Remote Desktop - Windows fernsteuern
Zum ersten Mal ist eine Fernsteuerung in Windows enthalten. Bisher war
man auf Netmeeting ab Version 3.0 angewiesen, wollte man seinen
PC mit
einer (kostenlosen) Microsoft-Lösung fernsteuern. Die Remote Desktop
genannte Funktion erlaubt es zum Beispiel, von zu Hause aus seinen
Arbeits-PC im Büro über das Internet so zu bedienen, als wenn
man direkt davorsitzt. Die Kontrolle lässt sich auch an Support-Personal
oder an eine vertraute Person zum Beispiel zwecks Fehlersuche übergeben.
Und: Mehrere Anwender können gleichzeitig remote verschiedene
Windows-Anwendungen starten.
DiDiese Funktion wird über die
Systemsteuerung im
Applet System eingeschaltet.
Dort sind auch die User anzugeben, die den PC fernsteuern dürfen.
Hier wird die Fernsteuerung eingeschaltet. Es sind
User oder Gruppen anzugeben, die den Desktop remote benutzen dürfen.
Die Fernsteuerung läuft mit dem Remote Desktop Protocol (RDP 5.1), das
Zugriff auf Dateisystem, Audio, serielle und parallele Ports, Drucker
sowie die Zwischenablage des fernen PCs über LAN oder Internet gestattet.
Als Steuersoftware ist in XP Professional Remote Desktop Connection (
RDC) enthalten. Die Server-Version enthält ein Remote Desktop Web
Connection genanntes Web-Interface.
Verglichen mit Lösungen wie dem kostenlosen VNC ist Remote Desktop
richtig schnell, aber nur mit XP Professional einsetzbar, leider nicht
mit der Personal.
Wird eine Remote-Session eröffnet, geht der gesteuerte PC in eine Art
geschlossenen Zustand (locked mode) über und ist dann lokal nicht mehr
bedienbar. Meldet sich jemand lokal an, wird die Session unterbrochen.
Anders als andere Lösungen unterstützt Remote Desktop alle Auflösungen bis
maximal 24 Bit Farbtiefe für das Fenster zum remote Host. Remote Desktop
ist sicherlich eines der Highlights von Windows XP.