein USB-Speicherstick mit Dateien angesteckt, dann schaltet das System rüber zum alten Desktop und startet den Windows Datei-Explorer. Dort kann dann beispielsweise ein Bild oder ein Video ausgewählt werden - und dann springt das System zurück zur zuständigen Modern UI App, die sich um die Wiedergabe kümmert.
Beispiel Gigabyte S1185 Full-HD-Tablet mit Windows 8. Auch bei diesem Tablet im breiten 16:9 Format befindet sich die "Startseiten-Taste" unbequem unten in der Bildmitte. (Foto: Gigabyte)
Links von der USB-Buchse befindet sich der winzige Videoausgang des Tablets.
Hier ein VGA-Adapter am HDMI-Ausgang des Tablets. Leider ist das Kabelstück vom Mini-Videostecker zur VGA-Buchse sehr kurz, toll und flexibel ist dieser Aufbau nicht gerade.
Der externe Videoausgang lässt sich wie gewohnt nutzen: Klon-Modus, als erweiterter Desktop oder nur extern. Leider hat es auch dieser Einstelldialog nicht ins "Modern UI"-Gewand geschafft. Ohne Tastatur/Maus ist es also fickrig, Einstellungen durchzuführen.
Microsoft Surface Werbung: es wird klar hervorgehoben, dass auch ein großer Bildschirm willkommen ist.
Flipper-Test: Pinball FX lief auf dem großen Display zwar mit toller Auflösung, aber viel zu lahm. Ein Blick auf den Taskmanager zeigte, dass die CPU nur zu rund 36 Prozent ausgelastet wurde.
Hier wurde ein Video abgespielt. Auch das scheiterte kläglich mit einer Ruckelorgie - obwohl die CPU nur mit lächerlichen 16 Prozent belastet wurde.
Hier wurde der externe Bildschirm als Hauptanzeige eingestellt, das Tablet-Display ausgeschaltet. Auch das brachte leider bei keinem Testszenario eine Besserung - es blieb alles elend langsam.
Mein Arbeitsplatz. Der Desktop-Rechner unten rechts wurde abgeklemmt, das Surface RT Tablet kriegte alles was ging. Dunkel blieb nur mein zweiter Bildschirm (rechts im Bild) - das Tablet kann halt nur einen externen Bildschirm ansteuern.
Hier wurde an den Host-fähigen USB-Anschluss des Tablets erstmal ein USB-Verteiler angesteckt. An den kamen dann eine normale USB-Maus, eine USB-Tastatur und auch noch ein USB-Speicherstick dran.
Durchaus zu loben ist, dass sich das RT-Tablet sehr simpel einrichten lässt. Nach dem ersten Start komplettiert es recht flott seine Windows-Installation, erkennt die verfügbaren WLAN-Netze, bittet eins auszuwählen und fertig. Auch ein Laie kriegt das Teil schnell hoch und zum Laufen. Ratsam ist ein sehr flottes WLAN! Bereits kurz nach Marktauftritt des Surface RT Tablets gab es "zig hundert MByte" Updates, die installiert werden mussten.
Spaß hat auch gemacht, dass das Tablet einen richtigen vollwertigen USB-Anschluss mit normaler Buchsengröße hat. Per USB-Hub ließen sich wie hier im Bild zu sehen "mal eben so" ein USB-Speicherstick und eine USB-Maus anschließen. Das ist bei Tablets anderer Hersteller keine Selbstverständlichkeit. Da kriegt man höchstens so einen winzigen "Micro USB"-Anschluss, für den es dann wieder einen Adapter braucht.
