Strecken festlegen mit 'Route'
Mit dem Kommando ‚route' können Routen festgelegt und
angezeigt werden. Eine Route gibt an, über welche Strecke (Route)
ein Datenpaket versendet werden soll. Um bestehenden Routen
auszugeben verwendet man den Befehl 'route print'. Die Ausgabe
sieht dann zum Beispiel folgendermaßen aus:
Aktive Routen:
Netzwerkadresse Subnet Mask Gateway-Adresse Schnittstelle Anzahl
0.0.0.0 0.0.0.0 192.168.168.30 192.168.168.2 1
192.168.168.0 255.255.255.0 192.168.168.2 192.168.168.2 1
Die Ausgabe von ‚route' ist spaltenweise angeordet. Die erste
Spalte gibt an, wohin die Route geht. Die zweite gibt die verwendete
Subnetz Maske an und in der dritten Spalte steht die
Adresse des
Gateways, also des Rechners, an den die Pakete geschickt werden, damit
sie das gewünschte Ziel erreichen können. Die vierte Spalte
schließlich gibt an, welche Netzwerkschnittstelle auf dem lokalen
Rechner verwendet werden soll. In der letzen Spalte - mit der
unglücklichen Übersetzung 'Anzahl' - wird angegeben wie 'teuer'
eine einzelne Verbindung ist. Der Gedanke hinter dieser Angabe
ist, mehrere Routen zu einem bestimmten Ziel unterhalten zu können
und zu wichten: Die Route mit der geringsten Wichtung (mit der
kleineren Zahl unter ‚Anzahl') wird verwendet. In der Praxis verhält
es sich unter
Windows aber so, das diese Angabe völlig ignoriert wird.
Im angegebenen Beispiel existieren nur zwei Routen:
Die 1. Zeile: Hier wird
die spezielle Zieladdresse '0.0.0.0' verwendet . Diese Adresse passt
auf jede Zieladdresse, d.h. die aufgeführte Route kann für jede
Zieladresse verwendet werden. Eine solche Route wird 'Defaultroute'
genannt. Die
Defaultroute hat die geringste Priorität und wird nur
dann verwendet, wenn alle anderen Routen nicht passen.
Die 2. Zeile: Hier wird angezeigt,
daß der Rechner Bestandteil eines lokalen Netzes ist:
Alle Rechner des Subnetzes 192.168.168.x sind lokal erreichbar das
heißt, sie sind alle direkt mit dem lokalen Rechner verbunden.
Demzufolge ist der lokale Rechner (192.168.168.2) sein eigenes
Gateway, da er die Pakete selbstständig an die gewünschten
Zielrechner übertragen kann.