PC selbst gemacht

PRAXIS: Der zweite 99 Euro PC - Komponenten und Zusammenbau

Wenn für einen PC wie beim Nickles 99 Euro PC Wettbewerb die ausnahmslos billigsten Komponenten eingekauft werden, dann ist das eine besonders spannende Sache. Auch beim Auspacken der Komponenten und dem Zusammenbau des zweiten 99 Euro PC gab es natürlich wieder einige Überraschungen - sowohl angenehme als auch ganz schön üble…

Diesmal bauten wir nicht zwei sondern gleich drei Exemplare des gleichen PC - alle Komponenten wurden also dreifach eingekauft. Und das war großes Glück. Denn: bei allen Bestellungen war jeweils eine Komponente "defekt". Das ist eine extrem hohe Ausschußquote wenn man bedenkt, dass ausnahmslos originalverpackte Neuware gekauft wurde. Ein RAM-Riegel, eine Festplatte, ein Mainboard und sogar eins der Gehäuse war teils defekt oder komplett unbrauchbar. Alle Details dazu im Verlauf des Beitrags.

Das 6,50 Euro Gehäuse: blau-weiß und mit Schriftzug "Viglem". Unsere Rechereche ergab, dass das Gehäuse ursprünglich von einem US-Hersteller namens "Palo Alto Computers" entwickelte wurde, der unter anderem auch Gehäuse für Sun gebaut hat.
Gehäuse von vorne. Hinter dem freien Schlitz lässt sich ein CD/DVD-Laufwerk im Slimline-Format einbauen. Unter dem Einschaltknopf gibt es ein Front-Anschlußpanel mit zwei USB-Buchsen, Mikrofon- und Kopfhörer-Anschluss.
Praktisch: um an die Innereien zu gelangen, wird die Ummantelung einfach komplett abgezogen und man kommt simpel an den Metallkäfig ran. Die Frontplatte lässt sich ebenfalls leicht abnehmen und wieder anbringen.
Im Inneren des Gehäuses fand sich erfreulicherweise auch das nötige Zubehör: Stromanschlusskabel, USB-Kabel für Front-USB-Buchsen sowie Montageschrauben. Das wurde in der Anzeige gar nicht erwähnt.
Auf die linke Gehäuseplatte wird das Mainboard montiert, im Teil rechts unterhalb vom Netzteil ist Platz für eine Festplatte bis zu 3.5 Zoll Baugröße und ein Slimline-CD/DVD-Laufwerk.
Blick auf das "kleine" Netzteil, das "nur" 85 Watt rauslässt. Als Lüfter ist ein großer Standard-Ventilator draufmontiert, der sich (falls mal nötig) recht leicht ersetzen lässt.
Zum besseren Einschätzen der Größe: in das Miniatur-Gehäuse lässt sich grad mal eine Bierflasche reinstellen. Es ging also maximal ein Mainboard im Mini-ITX-Format rein. Strenggenommen auch eines im inzwischen exotischen (etwas größeren) "FlexATX"-Format, für das das Gehäuse wohl ehemals konzipiert wurde.
Die ausgepackte Asus-Schachtel: Mainboard, ATX-Blech, IDE- und SATA-Kabel, dazu Schnellstart-Zettel und "Bedienungshandbuch"
Das Asrock A330GC hat leider einen Ventilator, wird nicht passiv und damit lautlos gekühlt. Aber wir mussten halt das "billigste Brett" kaufen. Immerhin hat das Ding zwei Speichermodul-Steckplätze, viele andere Atom-Bretter haben nur einen. Zwei ist praktischer, weil dadurch auch der schnellere Dual-Channel-Modus von DDR2-RAM genutzt werden kann. Und auch sonst gab es bei den Anschlussmöglichkeiten nichts zu bemängeln. Auf den PCI-Steckplatz hätten wir auch gepfiffen - unser Mini-Gehäuse lässt ohnehin keinen Einbau einer Steckkarte zu.
Hier die analoge VGA-Anschlussbuchse des Asrock-Bretts. Deutlich ist zu erkennen, dass die Buchse auf einem blauen Sockel "steckt", der recht hoch ist. Darunter befindet sich anscheinend noch Platz für einen optionalen DVI-Ausgang.
Mechanisch wird die Buchse eigentlich nur durch die Lötstellen auf dem Mainboard festgehalten, am ATX-Blech hängt sie nur raus (wie halt üblich). Da die Buchse sehr hoch sitzt, entsteht beim Einstecken eines VGA-Kabels eine enorme Hebelwirkung, die Lötpins werden brutal belastet.
Das dritte Brett: hier baumelte der CPU-Kühlkörper komisch rum, war nicht richtig fixiert, weil eine der beiden Halterungen fehlte (siehe Pfeil).
Die drei Einzelteile des Kühlkörper-"Schnappers" flogen in der Verpackung des Mainboards rum und waren noch funktionstüchtig. Das Brett konnte also "repariert" werden.
Nach dem Einschalten fährt das Asrock mit diesem Auswahlmenü hoch. Um ins Setup zu gelangen muss die F2-Taste gedrückt werden, mit F11 gelangt man zu einem "Bootmenü". Das Auswahlmenü lässt sich per BIOS-Option auf Wunsch ausschalten.