Das Surface Pro sieht prinzipiell wie das Surface RT aus. Es ist aber dicker (13,5mm statt 10mm), schwerer (900 Gramm statt 680 Gramm) und hat Intel- statt ARM-Architektur drinnen. Das Display ist zwar ebenfalls nur 10 Zoll groß, hat statt "nur" 1.366 x 768 aber Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten. (Foto: Microsoft)
Microsoft Surface RT Tablet in Pink: schicke Optik. Aber Optik reicht nicht. (Foto: Microsoft)
Die Unterschiede seiner Tablets erklärt Microsoft hier:
Microsoft Surface-Tablet von der Seite, mit angedockter Tastatur. Das ist ohne wenn und aber ein verdammt schickes Teil. Tablet und Tastatur zusammen wiegen zusammen rund 880 Gramm. Zum „Notebook“ gemorpht wiegt das Surface also eher wenige als das leichteste Ultrabook oder Netbook (um 1.000 Gramm). (Foto: Microsoft)
Bei der Surface-TV-Werbung und auf den offiziellen Webseiten zeigt Microsoft das Gerät niemals nackt im Tablet-Betrieb. Es wird eigentlich immer nur in Verbindung mit einer Tastatur gezeigt. Es soll klar herausgestellt werden, dass dieses Ding eben nicht nur ein Tablet sein soll, sondern mehr: ganz individuell nach Bedarf eben Tablet oder Laptop. (Foto: Microsoft)
Samsung bietet als Zubehör für seine Tablets eine Bluetooth-Tastatur für 100 Euro an.
Beispiel Ebay: Hier wird für das Samsung Galaxy Android-Tablet eine Lederschutztasche inklusive Blutooth-Tastatur für 29 Euro angeboten (inklusive Versandkosten). Auch für das Ipad gibt es zig ähnliche Lösungen in dieser Preisecke.
Zum Test traf eines der fetten Pakete von Microsoft ein, die derzeit die „Testlabors“ durchwandern. Das übliche Bestechungsgeld unter dem Styropor, hatte vermutlich leider schon ein Tester vor mir rausgeholt (das war ein Witz).
Das Testpaket für Journalisten: drinnen ist fast alles, was es für Surface aktuell gibt. Das Tablet, drei verschiedenfarbige Touch-Cover, ein schwarzes Type-Cover. Außerdem: Netzteil, VGA-Adapter, HD-Video-Adapter, eine SD-Karte und ein USB-Speicherstick.
Das eigentliche Surface-Tablet gibt es nur in schwarz, die Schutzhüllen sind in den hier gezeigten Farben erhältlich. (Foto: Microsoft)
Microsoft hat eine 64 GByte große microSD-Speicherkarte beigepackt. Viele aktuelle noch im Handel befindliche Geräte mit microSD-Steckplatz verkraften maximal eine 32 GByte microSD-Karte (und dieses Limit wird gerne verschwiegen).
Das Surface-Tablet von vorne, also das Display. Okay – das Foto ist nicht fair, das Licht fällt schon sehr ungünstig drauf. So versifft sah es bei „normalem“ Lichteinfall nicht aus. Mein Kollege Dieter (der es vorher zum Test hatte) war ganz offensichtlich zu faul es sauber zu wischen. Aber so ist das halt nun mal bei glänzenden Touch-Displays, auf denen rumgefingert wird. Sie versiffen schnell – da kann weder Gorillaglas in der Version N noch Microsoft was dran ändern. Dieses Problem teilen sich alle Tablets.
Kurz drübergewischt und das Surface-Display glänzt und spiegelt blitzeblank (Ja, ich habe eine Holzpanelendecke im Wohnzimmer).
Die Rückseite fühlt sich „metallisch“ an, ist glatt - so eine „Magnesium-Verschalung“ halt.
Im „Making Of“-Video zeigt Microsoft, dass diverse Falltests durchgeführt wurden. Dass das Gorilla-Glas extrem kratzfest ist, glaube ich auch definitiv.
Der Stromstecker des Netzteils schnappt sich am Tablet-Gehäuse an der vorgesehenen Stelle magnetisch fest und liegt dann flach an. Das ist schick und auch clever. Wenn man das Tablet lädt und es gleichzeitig benutzen will, steht kein langer Stecker ab.
Der Display-Rand ist nach hinten abgeschrägt. So richtig angenehm mit beiden Händen halten, lässt sich das Ding nicht.
Hier wird das Surface hochkant gehalten. Das ist theoretisch die typische Haltung um beispielsweise eine „digitale Zeitung“ oder ein „digitales Magazin“ zu lesen.
