Durchbruch der Online-Rollenspiele?

Dark Age of Camelot

Online-Rollenspiele haben es in Deutschland schwer. Weniger Internetanschlüsse pro Kopf als beispielsweise in den USA, geringere Verbreitung von Flatrates und meist englischsprachige Titel schrecken das Gros der Computerspieler ab. Mit Dark Age of Camelot könnte sich dies vielleicht ändert. Kommt doch im Februar eine komplett deutsche Version auf dem Markt (unser Artikel bezieht sich noch auf die englische Beta-Version). Von Heiko Häusler.

Zur Eroberung des europäischen Marktes betreibt GOA einigen Aufwand, wie uns Dark-Age-of-Camelot-Betatester versicherten: Bisher stehen 3 Server (französisch, deutsch und englisch) mit bis zu 2.000 Spielern gleichzeitig über eine 100MBit-Leitung, wird ab Mittwoch angeblich auf 3.000 bis 3.500 Spieler pro Server und 1GBit erweitert. Zum Release (1.2.2002) sollen 6 Server stehen, 2 in jeder Sprache. Alle Server stehen in Paris. Die aktuellen Server heißen Avalon (deutsch), Excalibur (englisch) und Broceliande (französisch).

Auf den Servern existiert eine Welt, wie geschaffen für angehende Rollenspielehelden. Nach dem Tod des edlen Königs Arthur tobt ein blutiger Bürgerkrieg im Märchenreich Albion. Außerhalb der Städte und Ortschaften tummeln sich Herscharen von mehr oder minder fiesen Monstern, zwei benachbarte Königreiche – Hibernia und Midgard – drohen zudem, Albion einzunehmen. Genau der richtige Platz also, um sich seine Sporen als Held zu verdienen. Und um Unmengen an Erfahrungspunkten sowie wertvolle Ausrüstungsgegenstände einzusammeln.


Sauwetter: Tag- und Nachtwechsel und Wettereffekte erzeugen viel Atmosphäre.

Zu Beginn des Spiels steht die Entscheidung für einen Helden sowie eines der drei Reiche an. Pro Spielserver können bis zu vier unterschiedliche Charaktere erstellt und gespielt werden. Zur Auswahl stehen unter anderem mächtige Trolle, Kobolde, Menschen und Zwerge. Größe, Gesicht und Frisur lassen sich bestimmen, außerdem die Klasse. Der Spieler kann sich unter anderem als Nahkämpfer oder als Bogenschütze ins Abenteuer stürzen. Mit dem zusammengebastelten Charakter startet der Spieler seine Reise in einem der drei Reiche. Anfangs ist der Held noch von schwächlicherer Statur, kann so gut wie nichts und würde im Kampf mit den allermeisten Monstern hoffnungslos scheitern. Um die Fähigkeiten des Heroen auszubauen, gilt es deshalb, zunächst einmal schwächere Monster zu erledigen. Neben dem Metzeln von Fieslingen bringen vor allem die zahlreichen Quests Erfahrungspunkte und nebenbei Geld oder besonders nützliche Gegenstände. Der Aufstieg zu einem neuem Level wird mit Trainingspunkten entlohnt, die sich auf verschiedene Fähigkeiten verteilen lassen. Aus dem schwächlichen Kämpfer wird so nach und nach ein fast unbesiegbarer Recke.

Im Idealfall tummeln sich tausende weitere Spieler in der künstlichen Welt. Folglich bietet es sich an, Anschluss an andere Spieler zu finden. Denn in der Gruppe lassen sich auch Monster knacken, die den einzelnen Angreifer in Sekundenschnelle in Stücke zerrissen hätten. Natürlich lässt sich nicht nur gemeinschaftlich kämpfen, sondern auch plaudern, respektive chatten. Die Chat-Modi sind zahlreich. Der Spieler kann sich innerhalb einer Gruppe aber auch innerhalb einer Gilde austauschen. Einer solchen Zweckgemeinschaft beizutreten lohnt fast immer; hier findet sich am einfachsten Anschluss an eine Kampfgruppe.

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