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Linux als Datei-Server für Windows Netze

Im ersten 'Linux als Server' Beitrag wurde berichtet wie ein Linux Rechner die Maildienste übernimmt: Es geht aber auch mehr. Dieser Beitrag zeigt, wie man Linux als Dateiserver in ein Windows Netz einbindet. Dabei können die Windows Resourcen auf dem Linux-System - und die Linux Resourcen auf dem Windows System verwendet werden. Von Jüergen Bernau und Thomas Wölfer.

Linux als Dateiserver
Das Softwarepaket Samba ermöglicht es, Festplatten die von einem Linux-Rechner verwendet werden im Windows Netzwerk transparent freizugeben: Unter Windows erscheinen diese Festplatten dann als normale Netzwerklaufwerke; die Tatsache das sie von einem Unix System verwaltet werden ist von Windows aus dann nicht länger sichbar. Ebenso kann mit Hilfe von Samba auf Netzwerkfreigaben der Windows-Rechner zugegriffen werden: Hier erfolgt der Zugriff aber nicht ganz so transparent wie in der Gegenrichtung.

Samba ist bei nahezu allen Distributionen in Binärform vorhanden, sodaß die Installation nicht sonderlich aufwendig ist: Konfiguriert werden muß das Paket aber auf jeden Fall - zu diesem Zweck existiert die Konfigurationsdatei 'smb.conf', die sich normalerweise im Verzeichnis '/etc' befindet. Die vorzunehmenden Einstellungen finden sich weiter unten im Beitrag.


Mit Samba nutzt man Linux-Server im Windows Netz

Im Kern besteht Samba aus zwei Dämonen: Dem smbd und dem nmbd. Diese Dämone kümmern sich um die Sichtbarkeit des Linux Systems im Windows-Netz: Wurden sie gestartet, ist der Linux-Rechner von Windows Computern aus erreichbar.

Normalerweise erfolgt der Start dieser Dämone im Verlaufe des Bootvorganges durch die Initialisierungs-Skripte. Dies ist aber nicht unbedingt erforderlich: Besonders im Fall von Computern auf deren Festplatten nur selten zugegriffen werden soll, kann der Arbeitsspeicher gespart und Samba nur bei Bedarf gestartet werden. 'Bei Bedarf starten' bedeutet natürlich nicht, das erst das Linux-System bemührt werden muß - vielmehr werden die Dämone durch den Broadcast gestartet, der bei der Suche eines Rechners im Netzwerk ausgelöst wird: Wird auf dem Windows-Rechner also zum Beispiel 'net use /\/\linux' eingeben erfolgt ein solcher Broadcast, und dieser führt dann dazu, das Linux Samba lädt - natürlich dauert es in diesem Fall ein klein wenig länger bis die freigegebenen Laufwerke tatsächlich im Windows Explorer zu sehen sind: Aber angesichts der Größe von smbd und nmbd ist dies eine verschmerzbare Einschränkung.

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