Hier noch vergleichsweise mein billiges 100 Android Smartphone von Lidl als Ebook-Reader. Das klappt super bequem mit einer Hand – sogar das Umblättern der Seiten. Es ist halt ein Unterschied, ob man rund 100 Gramm oder über ein „ein halbes Kilo“ halten muss. Außerdem: einen größeren echten und ebenfalls handlichen Ebook-Reader kriegt man inzwischen ab rund 50 Euro.
Da ich den Fotoapparat in der anderen Hand halten musste, sieht man hier nur meine linke Hand am Tablet.
In dieser Haltung schaffen es die beiden Daumen mühelos jeweils zur Bildmitte, die virtuelle  Tastatur ist komplett erreichbar.
Beim Hochkanthalten gibt es einen größeren Hebeleffekt als beim Querhalten. Und oben abstützen kann man das Tablet auch nirgendwo. Bereits nach wenigen Minuten (oder Sekunden?), drohen die Daumen „abzubrechen“. An dieser Stelle bitte noch bedenken: das Surface RT wiegt "nur" 680 Gramm, das Surface mit Windows 8 Pro gar 900 Gramm (bei gleicher Breite x Höhe Abmessung).
Bei Methode 3 wird die virtuelle Tastatur in drei Blöcke aufgeteilt. Links und rechts (für die Daumen erreichbar) die Buchstaben, in der Mitte der Ziffernblock.
Beim Ausfüllen von Formularen auf Webseiten (im einfachsten Fall zwei für Benutzername und Passwort) ärgert es, dass es auf den virtuellen Tastaturen nicht konsequent eine Tab-Taste gibt. Man muss die jeweiligen Eingabefelder also auf dem Touchdisplay mit einem Finger antippen, was recht fickrig sein kann.
Immerhin bei dieser Bildschirmtastaturvariante gibt es eine „TAB-Taste“ (mittlerer  Ziffernblock unten links). Und im rechten Block gibt es sogar eine „.com“-Taste um amerikanische URLs schneller vervollständigen zu können. Auch im deutschen Tastaturmodus wird hier „.com“ und nicht „.de“ angezeigt. Diese Kritik ist natürlich Erbsenzählerei.
Links das Touch-Cover für 120 Euro, rechts das Type-Cover für 130 Euro. Das Touch-Cover ist etwas flacher und fühlt sich an wie ein leicht angerauter Karton. Das Type-Cover hat „echte“ Tasten mit einem spürbaren Druckpunkt.
Beim 120 Euro „günstigen“ Touch-Cover (links) kann man schon optisch erahnen, dass es gewöhnungsbedürftig ist. Beim 130 Euro „teuren“ Type-Cover (rechts) sieht es optisch durchaus brauchbar aus.
Die Eingabe-Taste ist bei den Surface-Tablet sehr schmal. Wie toll sich mit den Rauf-/Runter-Pfeiltasten navigieren lässt, kann jeder selbst erahnen.
Die gleichen Grausamkeiten bestehen auch beim Touch-Cover: die arg dünne Eingabetaste und der Pfeiltasten-Block. Eine derart blöde Platzierung der Pfeil-rauf/runter-Tasten habe ich noch nie zuvor gesehen. Besonders schade: es wäre eigentlich mehr als genug Platz gewesen (nach unten) um das sinnvoller zu machen.
Die Rückseite des schwarzen Cover, also die Ummantelung ist eine Art grauer „Filzstoff“. Dieser Stoff sieht hässlich aus, fühlt sich widerlich an.
Das Touchpad der Touch-Tastatur. Der Designer hat sich entschieden die Leertaste nur „anzudeuten“ sie hat unten keinen Rand. Das Touchpad unten hat ebenfalls keinerlei Druckpunkt und ist recht klein. Gerade beim Touchpad nervt die „bröslige“ Oberfläche des Touch-Covers, die sich wie feines Schmirgelpapier anfühlt, enorm. Es ist mir ein Rätsel, warum das in Testberichten fast nie angemerkt wird.
Das Touchpad der Type-Tastatur ist immerhin glatt, fühlt sich nicht ekelhaft rau an, ist aber genauso „klein“ wie bei der Touch-Tastatur.