Das Bootmenü des Asrock-Boards: hier werden alle bootfähigen Datenträger aufgelistet.
Das ATX-Blech muss perfekt in die Gehäuseöffnung "eingerastet" werden. Ums Blech herum befinden sich zig kleine "Nippel" (siehe Pfeil), die einklicken müssen, damit das Blech fest sitzt. PC-Bau-Unkundige sind hier oft zu vorsichtig und rasten das Blech nicht optimal ein. Es kann durchaus eine "minimale" Portion Gewalt nötig sein, bis es wirklick "klick" macht.
Vor dem Festschrauben eines Mainboards sollte immer das ATX-Blech gecheckt werden! Alle Buchsen müssen sauber rausgeführt sein. Es kann passieren, dass sich eine der "Metalllaschen" verbogen hat und dadurch eine Buchse "versperrt".
Beim Festschrauben gilt wie immer: erst alle Schrauben ein "bisschen" festdrehen und zum Schluß dann alle mit einem kleinen zusätzlichen Kick fixieren.
Im Fall unseres Mini-ITX-Boards von Asrock gab es einen 24 Pin Stromanschluss, bei dem rechts vier Pins mit einem Aufkleber bedeckt waren. Dessen Aufdruck: für 24 Pin Stecker. Der praktische Aufkleber klebte leider recht "locker" auf der Buchse. Es ist zu bezweifeln, dass ihn jeder Käufer dieses Mainboards wirklich drauf zu sehen kriegt (oder er nur in der Verpackung rumfliegt).
Zulässig: hier wird ein 20poliger Stromstecker einfach links- bzw rechtsbündig aufgesteckt, die 4 zusätzlichen Pins der Buchse bleiben einfach frei. Fertig.
Hier kommt von einem modernen Netzteil der Mainboard-Anschluss in zwei "Blöcken": ein 20poliger Stecker und zusätzlich ein 4poliger. Je nach dem, ob ein Board einen 20 oder 24polige Buchse hat, kommt halt nur der 20polige Stecker drauf oder beide gemeinsam nebeneinander.
Auch moderne Mainboards, selbst energiesparsame Mini-ITX-Bretter haben häufig noch eine zusätzliche 4polige Strombuchse drauf. Darüber wird die CPU mit 12 Volt Spannung versorgt. Pauschal gilt: hat ein Mainboard so eine "4polige ATX 12 Volt" Buchse, dann muss sie auch mit Saft versorgt werden. Das Netzteil muss also ein entsprechendes Stromkabel mit so einem 4poligen Stecker haben.
Bei Pollin.de kostet so ein ATX-Stromadapter beispielsweise 1,45 Euro.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Asus Mainboard.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Foxcon Mainboard.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Asrock Mainboard.
Doppelnummer: hier ist ein Audio-Stecker mit AC97 und einer mit "Azalia" beschriftet. AC97 ist der "alte Soundstandard", "Azalia" der modernere. Man muss also den Stecker verwenden, der zu den technischen Sounddaten des Mainboard passt (und den verwendeten Standard dann auch im BIOS aktivieren).
Glück im Unglück: bei unserem Billiggehäuse ließ sich das Frontpanel mit den Audiobuchsen recht leicht rausholen und untersuchen.
So klappte es schließlich mit dem Mikrofon und dem Kopfhörer.
Die Speicherriegel von Kingston wurden in Originalverpackung geliefert.
Glücklicherweise hatte unser Asrock-Mini-ITX-Mainboard zwei RAM-Steckplätze. Viele "Mini-Bretter" haben nur einen und damit ist kein schneller Dual Channel RAM-Betrieb möglich - und man ist gezwungen (im Fall des Nickles-Wettbewerbs) mindestens ein 1 GByte Modul zu kaufen, zwei "günstigere" 512 MByte Module ist nicht möglich.
Bei einer Prüfung der Speichermodule mit Memtest hagelte es Fehler: eines der Kingston-Speichermodule war schlicht und ergreifend Müll.
Hardwareversand.de versprach im Online-Shop einen 1 GByte DDR2-Riegel für 9,59 Euro binnen 3-5 Tage liefern zu können.
Für die drei zweiten "baugleichen" Nickles 99 Euro PCs wurden günstige neue Seagate 2.5 Zoll 20 GByte Festplatten für jeweils 18,92 Euro ergattert. Die Platten kamen schlicht in Plastiktütchen verpackt und machten einen tadellosen Eindruck:
In diesem billigen PC-Gehäuse gab es lediglich einen Einbauplatz für ein 3.5 Zoll Laufwerk (und darüber ein Slimline-CD/DVD-Laufwerk).
Vier Kabelbinder und ein Stück "Möbelfuss"-Antirutsch-Aufkleber.
Der Antirutsch-Aufkleber wurde in vier Stücke geteilt und in den 3.5 Zoll Rahmen geklebt. In dessen seitliche Bohrungen wurden die Kabelbinder reingewurstelt.
Die 2.5 Zoll Festplatte wurde schließlich eingeschoben und mit den Kabelbindern festgezurrt. Fertig.
Hier sitzt die Platte festgezurrt im 3.5 Zoll Rahmen im Mini-PC-Gehäuse.
