Linux-Dateien reparieren

debugfs: Defektes Dateisystem unter Kontrolle

Sowas passiert: Das Dateisystem ist defekt, und Dateien lassen sich nicht mehr löschen. Ebensowenig kann man sie anzeigen, umbennen, oder sonstwas damit tun. Dieser Artikel zeigt, wie man die Situation wieder unter Kontrolle bringen kann.

Merken tut man erst nichts davon: Das Filesystem geht an irgend einer Stelle kaputt - aber eine Meldung gibt es nirgends. Irgendwann stolpert man dann zum Beispiel über ein merkwürdiges Verzeichnis. Merkwürdig, weil die Dateien darin irgendwie 'merkwürdig' aussehen. Ein 'ls' im betroffenen Verzeichnis sieht dann in etwa wie folgt aus:



Wie man sieht, sind eigentlich nur noch die Namen der Dateien in Ordnung. Die Rechte sind völlig defekt, bzw. werden extrem merkwürdig angezeigt, Username und Gruppen-Name sind durch eine Zahlenkolonne ersetzt, und auch sonst sind alle Angaben zu den Dateien alles andere als in Ordnung.

Das wäre nicht weiter dramatisch, nur: Löschen kann man die Dateien auch nicht mehr. Versucht man das mit 'rm -f ', bekommt man nur ein lakonisches 'Die Operation ist nicht erlaubt' zurück.

Das gleiche passiert auch, wenn man sich als 'root' anmeldet: Die 'defekten' Dateien sind einfach nicht mehr weg zu bekommen. In einem solchen Fall hilft der Filesystem-Debugger 'debugfs'.

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