Eine gängige ist die, dass ein Finger einfach am Rand des Touchpads aufgesetzt und „rauf/runter“-gewischt wird um das Mausrad zu simulieren. Das geht bei den Surface-Touchpads nicht.
Microsoft hat sich für die Zwei-Finger-Methode entschieden. Dabei müssen zwei Finger nebeneinander auf das Pad gesetzt und rauf/runter bewegt werden.
Am rechten Rand hat das Surface eine USB-Buchse, die ein richtiger USB-Host-Adapter ist. Hier können USB-Massenspeicher angeschlossen werden und auch gängige USB-Geräte wie USB-Tastaturen und USB-Mäuse. Auch mein kleiner USB-Adapter für meine Funkmaus wurde augenblicklich erkannt. Für derlei Geräte hat auch Windows RT passende Standardtreiber vorrätig. Flexibler bezüglich anderen USB-Geräten ist man natürlich mit einem Tablet mit richtigem Windows 8.
Den Ständer rausklappen ist etwas fummlig, aber mit der Zeit schafft man es passabel flott. Auch ohne Tastatur kann man diesen Ständer beispielsweise dazu verwenden um das Tablet als absurd teuren digitalen Bilderrahmen einzusetzen.
Variante 1: Display mit aufgeklapptem Aufsteller. Das Display steht in dieser Position zu steil um irgendwie damit arbeiten zu können und weiter kippen geht nicht.
Variante 2: Auf den Aufstellmechanismus wird verzichtet. Das Display liegt dann komplett flach auf den Oberschenkeln auf. Und ist auch in diesem Winkel nicht wirklich brauchbar nutzbar.
Samsung wirbt mit:
Wird an einem Windows 8/RT Tablet ein USB-Speicherstick mit Dateien angesteckt, dann schaltet das System rüber zum alten Desktop und startet den Windows Datei-Explorer. Dort kann dann beispielsweise ein Bild oder ein Video ausgewählt werden - und dann springt das System zurück zur zuständigen Modern UI App, die sich um die Wiedergabe kümmert.
Beispiel Gigabyte S1185 Full-HD-Tablet mit Windows 8. Auch bei diesem Tablet im breiten 16:9 Format befindet sich die "Startseiten-Taste" unbequem unten in der Bildmitte. (Foto: Gigabyte)
Links von der USB-Buchse befindet sich der winzige Videoausgang des Tablets.
Hier ein VGA-Adapter am HDMI-Ausgang des Tablets. Leider ist das Kabelstück vom Mini-Videostecker zur VGA-Buchse sehr kurz, toll und flexibel ist dieser Aufbau nicht gerade.
Der externe Videoausgang lässt sich wie gewohnt nutzen: Klon-Modus, als erweiterter Desktop oder nur extern. Leider hat es auch dieser Einstelldialog nicht ins "Modern UI"-Gewand geschafft. Ohne Tastatur/Maus ist es also fickrig, Einstellungen durchzuführen.
Microsoft Surface Werbung: es wird klar hervorgehoben, dass auch ein großer Bildschirm willkommen ist.
Flipper-Test: Pinball FX lief auf dem großen Display zwar mit toller Auflösung, aber viel zu lahm. Ein Blick auf den Taskmanager zeigte, dass die CPU nur zu rund 36 Prozent ausgelastet wurde.
Hier wurde ein Video abgespielt. Auch das scheiterte kläglich mit einer Ruckelorgie - obwohl die CPU nur mit lächerlichen 16 Prozent belastet wurde.
Hier wurde der externe Bildschirm als Hauptanzeige eingestellt, das Tablet-Display ausgeschaltet. Auch das brachte leider bei keinem Testszenario eine Besserung - es blieb alles elend langsam.
Mein Arbeitsplatz. Der Desktop-Rechner unten rechts wurde abgeklemmt, das Surface RT Tablet kriegte alles was ging. Dunkel blieb nur mein zweiter Bildschirm (rechts im Bild) - das Tablet kann halt nur einen externen Bildschirm ansteuern.
Hier wurde an den Host-fähigen USB-Anschluss des Tablets erstmal ein USB-Verteiler angesteckt. An den kamen dann eine normale USB-Maus, eine USB-Tastatur und auch noch ein USB-Speicherstick dran.