Hinten das Grundgehäuse mit Netzteil und der Platte drüber, vorne das Blech mit dem Mainboard. Was auf dem Bild schwer erkennbar ist: das Stromkabel vom Netzteil zum Mainboard ist elend kurz. Es grenzte schon an ein Wunder, dass sich die Einzelteile so wie im Bild zu sehen "flach" hinlegen ließen.
Knifflig: hier wurden die beiden Gehäuseteile zum "Zusammenschieben" positioniert.
Fast geschafft. Im Fall des einen 99ers, den wir für Wolfgang Rudolph gebaut haben, klappte es noch passabel. Bei einem der drei gelieferten Gehäuse war das Mainboard-Stromkabel allerdings gut 1-2cm kürzer. Es gelang fast nicht, das Ding zusammenzukriegen.
Fertig. Gehäuse zu, alles drinnen.
Links eine Sprühdose "Kunststoffhaftvermittler" (12,50 Euro), rechts eine Sprühdose Lackspray "Verkehrsrot" (6,50 Euro).
Wichtige Vorraussetzung: vor dem Sprühen müssen die Dosen jeweils mindestens zwei Minuten gut durchgeschüttelt werden.
Hier werden die einzelnen Plastikteile "rot" eingesprüht. Das ist im Prinzip simpel aber ätzend, wenn man mit so was keine Übung hat. Wichtig ist es, sehr gleichmäßig mit ausreichendem Abstand über "Kreuz" zu sprühen. Und: alle Teile müssen so platziert werden, dass man an alle Stelle rankommt aber nichts so "schief" liegt, dass sich Farb-"Rotznasen" bilden können. Ich hab es mit ach und krach halbwegs hingekriegt.
Einen halben Tag später waren die Teile ausreichend trocken und halbwegs "knallrot".
Hier macht sich Cornelius an die Acrylglas-Platte ran. Die billige Eisensäge, die ich runmliegen hatte, erwies sich als optimales Werkzeug.
Mona hat inzwischen den "Schriftzug" klargemacht. Dafür wurden eine gelbe durchsichtige "Prospekthülle" und selbstklebende Buchstaben aus dem Papiergeschäft verwendet (zusammen ca 2 Euro).
Hier ist die "Prospekthülle" mit den aufgeklebten Buchstaben bereits so zurechgeschnitten, dass sie von hinten auf die fürs Gehäuse zurechtgesägte Acrylglas-Platte passt.
Ein flexibler "LED-Streifen" - das Ding ist 16cm lang, hat 12 LEDs und auf der Rückseite einen Selbstklebe-Streifen. Diese LED-Streifen gibt es in zig Varianten und Farben bereits ab ca 6 Euro. Ist ein Streifen "zu lang" kann er an gekennzeichneten Stellen auch einfach mit einer Schere gekürzt werden. Idealerweise braucht er 12 Volt Gleichstrom - den jedes PC-Netzteil ja bereitstellt. (Foto von Conrad.de)
Das nötige Stromanschlusskabel war beim LED-Streifen gleich dran. Um die Sache im PC leicht montierbar zu machen, hab ich eine alte Stromweiche ausgeschlachtet und die Kabel vom LED-Streifen drangelötet.
Die finale Montage war simpel. Erst wurde die zurechgesägte Acrylglas-Platte reingeklebt und hinten dran dann die gelbe Folie mit dem Schriftzug. Den LED-Streifen haben wir einfach innen seitlich dahintergeklebt. Eine exakte Ausrichtung des LED-Streifens war nicht nötig, da er extrem leuchtstark ist.
Finaler Schnappschuß und noch mal ein Größenvergleich: links vom 99er eine Bierflache, rechts daneben das aktuelle Nickles Linux-Report Buch. Der Rechner ist wirklich verdammt klein.
Zum Schluß wurde der PC auf der Rückseite noch mit Datum und den Unterschriften der am Bau Beteiligten signiert. Das Ding wurde quasi am 20.5.2010 um 2 Uhr frühs fertig, ein paar Stunden bevor wir mit der Kiste nach Düsseldorf zur Aufzeichnung der ComputerClub2 Sendung geflogen sind.
Das 6,50 Euro Gehäuse: blau-weiß und mit Schriftzug "Viglem". Unsere Rechereche ergab, dass das Gehäuse ursprünglich von einem US-Hersteller namens "Palo Alto Computers" entwickelte wurde, der unter anderem auch Gehäuse für Sun gebaut hat.
Gehäuse von vorne. Hinter dem freien Schlitz lässt sich ein CD/DVD-Laufwerk im Slimline-Format einbauen. Unter dem Einschaltknopf gibt es ein Front-Anschlußpanel mit zwei USB-Buchsen, Mikrofon- und Kopfhörer-Anschluss.
Praktisch: um an die Innereien zu gelangen, wird die Ummantelung einfach komplett abgezogen und man kommt simpel an den Metallkäfig ran. Die Frontplatte lässt sich ebenfalls leicht abnehmen und wieder anbringen.
Im Inneren des Gehäuses fand sich erfreulicherweise auch das nötige Zubehör: Stromanschlusskabel, USB-Kabel für Front-USB-Buchsen sowie Montageschrauben. Das wurde in der Anzeige gar nicht erwähnt.
