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Reden im Netz: Remote Desktops einsetzen

Bei Windows 2000 (Server), Windows XP und Windows 2003 gibt es ein ungeheuer praktisches Feature, das man für die Fernsteuerung von Windows-PCs verwenden kann: Die Terminal Services (2000) bzw. Remote Desktops: Damit verbinden Sie sich zu einem entfernten Rechner und benutzen den fast so, als würden Sie direkt vor ihm sitzen.

Die Remote Desktops sind ungeheuer praktisch: Sie können den Remote Desktop auf einem Rechner im LAN freigeben und sich dann mit diesem Dienst von einem anderen Rechner aus verbinden. Wenn Sie bereits Netzwerkdienste benutzt haben, dann kennen Sie die entsprechenden Client-Programme. Normalerweise geben Ihnen solche Netzwerk-Clients Programme eine Ansicht auf einen ganz dedizierten Teil des Server-Rechners.

So können Sie zum Beispiel mit dem Explorer auf die freigegebenen Dateien des Server-Rechners sehen; der Druck-Dialog kann Ihnen die Namen und Informationen über freigegebene Drucker auf dem Serverrechner anzeigen.

Das ist beim Remote Desktop Service anders: Sie erhalten eine umfassende Ansicht auf alle Elemente des entfernten Rechners. So umfangreich, wie bei keinem anderen Dienst, denn der Remote Desktop Service gibt Ihnen ein Desktop-füllendes Fenster das man als solches praktisch nicht erkennen kann – und das den ganz normalen Desktop auf dem entfernten Rechner anzeigt.

Aber eben nicht nur anzeigt: Sie können diesen Desktop ganz so verwenden, als würden Sie vor dem entfernten Rechner sitzen. Sie können Programme über das Start-Menü starten, Diensten beenden und deren Startparameter ändern, und auch sonst praktisch alles tun, was man tun kann, wenn man direkt vor dem entfernten Rechner sitzt.

Der Desktop des entfernten Rechners wird also einfach auf dem lokalen Desktop eingeblendet. Dabei richtet sich die verwendete Auflösung nach der Auflösung des lokalen Rechners, und nicht nach der Auflösung des entfernten Rechners. Mit anderen Worten: Auch wenn der entfernte Rechner nicht über eine Graphikkarte mit besonderer Auflösung verfügt können Sie den Rechner mit dem Remote Desktop unter der vollen Auflösung Ihrer lokalen Graphikkarte einsetzen.

Dabei schließen sich Nutzung des Remote Desktop eines gegebenen Rechners und die gleichzeitige Nutzung der lokalen Anmeldung am gleichen Rechner aus. Sie können also entweder an einem Rechner lokal angemeldet sein, oder aber per Remote-Desktop: Beides gleichzeitig geht nicht. Wenn Sie zu einem Rechner per Remote Desktop Kontakt aufnehmen und an diesem Rechner ist zu diesem Zeitpunkt jemand angemeldet, dann wird diese Person von diesem Rechner 'zwangsabgemeldet'.

Damit Sie sich zu einem Rechner verbinden können, muss der Remote-Desktop auf diesem Rechner zunächst einmal aktiviert werden.

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