Durchaus zu loben ist, dass sich das RT-Tablet sehr simpel einrichten lässt. Nach dem ersten Start komplettiert es recht flott seine Windows-Installation, erkennt die verfügbaren WLAN-Netze, bittet eins auszuwählen und fertig. Auch ein Laie kriegt das Teil schnell hoch und zum Laufen. Ratsam ist ein sehr flottes WLAN! Bereits kurz nach Marktauftritt des Surface RT Tablets gab es "zig hundert MByte" Updates, die installiert werden mussten.
Spaß hat auch gemacht, dass das Tablet einen richtigen vollwertigen USB-Anschluss mit normaler Buchsengröße hat. Per USB-Hub ließen sich wie hier im Bild zu sehen "mal eben so" ein USB-Speicherstick und eine USB-Maus anschließen. Das ist bei Tablets anderer Hersteller keine Selbstverständlichkeit. Da kriegt man höchstens so einen winzigen "Micro USB"-Anschluss, für den es dann wieder einen Adapter braucht.
Das Surface Pro sieht prinzipiell wie das Surface RT aus. Es ist aber dicker (13,5mm statt 10mm), schwerer (900 Gramm statt 680 Gramm) und hat Intel- statt ARM-Architektur drinnen. Das Display ist zwar ebenfalls nur 10 Zoll groß, hat statt "nur" 1.366 x 768 aber Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten. (Foto: Microsoft)
Microsoft Surface RT Tablet in Pink: schicke Optik. Aber Optik reicht nicht. (Foto: Microsoft)
Die Unterschiede seiner Tablets erklärt Microsoft hier:
Microsoft Surface-Tablet von der Seite, mit angedockter Tastatur. Das ist ohne wenn und aber ein verdammt schickes Teil. Tablet und Tastatur zusammen wiegen zusammen rund 880 Gramm. Zum „Notebook“ gemorpht wiegt das Surface also eher wenige als das leichteste Ultrabook oder Netbook (um 1.000 Gramm). (Foto: Microsoft)
Bei der Surface-TV-Werbung und auf den offiziellen Webseiten zeigt Microsoft das Gerät niemals nackt im Tablet-Betrieb. Es wird eigentlich immer nur in Verbindung mit einer Tastatur gezeigt. Es soll klar herausgestellt werden, dass dieses Ding eben nicht nur ein Tablet sein soll, sondern mehr: ganz individuell nach Bedarf eben Tablet oder Laptop. (Foto: Microsoft)
Samsung bietet als Zubehör für seine Tablets eine Bluetooth-Tastatur für 100 Euro an.
Beispiel Ebay: Hier wird für das Samsung Galaxy Android-Tablet eine Lederschutztasche inklusive Blutooth-Tastatur für 29 Euro angeboten (inklusive Versandkosten). Auch für das Ipad gibt es zig ähnliche Lösungen in dieser Preisecke.
Zum Test traf eines der fetten Pakete von Microsoft ein, die derzeit die „Testlabors“ durchwandern. Das übliche Bestechungsgeld unter dem Styropor, hatte vermutlich leider schon ein Tester vor mir rausgeholt (das war ein Witz).
Das Testpaket für Journalisten: drinnen ist fast alles, was es für Surface aktuell gibt. Das Tablet, drei verschiedenfarbige Touch-Cover, ein schwarzes Type-Cover. Außerdem: Netzteil, VGA-Adapter, HD-Video-Adapter, eine SD-Karte und ein USB-Speicherstick.
Das eigentliche Surface-Tablet gibt es nur in schwarz, die Schutzhüllen sind in den hier gezeigten Farben erhältlich. (Foto: Microsoft)
Microsoft hat eine 64 GByte große microSD-Speicherkarte beigepackt. Viele aktuelle noch im Handel befindliche Geräte mit microSD-Steckplatz verkraften maximal eine 32 GByte microSD-Karte (und dieses Limit wird gerne verschwiegen).