Auf die linke Gehäuseplatte wird das Mainboard montiert, im Teil rechts unterhalb vom Netzteil ist Platz für eine Festplatte bis zu 3.5 Zoll Baugröße und ein Slimline-CD/DVD-Laufwerk.
Blick auf das "kleine" Netzteil, das "nur" 85 Watt rauslässt. Als Lüfter ist ein großer Standard-Ventilator draufmontiert, der sich (falls mal nötig) recht leicht ersetzen lässt.
Zum besseren Einschätzen der Größe: in das Miniatur-Gehäuse lässt sich grad mal eine Bierflasche reinstellen. Es ging also maximal ein Mainboard im Mini-ITX-Format rein. Strenggenommen auch eines im inzwischen exotischen (etwas größeren) "FlexATX"-Format, für das das Gehäuse wohl ehemals konzipiert wurde.
Die ausgepackte Asus-Schachtel: Mainboard, ATX-Blech, IDE- und SATA-Kabel, dazu Schnellstart-Zettel und "Bedienungshandbuch"
Das Asrock A330GC hat leider einen Ventilator, wird nicht passiv und damit lautlos gekühlt. Aber wir mussten halt das "billigste Brett" kaufen. Immerhin hat das Ding zwei Speichermodul-Steckplätze, viele andere Atom-Bretter haben nur einen. Zwei ist praktischer, weil dadurch auch der schnellere Dual-Channel-Modus von DDR2-RAM genutzt werden kann. Und auch sonst gab es bei den Anschlussmöglichkeiten nichts zu bemängeln. Auf den PCI-Steckplatz hätten wir auch gepfiffen - unser Mini-Gehäuse lässt ohnehin keinen Einbau einer Steckkarte zu.
Hier die analoge VGA-Anschlussbuchse des Asrock-Bretts. Deutlich ist zu erkennen, dass die Buchse auf einem blauen Sockel "steckt", der recht hoch ist. Darunter befindet sich anscheinend noch Platz für einen optionalen DVI-Ausgang.
Mechanisch wird die Buchse eigentlich nur durch die Lötstellen auf dem Mainboard festgehalten, am ATX-Blech hängt sie nur raus (wie halt üblich). Da die Buchse sehr hoch sitzt, entsteht beim Einstecken eines VGA-Kabels eine enorme Hebelwirkung, die Lötpins werden brutal belastet.
Das dritte Brett: hier baumelte der CPU-Kühlkörper komisch rum, war nicht richtig fixiert, weil eine der beiden Halterungen fehlte (siehe Pfeil).
Die drei Einzelteile des Kühlkörper-"Schnappers" flogen in der Verpackung des Mainboards rum und waren noch funktionstüchtig. Das Brett konnte also "repariert" werden.
Nach dem Einschalten fährt das Asrock mit diesem Auswahlmenü hoch. Um ins Setup zu gelangen muss die F2-Taste gedrückt werden, mit F11 gelangt man zu einem "Bootmenü". Das Auswahlmenü lässt sich per BIOS-Option auf Wunsch ausschalten.
Das Bootmenü des Asrock-Boards: hier werden alle bootfähigen Datenträger aufgelistet.
Das ATX-Blech muss perfekt in die Gehäuseöffnung "eingerastet" werden. Ums Blech herum befinden sich zig kleine "Nippel" (siehe Pfeil), die einklicken müssen, damit das Blech fest sitzt. PC-Bau-Unkundige sind hier oft zu vorsichtig und rasten das Blech nicht optimal ein. Es kann durchaus eine "minimale" Portion Gewalt nötig sein, bis es wirklick "klick" macht.
Vor dem Festschrauben eines Mainboards sollte immer das ATX-Blech gecheckt werden! Alle Buchsen müssen sauber rausgeführt sein. Es kann passieren, dass sich eine der "Metalllaschen" verbogen hat und dadurch eine Buchse "versperrt".
Beim Festschrauben gilt wie immer: erst alle Schrauben ein "bisschen" festdrehen und zum Schluß dann alle mit einem kleinen zusätzlichen Kick fixieren.
Im Fall unseres Mini-ITX-Boards von Asrock gab es einen 24 Pin Stromanschluss, bei dem rechts vier Pins mit einem Aufkleber bedeckt waren. Dessen Aufdruck: für 24 Pin Stecker. Der praktische Aufkleber klebte leider recht "locker" auf der Buchse. Es ist zu bezweifeln, dass ihn jeder Käufer dieses Mainboards wirklich drauf zu sehen kriegt (oder er nur in der Verpackung rumfliegt).
Zulässig: hier wird ein 20poliger Stromstecker einfach links- bzw rechtsbündig aufgesteckt, die 4 zusätzlichen Pins der Buchse bleiben einfach frei. Fertig.
Hier kommt von einem modernen Netzteil der Mainboard-Anschluss in zwei "Blöcken": ein 20poliger Stecker und zusätzlich ein 4poliger. Je nach dem, ob ein Board einen 20 oder 24polige Buchse hat, kommt halt nur der 20polige Stecker drauf oder beide gemeinsam nebeneinander.
