Registry Grundlagen

Die Windows - Registry: Der Einstieg

Die Registry ist verdammt groß. Es macht keinen Sinn, manuell in ihr herumzuwühlen.- Man braucht Orientierungsansätze. Deshalb geht’s hier gleich mit einer wichtigen Übersicht los. Für Einsteiger, die noch nie an der Registry herumgewerkelt haben, aber auch für alle anderen Registry-Interessierten findet sich unter anderem alles, was man über den Registry-Editor wissen mußt, und darüber, wie mit diesem Ding umzugehen ist.

Überblick sofort – die sechs Äste der Registry
Wenn Du Regedit startest, gelangst Du stets zur „Hauptübersicht", den sechs Ästen der Registry:

Die Registry besteht aus sechs Hauptbereichen.

Wie im Registry-Editor auf den ersten Blick zu sehen, ist die Registry in sechs Teile aufgeteilt:

  1. HKEY_CLASSES_ROOT
  2. HKEY_CURRENT_USER
  3. HKEY_LOCAL_MACHINE
  4. HKEY_USERS
  5. HKEY_CURRENT_CONFIG
  6. HKEY_DYN_DATA

Zwei dieser Hauptäste sind eine Ausnahme: HKEY_CURRENT_USER und HKEY_CURRENT_CONFIG enthalten keine wirklichen Konfigurationsinformationen. Vielmehr sind diese beiden Äste nur eine „Abkürzung" für andere Äste der Registry. Was Du dort änderst, ändert sich also auch automatisch in einem der anderen vier Äste.

HKEY_CLASSES_ROOT – Kompatibiltäten zu Windows 3.x

Bereits unter Windows 3.x gab es den Versuch, eine Registrierungs-Datenbank zu etablieren. In ihr wurden alle Informationen von OLE-Komponenten und mit Dateierweiterungen verknüpfte Programme verwaltet.

In HKEY_CLASSES_ROOT finden sich unter anderem die Dateiverknüpfungen für Kompatibiliät zu alten Windows 3.x-Programmen.

Dieser Registry-Ast existiert also nur aus Kompatibilitätsgründen zum alten Windows 3.x. Er enthält die Angaben, die bei Windows 3.x in der Datei REG.DAT zu finden waren – unter anderem die Dateityp-Zuordnungen.

Echte Windows-Programme kümmern sich nicht um die Informationen aus HKEY_CLASSES_ROOT. Für Windows-Programme gibt es eine eigenständige Kopie dieser Einträge. Diese Kopie steckt im „Unterast" HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Classes. Windows synchronisiert beide automatisch. Werden Änderungen in HKEY_CLASSES_ROOT durchgeführt, so passieren sie automatisch auch in HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Classes – und umgekehrt. In welchem der Äste Du Dich ans Werk machst, um alte Windows 3.x-Kompatibilitätsprobleme zu lösen, ist also egal. Für die Konfiguration von echten 32-Bit-Windows-Programmen ist HKEY_CLASSES_ROOT witzlos!

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