Das Surface-Tablet von vorne, also das Display. Okay – das Foto ist nicht fair, das Licht fällt schon sehr ungünstig drauf. So versifft sah es bei „normalem“ Lichteinfall nicht aus. Mein Kollege Dieter (der es vorher zum Test hatte) war ganz offensichtlich zu faul es sauber zu wischen. Aber so ist das halt nun mal bei glänzenden Touch-Displays, auf denen rumgefingert wird. Sie versiffen schnell – da kann weder Gorillaglas in der Version N noch Microsoft was dran ändern. Dieses Problem teilen sich alle Tablets.
Kurz drübergewischt und das Surface-Display glänzt und spiegelt blitzeblank (Ja, ich habe eine Holzpanelendecke im Wohnzimmer).
Die Rückseite fühlt sich „metallisch“ an, ist glatt - so eine „Magnesium-Verschalung“ halt.
Im „Making Of“-Video zeigt Microsoft, dass diverse Falltests durchgeführt wurden. Dass das Gorilla-Glas extrem kratzfest ist, glaube ich auch definitiv.
Der Stromstecker des Netzteils schnappt sich am Tablet-Gehäuse an der vorgesehenen Stelle magnetisch fest und liegt dann flach an. Das ist schick und auch clever. Wenn man das Tablet lädt und es gleichzeitig benutzen will, steht kein langer Stecker ab.
Der Display-Rand ist nach hinten abgeschrägt. So richtig angenehm mit beiden Händen halten, lässt sich das Ding nicht.
Hier wird das Surface hochkant gehalten. Das ist theoretisch die typische Haltung um beispielsweise eine „digitale Zeitung“ oder ein „digitales Magazin“ zu lesen.
Hier noch vergleichsweise mein billiges 100 Android Smartphone von Lidl als Ebook-Reader. Das klappt super bequem mit einer Hand – sogar das Umblättern der Seiten. Es ist halt ein Unterschied, ob man rund 100 Gramm oder über ein „ein halbes Kilo“ halten muss. Außerdem: einen größeren echten und ebenfalls handlichen Ebook-Reader kriegt man inzwischen ab rund 50 Euro.
Da ich den Fotoapparat in der anderen Hand halten musste, sieht man hier nur meine linke Hand am Tablet.
In dieser Haltung schaffen es die beiden Daumen mühelos jeweils zur Bildmitte, die virtuelle  Tastatur ist komplett erreichbar.
Beim Hochkanthalten gibt es einen größeren Hebeleffekt als beim Querhalten. Und oben abstützen kann man das Tablet auch nirgendwo. Bereits nach wenigen Minuten (oder Sekunden?), drohen die Daumen „abzubrechen“. An dieser Stelle bitte noch bedenken: das Surface RT wiegt "nur" 680 Gramm, das Surface mit Windows 8 Pro gar 900 Gramm (bei gleicher Breite x Höhe Abmessung).
Bei Methode 3 wird die virtuelle Tastatur in drei Blöcke aufgeteilt. Links und rechts (für die Daumen erreichbar) die Buchstaben, in der Mitte der Ziffernblock.
Beim Ausfüllen von Formularen auf Webseiten (im einfachsten Fall zwei für Benutzername und Passwort) ärgert es, dass es auf den virtuellen Tastaturen nicht konsequent eine Tab-Taste gibt. Man muss die jeweiligen Eingabefelder also auf dem Touchdisplay mit einem Finger antippen, was recht fickrig sein kann.
Immerhin bei dieser Bildschirmtastaturvariante gibt es eine „TAB-Taste“ (mittlerer  Ziffernblock unten links). Und im rechten Block gibt es sogar eine „.com“-Taste um amerikanische URLs schneller vervollständigen zu können. Auch im deutschen Tastaturmodus wird hier „.com“ und nicht „.de“ angezeigt. Diese Kritik ist natürlich Erbsenzählerei.
Links das Touch-Cover für 120 Euro, rechts das Type-Cover für 130 Euro. Das Touch-Cover ist etwas flacher und fühlt sich an wie ein leicht angerauter Karton. Das Type-Cover hat „echte“ Tasten mit einem spürbaren Druckpunkt.
Beim 120 Euro „günstigen“ Touch-Cover (links) kann man schon optisch erahnen, dass es gewöhnungsbedürftig ist. Beim 130 Euro „teuren“ Type-Cover (rechts) sieht es optisch durchaus brauchbar aus.