Auch moderne Mainboards, selbst energiesparsame Mini-ITX-Bretter haben häufig noch eine zusätzliche 4polige Strombuchse drauf. Darüber wird die CPU mit 12 Volt Spannung versorgt. Pauschal gilt: hat ein Mainboard so eine "4polige ATX 12 Volt" Buchse, dann muss sie auch mit Saft versorgt werden. Das Netzteil muss also ein entsprechendes Stromkabel mit so einem 4poligen Stecker haben.
Bei Pollin.de kostet so ein ATX-Stromadapter beispielsweise 1,45 Euro.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Asus Mainboard.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Foxcon Mainboard.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Asrock Mainboard.
Doppelnummer: hier ist ein Audio-Stecker mit AC97 und einer mit "Azalia" beschriftet. AC97 ist der "alte Soundstandard", "Azalia" der modernere. Man muss also den Stecker verwenden, der zu den technischen Sounddaten des Mainboard passt (und den verwendeten Standard dann auch im BIOS aktivieren).
Glück im Unglück: bei unserem Billiggehäuse ließ sich das Frontpanel mit den Audiobuchsen recht leicht rausholen und untersuchen.
So klappte es schließlich mit dem Mikrofon und dem Kopfhörer.
Die Speicherriegel von Kingston wurden in Originalverpackung geliefert.
Glücklicherweise hatte unser Asrock-Mini-ITX-Mainboard zwei RAM-Steckplätze. Viele "Mini-Bretter" haben nur einen und damit ist kein schneller Dual Channel RAM-Betrieb möglich - und man ist gezwungen (im Fall des Nickles-Wettbewerbs) mindestens ein 1 GByte Modul zu kaufen, zwei "günstigere" 512 MByte Module ist nicht möglich.
Bei einer Prüfung der Speichermodule mit Memtest hagelte es Fehler: eines der Kingston-Speichermodule war schlicht und ergreifend Müll.
Hardwareversand.de versprach im Online-Shop einen 1 GByte DDR2-Riegel für 9,59 Euro binnen 3-5 Tage liefern zu können.
Für die drei zweiten "baugleichen" Nickles 99 Euro PCs wurden günstige neue Seagate 2.5 Zoll 20 GByte Festplatten für jeweils 18,92 Euro ergattert. Die Platten kamen schlicht in Plastiktütchen verpackt und machten einen tadellosen Eindruck:
In diesem billigen PC-Gehäuse gab es lediglich einen Einbauplatz für ein 3.5 Zoll Laufwerk (und darüber ein Slimline-CD/DVD-Laufwerk).
Vier Kabelbinder und ein Stück "Möbelfuss"-Antirutsch-Aufkleber.
Der Antirutsch-Aufkleber wurde in vier Stücke geteilt und in den 3.5 Zoll Rahmen geklebt. In dessen seitliche Bohrungen wurden die Kabelbinder reingewurstelt.
Die 2.5 Zoll Festplatte wurde schließlich eingeschoben und mit den Kabelbindern festgezurrt. Fertig.
Hier sitzt die Platte festgezurrt im 3.5 Zoll Rahmen im Mini-PC-Gehäuse.
Hinten das Grundgehäuse mit Netzteil und der Platte drüber, vorne das Blech mit dem Mainboard. Was auf dem Bild schwer erkennbar ist: das Stromkabel vom Netzteil zum Mainboard ist elend kurz. Es grenzte schon an ein Wunder, dass sich die Einzelteile so wie im Bild zu sehen "flach" hinlegen ließen.
Knifflig: hier wurden die beiden Gehäuseteile zum "Zusammenschieben" positioniert.
Fast geschafft. Im Fall des einen 99ers, den wir für Wolfgang Rudolph gebaut haben, klappte es noch passabel. Bei einem der drei gelieferten Gehäuse war das Mainboard-Stromkabel allerdings gut 1-2cm kürzer. Es gelang fast nicht, das Ding zusammenzukriegen.
Fertig. Gehäuse zu, alles drinnen.
Links eine Sprühdose "Kunststoffhaftvermittler" (12,50 Euro), rechts eine Sprühdose Lackspray "Verkehrsrot" (6,50 Euro).
Wichtige Vorraussetzung: vor dem Sprühen müssen die Dosen jeweils mindestens zwei Minuten gut durchgeschüttelt werden.
Hier werden die einzelnen Plastikteile "rot" eingesprüht. Das ist im Prinzip simpel aber ätzend, wenn man mit so was keine Übung hat. Wichtig ist es, sehr gleichmäßig mit ausreichendem Abstand über "Kreuz" zu sprühen. Und: alle Teile müssen so platziert werden, dass man an alle Stelle rankommt aber nichts so "schief" liegt, dass sich Farb-"Rotznasen" bilden können. Ich hab es mit ach und krach halbwegs hingekriegt.
Einen halben Tag später waren die Teile ausreichend trocken und halbwegs "knallrot".
Hier macht sich Cornelius an die Acrylglas-Platte ran. Die billige Eisensäge, die ich runmliegen hatte, erwies sich als optimales Werkzeug.
Mona hat inzwischen den "Schriftzug" klargemacht. Dafür wurden eine gelbe durchsichtige "Prospekthülle" und selbstklebende Buchstaben aus dem Papiergeschäft verwendet (zusammen ca 2 Euro).
