SMTP Server verstehen

eMails verschicken von der Kommandozeile

Outlook ist zwar ein nettes Programm - aber zum versenden von eMails braucht es trotzdem immer noch einen SMTP Server. So ein Programm ist sowohl bei Windows 2000 als auch bei XP dabei, und wer mag, der kann damit eMails auch direkt verschicken - zum Beispiel von der Kommandozeile. Von Markus Kosek.

eMails mit einem Mail-Client zu versenden ist eine einfache Sache, reicht aber oft nicht aus. Denn manchmal möchte man gerne auch Mails an eine ganze Liste von Personen versenden, oder aber Mails aus einem Batch-Job heraus erzeugen. Zum Beispiel, um bestimmte Nachrichten automatisiert an den Sysop eines bestimmten Rechners zu versenden. Dazu braucht es einen SMTP Server, und genau so ein Programm ist sowohl bei Windows 2000 als auch bei Windows XP mit dabei.

Der Microsoftsche SMTP Dienst ist ein Teil der bei Windows mitgelieferten Internet-Dienste. Im wesentlichen ist dieser Dienst also ein Teil des Internet Information Servers – allerdings ist es nicht notwendig auch einen FTP oder eine HTTP Server auf einem Rechner zu betreiben, nur um in den Genuß des SMTP Dienstes zu gelangen.


Bei neueren Windows-Versionen ist ein SMTP Server dabei

Bevor Sie nun den folgenden Schritten folgen und den SMTP Dienst installieren, sollten Sie sich über eines im klaren sein: Ein SMTP Server versendet nicht nur eMails – er nimmt auch Mails zum weiterversenden entgegen. Das ist zwar nett vom Dienst – aber nicht unbedingt auch das was sie wollen: Schließlich hat es niemand sonderlich gern, wenn sein Rechner zum versenden von Spam oder eMail-Viren verwendet wird: Genau das läßt der SMTP Dienst, so er erst installiert ist, aber zu. Dagegen ist wenig einzuwenden – schließlich ist dies die Aufgabe eines SMTP Servers – man muß sich der Problematik nur eben bewußt sein, dann ist es auch möglich etwas dagegen zu unternehmen. Bevor Sie also den Dienst installieren – spätestens bevor Sie ihn einschalten – kann es also nicht schaden, wenn Sie Ihren Rechner vom Netz nehmen. Auf jeden Fall aber sollten Sie die Verbindung zum Internet trennen: Ist der SMTP Dienst einmal installiert wird es nicht lange dauern bis der erste Rechner von außerhalb versuchen wird, ihren SMTP Server auch zu verwenden. Und das ist inakzeptabel, zumindest solange, bis Sie den Dienst nach Ihren Wünschen konfiguriert haben. Besonders problematisch ist das natürlich nur dann, wenn Sie über eine Standleitung oder zumindest eine Quasi-Standleitung wie etwa bei DSL verfügen: Es gilt sicherzustellen, dass der Dienst von Unbefugten nicht genutzt wird.

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