Die Eingabe-Taste ist bei den Surface-Tablet sehr schmal. Wie toll sich mit den Rauf-/Runter-Pfeiltasten navigieren lässt, kann jeder selbst erahnen.
Die gleichen Grausamkeiten bestehen auch beim Touch-Cover: die arg dünne Eingabetaste und der Pfeiltasten-Block. Eine derart blöde Platzierung der Pfeil-rauf/runter-Tasten habe ich noch nie zuvor gesehen. Besonders schade: es wäre eigentlich mehr als genug Platz gewesen (nach unten) um das sinnvoller zu machen.
Die Rückseite des schwarzen Cover, also die Ummantelung ist eine Art grauer „Filzstoff“. Dieser Stoff sieht hässlich aus, fühlt sich widerlich an.
Das Touchpad der Touch-Tastatur. Der Designer hat sich entschieden die Leertaste nur „anzudeuten“ sie hat unten keinen Rand. Das Touchpad unten hat ebenfalls keinerlei Druckpunkt und ist recht klein. Gerade beim Touchpad nervt die „bröslige“ Oberfläche des Touch-Covers, die sich wie feines Schmirgelpapier anfühlt, enorm. Es ist mir ein Rätsel, warum das in Testberichten fast nie angemerkt wird.
Das Touchpad der Type-Tastatur ist immerhin glatt, fühlt sich nicht ekelhaft rau an, ist aber genauso „klein“ wie bei der Touch-Tastatur.
Eine gängige ist die, dass ein Finger einfach am Rand des Touchpads aufgesetzt und „rauf/runter“-gewischt wird um das Mausrad zu simulieren. Das geht bei den Surface-Touchpads nicht.
Microsoft hat sich für die Zwei-Finger-Methode entschieden. Dabei müssen zwei Finger nebeneinander auf das Pad gesetzt und rauf/runter bewegt werden.
Am rechten Rand hat das Surface eine USB-Buchse, die ein richtiger USB-Host-Adapter ist. Hier können USB-Massenspeicher angeschlossen werden und auch gängige USB-Geräte wie USB-Tastaturen und USB-Mäuse. Auch mein kleiner USB-Adapter für meine Funkmaus wurde augenblicklich erkannt. Für derlei Geräte hat auch Windows RT passende Standardtreiber vorrätig. Flexibler bezüglich anderen USB-Geräten ist man natürlich mit einem Tablet mit richtigem Windows 8.
Den Ständer rausklappen ist etwas fummlig, aber mit der Zeit schafft man es passabel flott. Auch ohne Tastatur kann man diesen Ständer beispielsweise dazu verwenden um das Tablet als absurd teuren digitalen Bilderrahmen einzusetzen.
Variante 1: Display mit aufgeklapptem Aufsteller. Das Display steht in dieser Position zu steil um irgendwie damit arbeiten zu können und weiter kippen geht nicht.
Variante 2: Auf den Aufstellmechanismus wird verzichtet. Das Display liegt dann komplett flach auf den Oberschenkeln auf. Und ist auch in diesem Winkel nicht wirklich brauchbar nutzbar.
Samsung wirbt mit:
Wird an einem Windows 8/RT Tablet ein USB-Speicherstick mit Dateien angesteckt, dann schaltet das System rüber zum alten Desktop und startet den Windows Datei-Explorer. Dort kann dann beispielsweise ein Bild oder ein Video ausgewählt werden - und dann springt das System zurück zur zuständigen Modern UI App, die sich um die Wiedergabe kümmert.
Beispiel Gigabyte S1185 Full-HD-Tablet mit Windows 8. Auch bei diesem Tablet im breiten 16:9 Format befindet sich die "Startseiten-Taste" unbequem unten in der Bildmitte. (Foto: Gigabyte)
Links von der USB-Buchse befindet sich der winzige Videoausgang des Tablets.
Hier ein VGA-Adapter am HDMI-Ausgang des Tablets. Leider ist das Kabelstück vom Mini-Videostecker zur VGA-Buchse sehr kurz, toll und flexibel ist dieser Aufbau nicht gerade.