Hier ist die "Prospekthülle" mit den aufgeklebten Buchstaben bereits so zurechgeschnitten, dass sie von hinten auf die fürs Gehäuse zurechtgesägte Acrylglas-Platte passt.
Ein flexibler "LED-Streifen" - das Ding ist 16cm lang, hat 12 LEDs und auf der Rückseite einen Selbstklebe-Streifen. Diese LED-Streifen gibt es in zig Varianten und Farben bereits ab ca 6 Euro. Ist ein Streifen "zu lang" kann er an gekennzeichneten Stellen auch einfach mit einer Schere gekürzt werden. Idealerweise braucht er 12 Volt Gleichstrom - den jedes PC-Netzteil ja bereitstellt. (Foto von Conrad.de)
Das nötige Stromanschlusskabel war beim LED-Streifen gleich dran. Um die Sache im PC leicht montierbar zu machen, hab ich eine alte Stromweiche ausgeschlachtet und die Kabel vom LED-Streifen drangelötet.
Die finale Montage war simpel. Erst wurde die zurechgesägte Acrylglas-Platte reingeklebt und hinten dran dann die gelbe Folie mit dem Schriftzug. Den LED-Streifen haben wir einfach innen seitlich dahintergeklebt. Eine exakte Ausrichtung des LED-Streifens war nicht nötig, da er extrem leuchtstark ist.
Finaler Schnappschuß und noch mal ein Größenvergleich: links vom 99er eine Bierflache, rechts daneben das aktuelle Nickles Linux-Report Buch. Der Rechner ist wirklich verdammt klein.
Zum Schluß wurde der PC auf der Rückseite noch mit Datum und den Unterschriften der am Bau Beteiligten signiert. Das Ding wurde quasi am 20.5.2010 um 2 Uhr frühs fertig, ein paar Stunden bevor wir mit der Kiste nach Düsseldorf zur Aufzeichnung der ComputerClub2 Sendung geflogen sind.
Das 6,50 Euro Gehäuse: blau-weiß und mit Schriftzug "Viglem". Unsere Rechereche ergab, dass das Gehäuse ursprünglich von einem US-Hersteller namens "Palo Alto Computers" entwickelte wurde, der unter anderem auch Gehäuse für Sun gebaut hat.
Gehäuse von vorne. Hinter dem freien Schlitz lässt sich ein CD/DVD-Laufwerk im Slimline-Format einbauen. Unter dem Einschaltknopf gibt es ein Front-Anschlußpanel mit zwei USB-Buchsen, Mikrofon- und Kopfhörer-Anschluss.
Praktisch: um an die Innereien zu gelangen, wird die Ummantelung einfach komplett abgezogen und man kommt simpel an den Metallkäfig ran. Die Frontplatte lässt sich ebenfalls leicht abnehmen und wieder anbringen.
Im Inneren des Gehäuses fand sich erfreulicherweise auch das nötige Zubehör: Stromanschlusskabel, USB-Kabel für Front-USB-Buchsen sowie Montageschrauben. Das wurde in der Anzeige gar nicht erwähnt.
Auf die linke Gehäuseplatte wird das Mainboard montiert, im Teil rechts unterhalb vom Netzteil ist Platz für eine Festplatte bis zu 3.5 Zoll Baugröße und ein Slimline-CD/DVD-Laufwerk.
Blick auf das "kleine" Netzteil, das "nur" 85 Watt rauslässt. Als Lüfter ist ein großer Standard-Ventilator draufmontiert, der sich (falls mal nötig) recht leicht ersetzen lässt.
Zum besseren Einschätzen der Größe: in das Miniatur-Gehäuse lässt sich grad mal eine Bierflasche reinstellen. Es ging also maximal ein Mainboard im Mini-ITX-Format rein. Strenggenommen auch eines im inzwischen exotischen (etwas größeren) "FlexATX"-Format, für das das Gehäuse wohl ehemals konzipiert wurde.
Die ausgepackte Asus-Schachtel: Mainboard, ATX-Blech, IDE- und SATA-Kabel, dazu Schnellstart-Zettel und "Bedienungshandbuch"
Das Asrock A330GC hat leider einen Ventilator, wird nicht passiv und damit lautlos gekühlt. Aber wir mussten halt das "billigste Brett" kaufen. Immerhin hat das Ding zwei Speichermodul-Steckplätze, viele andere Atom-Bretter haben nur einen. Zwei ist praktischer, weil dadurch auch der schnellere Dual-Channel-Modus von DDR2-RAM genutzt werden kann. Und auch sonst gab es bei den Anschlussmöglichkeiten nichts zu bemängeln. Auf den PCI-Steckplatz hätten wir auch gepfiffen - unser Mini-Gehäuse lässt ohnehin keinen Einbau einer Steckkarte zu.
Hier die analoge VGA-Anschlussbuchse des Asrock-Bretts. Deutlich ist zu erkennen, dass die Buchse auf einem blauen Sockel "steckt", der recht hoch ist. Darunter befindet sich anscheinend noch Platz für einen optionalen DVI-Ausgang.
