PIO und DMA Probleme

Festplattenbremse loswerden - Teil 2

Was im zweiten Teil des Beitrages angesagt ist, scheint logisch: Abchecken ob sich die vorhandenen Laufwerke im PIO- oder DMA-Modus befinden und gegebenenfalls die gebremsten Laufwerke auf DMA zurückschalten. Klingt simpel, ist es aber leider nicht....

Stressfaktor - keine erweiteren Einstellungen im Gerätemanager

So mancher XP-Anwender wird an dieser Stelle bereits wild fluchen, weil es bei ihm im Gerätemanager so aussieht:

__image__ src=http://www.pcreport.de/online2004/bilder/fullsize/piomist04.jpg width=712 height=551 Pech: Bei dieser XP-Installation existiert die IDE-Dialogseite "Erweiterte Einstellungen nicht". Ein simpler Check der PIO/DMA-Sachlage ist also nicht möglich.

Zeigt der Gerätemanager nicht an in welchem Modus sich Laufwerke befinden, dann liegt das daran, dass es verschiedene IDE-Treiber gibt. Die Treiber von Microsoft, die standardmäßig bei XP dabei sind, bieten die Dialogseite "Erweiterte Einstellungen", ein Check von PIO/DMA ist kein Problem.

Anders bei Intel: Dort hat irgendein Knallkopf auf die sehr wichtige Anzeige gepfiffen. Wer also ein Mainboard mit Intel-Chipsatz hat und aktuelle Intel-Treiber drauf, guckt in die Röhre. Diese Sachlage kann sich durch neue Treiber von Intel natürlich jederzeit ändern.

Theoretisch ist es möglich, die Intel-Treiber durch die Microsoft-Treiber zu ersetzen um die DMA/PIO-Anzeige zu kriegen. Praktisch ist das Quatsch, denn die Microsoft-Treiber sind in der Regel zwar extrem stabil und gut, aber ÄLTER als aktuelle Intel-Treiber und meist nicht so leistungsstark.

HINWEIS: Das Problem tritt unabhängig vom IDE-Treiber auf. Es ist also egal ob der Microsoft- Standardtreiber oder ein Treiber direkt vom Chipsatzhersteller des Mainboards (Intel, Via, Sis, Nvidia, ATI etcetera) verwendet wird.

Erfreulicherweise gibt es Tools mit denen sich die DMA-Sache rauskriegen lässt wenn der Treiber im Gerätemanager nicht will. Eines der besten und praktischsten haben viele bereits ohne es zu wissen: Das Nero-Infotool. Dieses Analyseprogramm wird mit der Nero-Brennsoftware geliefert, es findet sich hier: "Start-Programme-Nero-Nero Toolkit-Nero Infotool". Der Check mit dem Nero Infotool geht ruckzuck: Tool starten und danach die Dialogseite "Configuation" aufrufen die alle vorhandenen Laufwerke und ihren Betriebsmodus anzeigt:

__image__ src=http://www.pcreport.de/online2004/bilder/fullsize/piomist05.jpg width=377 height=471 Klasse: Das Nero-Infotool zeigt detailliert an, wie es um die Verhältnisse aller Laufwerke steht. Hier im Bild ist zu sehen, dass der DMA-Modus bei zwei Festplatten deaktiviert wurde, also zwei Bremsen im System sind, die im PIO-Modus arbeiten.

Praktischerweise redet Nero Klardeutsch, gibt auch die exakte Bezeichnung der Platten an und wie sie am Controller angeschlossen sind.

So oder so: Wird entweder im Gerätemanager oder per Nero InfoTool (oder sonst einem Diagnosettool) festgestellt, dass Laufwerke im PIO-Modus angesteuert werden, dann ist dieser Sache dringlichst auf den Grund zu gehen.


Kommentare zu diesem Artikel (1)

Windowsuser
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