Prinzipiell geht Schneiden so: Du bewegst die Videoposition auf den Start des Bereichs den Du schneiden willst und drückst die
Start-Markieren-Taste. Dann fährst Du zum Ende des Bereichs und Drückst die
Markierungs-Ende-Taste. Jetzt kann die ENTF-Taste (Del-Taste) auf der Tastatur gedrückt werden um den Bereich herauszuschneiden - er ist augenblicklich
weg.
Aber es gibt einen Haken! Sauberes Schneiden ohne Ruckeln ist nur SCHLÜSSELBILD-WEISE möglich. Bei der MPEG4-Konfiguration gibst Du an (siehe Abschnitt oben), wie oft ein SCHLÜSSELBILD (=Keyframe) angelegt wird. Die Einstellung 1 Keyframe pro Sekunde heisst im Klartext, dass Du ein Video nur mit Sekunden-Genauigkeit schneiden kannst!
Wenn Du einen Bereich markierst, dann verwende NIEMALS die Einzelbild-Blättertasten sondern nur die Schlüsselbild-Vor-Zurück-Tasten um präzise Schnitte zu erhalten. Das Sekundengenaue Schneiden ist letztenendes der einzige Grund, warum es sich lohnt die MPEG4-Grundeinstellung von 1 Keyframe pro 10 Sekunden auf 1 Keyframe pro Sekunde runterzusetzen.
Wenn Du eine
DVD oder einen Film ohne Werbung aufnimmst und nicht schneiden willst, dann kannst Du die Keyframe-Rate im MPEG4-Dialog natürlich ruhig raufsetzen auf 10 oder mehr - das spart ein bisschen Speicherplatz. Ein Umstellen von Bereichen in Videos ist mit den Schneidemechanismen von Virtual Dub nicht direkt möglich - Tricks wie es doch geht folgen später!
An dieser Stelle gilt: Die Werbung aus einer Aufnahme sollte jetzt
weggeklickt sein und es geht weiter im Editor mit dem Speichern der Videodatei.
Wichtig: VirtualDub kann Video- und Audio-Datenstrom getrennt oder gemeinsam behandeln. Wer mag, kann auf ein Video beispielsweise Bildfilter anwenden oder ein Video in ein anderes Videoformat konvertieren. Das kostet natürlich entsprechend viel Rechenzeit. Im folgenden geht es erst mal nur darum NUR den Audio-Teil des Videos schnell zu komprimieren. Dazu muss das Bilddaten-Neuberechnen in VirtualDub ABGESCHALTET werden. Das geht so:

Editor-Menü Video-Direct stream copy - diese Einstellung bewirkt, dass der Videostrom im AVI-File nicht neu berechnet wird.