Mechanisch wird die Buchse eigentlich nur durch die Lötstellen auf dem Mainboard festgehalten, am ATX-Blech hängt sie nur raus (wie halt üblich). Da die Buchse sehr hoch sitzt, entsteht beim Einstecken eines VGA-Kabels eine enorme Hebelwirkung, die Lötpins werden brutal belastet.
Das dritte Brett: hier baumelte der CPU-Kühlkörper komisch rum, war nicht richtig fixiert, weil eine der beiden Halterungen fehlte (siehe Pfeil).
Die drei Einzelteile des Kühlkörper-"Schnappers" flogen in der Verpackung des Mainboards rum und waren noch funktionstüchtig. Das Brett konnte also "repariert" werden.
Nach dem Einschalten fährt das Asrock mit diesem Auswahlmenü hoch. Um ins Setup zu gelangen muss die F2-Taste gedrückt werden, mit F11 gelangt man zu einem "Bootmenü". Das Auswahlmenü lässt sich per BIOS-Option auf Wunsch ausschalten.
Das Bootmenü des Asrock-Boards: hier werden alle bootfähigen Datenträger aufgelistet.
Das ATX-Blech muss perfekt in die Gehäuseöffnung "eingerastet" werden. Ums Blech herum befinden sich zig kleine "Nippel" (siehe Pfeil), die einklicken müssen, damit das Blech fest sitzt. PC-Bau-Unkundige sind hier oft zu vorsichtig und rasten das Blech nicht optimal ein. Es kann durchaus eine "minimale" Portion Gewalt nötig sein, bis es wirklick "klick" macht.
Vor dem Festschrauben eines Mainboards sollte immer das ATX-Blech gecheckt werden! Alle Buchsen müssen sauber rausgeführt sein. Es kann passieren, dass sich eine der "Metalllaschen" verbogen hat und dadurch eine Buchse "versperrt".
Beim Festschrauben gilt wie immer: erst alle Schrauben ein "bisschen" festdrehen und zum Schluß dann alle mit einem kleinen zusätzlichen Kick fixieren.
Im Fall unseres Mini-ITX-Boards von Asrock gab es einen 24 Pin Stromanschluss, bei dem rechts vier Pins mit einem Aufkleber bedeckt waren. Dessen Aufdruck: für 24 Pin Stecker. Der praktische Aufkleber klebte leider recht "locker" auf der Buchse. Es ist zu bezweifeln, dass ihn jeder Käufer dieses Mainboards wirklich drauf zu sehen kriegt (oder er nur in der Verpackung rumfliegt).
Zulässig: hier wird ein 20poliger Stromstecker einfach links- bzw rechtsbündig aufgesteckt, die 4 zusätzlichen Pins der Buchse bleiben einfach frei. Fertig.
Hier kommt von einem modernen Netzteil der Mainboard-Anschluss in zwei "Blöcken": ein 20poliger Stecker und zusätzlich ein 4poliger. Je nach dem, ob ein Board einen 20 oder 24polige Buchse hat, kommt halt nur der 20polige Stecker drauf oder beide gemeinsam nebeneinander.
Auch moderne Mainboards, selbst energiesparsame Mini-ITX-Bretter haben häufig noch eine zusätzliche 4polige Strombuchse drauf. Darüber wird die CPU mit 12 Volt Spannung versorgt. Pauschal gilt: hat ein Mainboard so eine "4polige ATX 12 Volt" Buchse, dann muss sie auch mit Saft versorgt werden. Das Netzteil muss also ein entsprechendes Stromkabel mit so einem 4poligen Stecker haben.
Bei Pollin.de kostet so ein ATX-Stromadapter beispielsweise 1,45 Euro.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Asus Mainboard.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Foxcon Mainboard.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Asrock Mainboard.
Doppelnummer: hier ist ein Audio-Stecker mit AC97 und einer mit "Azalia" beschriftet. AC97 ist der "alte Soundstandard", "Azalia" der modernere. Man muss also den Stecker verwenden, der zu den technischen Sounddaten des Mainboard passt (und den verwendeten Standard dann auch im BIOS aktivieren).
Glück im Unglück: bei unserem Billiggehäuse ließ sich das Frontpanel mit den Audiobuchsen recht leicht rausholen und untersuchen.
So klappte es schließlich mit dem Mikrofon und dem Kopfhörer.
Die Speicherriegel von Kingston wurden in Originalverpackung geliefert.
Glücklicherweise hatte unser Asrock-Mini-ITX-Mainboard zwei RAM-Steckplätze. Viele "Mini-Bretter" haben nur einen und damit ist kein schneller Dual Channel RAM-Betrieb möglich - und man ist gezwungen (im Fall des Nickles-Wettbewerbs) mindestens ein 1 GByte Modul zu kaufen, zwei "günstigere" 512 MByte Module ist nicht möglich.
Bei einer Prüfung der Speichermodule mit Memtest hagelte es Fehler: eines der Kingston-Speichermodule war schlicht und ergreifend Müll.
Hardwareversand.de versprach im Online-Shop einen 1 GByte DDR2-Riegel für 9,59 Euro binnen 3-5 Tage liefern zu können.
