Usenet Secrets für alle

Sex, Crime, Rockn Roll

Wer nur mit dem Browser rumsurft, ist auf einem Auge blind. Das Internet ist viel mehr als die bunte Welt des WWW. Zwar lässt sich bereits im meistgenutzten WWW-Internet alles Erdenkliche anstellen, aber die Effizienz hat dabei ihre Limits. Ein typisches Beispiel ist der Download von grossen Datenmengen: Musik, Bilder, Videos, Programme. Dieser Beitrag zeigt die andere Seite des Internet: Das Usenet. Von Michael Nickles. [mn]

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http://www.usenext.de - in dieser Anzeige wird mit Zugang zu über 20 Terrabyte Datenmasse geworben. Und das soll alles legal sein. Schwachsinn. Hier geht es um nichts anderes als Raubkopien, geklaute Musik, geklaute Filme.

Manche brauchen sehr lange, um es zu begreifen: Der Transport von Daten im Internet kostet Geld. Der Transport von großen Datenmengen kostet sehr viel Geld. Dieses Geld muss derjenige bezahlen, der die Informationen bereitstellt. Und zwar egal, wo auf der Welt: Es kostet überall Geld. Exakt das ist der Grund, warum niemand grundlos enorme Datenmengen zum Download anbietet. Die Rede ist von Sachen wie kompletten Spielfilmen, die mehrere 100 MByte groß sind.

Wo immer solche Downloads »kostenlos« angeboten werden, steckt eine illegale Aktivität dahinter: Irgendjemand hat einen Server »gehackt«, missbraucht und dort Daten für die Öffentlichkeit abgelegt. Sobald sich die Existenz eines solchen »freien Download-Angebots« rumgesprochen hat, gehen viele auf diesen Server drauf. Dann tritt hohe Übertragungslast auf, die dem Besitzer des missbrauchten Servers natürlich auffällt. Und sobald er's merkt, schaltet er das Download-Angebot ab. Die Frage »Kennt jemand eine gute Seite, von der man die neusten Spielfilme downloaden kann?« ist also eine typische Dummy-Frage.

Vielmehr braucht es eine geschickte Suchstrategie, um rauszukriegen wo sich interessante Daten gerade befinden, also welcher Server sie gerade noch nicht dicht gemacht hat. Irgendwo findet sich immer eine Ecke, wo das Gesuchte downzuloaden ist. Doch wer dann seinen 200 MByte großen Spielfilm mit dicker DSL-Leitung runterziehen will, dem wird schnell klar: Wollen viele gleichzeitig eine begehrte Datei runterladen, dann bricht die Bandbreite des Servers zusammen – er wird lahm. Und da hilft auch die schnellste Leitung nichts. Noch blöder, wenn's erst schnell geht, und die Sache nach ein »paar hundert MByte« in die Knie geht – oder der Server abschaltet.

Die Jagd nach Spielfilmen im Netz ist also ein mühseliges und zeitaufwändiges Vorhaben. Es sei denn, man kennt die richtigen Methoden. Eine davon ist das Usenet. Dort gibt es enorme Datenmengen für alle – schnell und easy.



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