Mehr TV-Programm am PC

Luxus-Sat-Receiver selbstgemacht

Digitales Satelliten-Fernsehen bringt die grösste Programmvielfalt, beste Bildqualität - und billigste Betriebskosten, denn monatliche Kabelanschluss-Gebühren fallen flach. Billigst-Empfänger kosten gerade mal 100 Euro, Luxus-Modelle mit Festplatten-Recording wandern für 500 Euro über die Ladentheke. Alles Wunderbar. Aber: Nahezu jede Anschaffung eines Standalone-Geräts ist ein Fehler. Ein billiger PC kann das viel besser! Dieser Beitrag zeigt, wie jeder PC zur perfekten Empfangsbasis für digitales Satelliten-TV wird.

Digitales Satelliten-TV ist eine ziemlich klar definierte Sache: Die Satelliten strahlen einen definierten digitalen Datenstrom aus, der Bild, Ton und weitere Informationen (Videotext und elektronische Programmführer - EPGs) enthalten kann. Dieser Datenstrom geht über die Schüssel rein in den Satelliten-Empfänger.

So war es vor 5 Jahren, so ist es heute, so wird es auch in den nächsten Jahren sein. Der Wahnsinn: Freunde des digitalen Sat-Empfangs, die schon einige Jahre dabei sind, haben inzwischen zig Geräteleichen rumstehen. Typischerweise startete der Sat-Freak vor ca 5 Jahren mit einer Settop-Box, einem DVB-Receiver für damals schlappe 1000 Mark. Schon damals warben die DVB-Boxen-Hersteller damit, dass die Firmware, das Betriebssystem, ihrer Geräte jederzeit updatebar ist, um neue Funktionen verfügbar zu machen, sprich zukunfssicher zu sein.

Diese Zukunftsicherheit war eine Gaukelei. Die multimedialen Konzepte beim digitalen TV (elektronische Programmführer und dergleichen) änderten sich schneller und gewaltiger als neue Firmware geschaffen werden konnte. Oder die Hardware einer DVB-Box entpuppte sich schneller als erwartet als zu schwach für neue Technologien. Bereits eine Schüssel bringt heute über 1000 TV-Programme. Aber: Fast kein Hersteller ist in der Lage, diese Programmvielfalt am Bildschirm auch bequem handhabbar zu machen. Nach dem Sender-Suchlauf hat der Sat-Freund eine Liste mit 1000 Einträgen am Schirm, die wild durcheinander fliegen - das Sortieren der Programme über die Fernbedienung wird zur Quälerei.

Kommentare zu diesem Artikel (1)

krawenel
Nur ist diese Lösung absolut nicht mehr zeitgemäß, wenn man bedenkt, welch hoher Stromverbrauch ein PC heute verbrät. Da sind 500W und mehr locker drin. Diese PC's benötigen diesen enormen Verbrauch, wenn man die aufgenommenen Filme weiterverarbeiten will und dann brennen muß. Ich sage nur eins, der Strom wird teurer. Ein Receiver braucht dagegen "nur" 25-40W und ist damit erheblich Strom-freundlicher bei einer Spielfilmlänge mit Werbung von ca 2 bis 3 Stunden zugrunde legt. Gruß

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