Der externe Videoausgang lässt sich wie gewohnt nutzen: Klon-Modus, als erweiterter Desktop oder nur extern. Leider hat es auch dieser Einstelldialog nicht ins "Modern UI"-Gewand geschafft. Ohne Tastatur/Maus ist es also fickrig, Einstellungen durchzuführen.
Microsoft Surface Werbung: es wird klar hervorgehoben, dass auch ein großer Bildschirm willkommen ist.
Flipper-Test: Pinball FX lief auf dem großen Display zwar mit toller Auflösung, aber viel zu lahm. Ein Blick auf den Taskmanager zeigte, dass die CPU nur zu rund 36 Prozent ausgelastet wurde.
Hier wurde ein Video abgespielt. Auch das scheiterte kläglich mit einer Ruckelorgie - obwohl die CPU nur mit lächerlichen 16 Prozent belastet wurde.
Hier wurde der externe Bildschirm als Hauptanzeige eingestellt, das Tablet-Display ausgeschaltet. Auch das brachte leider bei keinem Testszenario eine Besserung - es blieb alles elend langsam.
Mein Arbeitsplatz. Der Desktop-Rechner unten rechts wurde abgeklemmt, das Surface RT Tablet kriegte alles was ging. Dunkel blieb nur mein zweiter Bildschirm (rechts im Bild) - das Tablet kann halt nur einen externen Bildschirm ansteuern.
Hier wurde an den Host-fähigen USB-Anschluss des Tablets erstmal ein USB-Verteiler angesteckt. An den kamen dann eine normale USB-Maus, eine USB-Tastatur und auch noch ein USB-Speicherstick dran.
Durchaus zu loben ist, dass sich das RT-Tablet sehr simpel einrichten lässt. Nach dem ersten Start komplettiert es recht flott seine Windows-Installation, erkennt die verfügbaren WLAN-Netze, bittet eins auszuwählen und fertig. Auch ein Laie kriegt das Teil schnell hoch und zum Laufen. Ratsam ist ein sehr flottes WLAN! Bereits kurz nach Marktauftritt des Surface RT Tablets gab es "zig hundert MByte" Updates, die installiert werden mussten.
Spaß hat auch gemacht, dass das Tablet einen richtigen vollwertigen USB-Anschluss mit normaler Buchsengröße hat. Per USB-Hub ließen sich wie hier im Bild zu sehen "mal eben so" ein USB-Speicherstick und eine USB-Maus anschließen. Das ist bei Tablets anderer Hersteller keine Selbstverständlichkeit. Da kriegt man höchstens so einen winzigen "Micro USB"-Anschluss, für den es dann wieder einen Adapter braucht.
Das Surface Pro sieht prinzipiell wie das Surface RT aus. Es ist aber dicker (13,5mm statt 10mm), schwerer (900 Gramm statt 680 Gramm) und hat Intel- statt ARM-Architektur drinnen. Das Display ist zwar ebenfalls nur 10 Zoll groß, hat statt "nur" 1.366 x 768 aber Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten. (Foto: Microsoft)

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jueki
Nur zum Thema Cloud: "Ja, viele haben Angst davor, ihre Terabytes an geklauten Spielfilmen, Pornos, Musik und Raubkopien irgendeinem Cloud-Anbieter anzuvertrauen" - Ich persönlich besitze außer diesen genannten Terabytes (die natürlich bei 90kb Upload erst mal in die Wolke geladen werden müssen) einige wenige Megabytes an nicht geklauten, sondern rein privaten Daten und, Tatsache, Bildern, die ich keinesfalls öffentlich machen möchte. Und da ich weiß, das früher oder später jede (für Otto Normal einsetzbare) Verschlüsselung und Sicherung geknackt wurde und wird, werde ich wohl der letzte der "Ewig Gestrigen" sein, der noch eine Festplatte unterm Tisch stehen hat. Der J.K aus Chmz ist sicher nicht so wichtig, das da eigens Dienste darauf angesetzt werden. Aber das dessen Daten als Beifang mit ins Netz geraten, wird wohl kaum auszuschließen sein. Jürgen

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