Für die drei zweiten "baugleichen" Nickles 99 Euro PCs wurden günstige neue Seagate 2.5 Zoll 20 GByte Festplatten für jeweils 18,92 Euro ergattert. Die Platten kamen schlicht in Plastiktütchen verpackt und machten einen tadellosen Eindruck:
In diesem billigen PC-Gehäuse gab es lediglich einen Einbauplatz für ein 3.5 Zoll Laufwerk (und darüber ein Slimline-CD/DVD-Laufwerk).
Vier Kabelbinder und ein Stück "Möbelfuss"-Antirutsch-Aufkleber.
Der Antirutsch-Aufkleber wurde in vier Stücke geteilt und in den 3.5 Zoll Rahmen geklebt. In dessen seitliche Bohrungen wurden die Kabelbinder reingewurstelt.
Die 2.5 Zoll Festplatte wurde schließlich eingeschoben und mit den Kabelbindern festgezurrt. Fertig.
Hier sitzt die Platte festgezurrt im 3.5 Zoll Rahmen im Mini-PC-Gehäuse.
Hinten das Grundgehäuse mit Netzteil und der Platte drüber, vorne das Blech mit dem Mainboard. Was auf dem Bild schwer erkennbar ist: das Stromkabel vom Netzteil zum Mainboard ist elend kurz. Es grenzte schon an ein Wunder, dass sich die Einzelteile so wie im Bild zu sehen "flach" hinlegen ließen.
Knifflig: hier wurden die beiden Gehäuseteile zum "Zusammenschieben" positioniert.
Fast geschafft. Im Fall des einen 99ers, den wir für Wolfgang Rudolph gebaut haben, klappte es noch passabel. Bei einem der drei gelieferten Gehäuse war das Mainboard-Stromkabel allerdings gut 1-2cm kürzer. Es gelang fast nicht, das Ding zusammenzukriegen.
Fertig. Gehäuse zu, alles drinnen.
Links eine Sprühdose "Kunststoffhaftvermittler" (12,50 Euro), rechts eine Sprühdose Lackspray "Verkehrsrot" (6,50 Euro).
Wichtige Vorraussetzung: vor dem Sprühen müssen die Dosen jeweils mindestens zwei Minuten gut durchgeschüttelt werden.
Hier werden die einzelnen Plastikteile "rot" eingesprüht. Das ist im Prinzip simpel aber ätzend, wenn man mit so was keine Übung hat. Wichtig ist es, sehr gleichmäßig mit ausreichendem Abstand über "Kreuz" zu sprühen. Und: alle Teile müssen so platziert werden, dass man an alle Stelle rankommt aber nichts so "schief" liegt, dass sich Farb-"Rotznasen" bilden können. Ich hab es mit ach und krach halbwegs hingekriegt.
Einen halben Tag später waren die Teile ausreichend trocken und halbwegs "knallrot".
Hier macht sich Cornelius an die Acrylglas-Platte ran. Die billige Eisensäge, die ich runmliegen hatte, erwies sich als optimales Werkzeug.
Mona hat inzwischen den "Schriftzug" klargemacht. Dafür wurden eine gelbe durchsichtige "Prospekthülle" und selbstklebende Buchstaben aus dem Papiergeschäft verwendet (zusammen ca 2 Euro).
Hier ist die "Prospekthülle" mit den aufgeklebten Buchstaben bereits so zurechgeschnitten, dass sie von hinten auf die fürs Gehäuse zurechtgesägte Acrylglas-Platte passt.
Ein flexibler "LED-Streifen" - das Ding ist 16cm lang, hat 12 LEDs und auf der Rückseite einen Selbstklebe-Streifen. Diese LED-Streifen gibt es in zig Varianten und Farben bereits ab ca 6 Euro. Ist ein Streifen "zu lang" kann er an gekennzeichneten Stellen auch einfach mit einer Schere gekürzt werden. Idealerweise braucht er 12 Volt Gleichstrom - den jedes PC-Netzteil ja bereitstellt. (Foto von Conrad.de)
Das nötige Stromanschlusskabel war beim LED-Streifen gleich dran. Um die Sache im PC leicht montierbar zu machen, hab ich eine alte Stromweiche ausgeschlachtet und die Kabel vom LED-Streifen drangelötet.
Die finale Montage war simpel. Erst wurde die zurechgesägte Acrylglas-Platte reingeklebt und hinten dran dann die gelbe Folie mit dem Schriftzug. Den LED-Streifen haben wir einfach innen seitlich dahintergeklebt. Eine exakte Ausrichtung des LED-Streifens war nicht nötig, da er extrem leuchtstark ist.
Finaler Schnappschuß und noch mal ein Größenvergleich: links vom 99er eine Bierflache, rechts daneben das aktuelle Nickles Linux-Report Buch. Der Rechner ist wirklich verdammt klein.
Zum Schluß wurde der PC auf der Rückseite noch mit Datum und den Unterschriften der am Bau Beteiligten signiert. Das Ding wurde quasi am 20.5.2010 um 2 Uhr frühs fertig, ein paar Stunden bevor wir mit der Kiste nach Düsseldorf zur Aufzeichnung der ComputerClub2 Sendung geflogen sind.
Das 6,50 Euro Gehäuse: blau-weiß und mit Schriftzug "Viglem". Unsere Rechereche ergab, dass das Gehäuse ursprünglich von einem US-Hersteller namens "Palo Alto Computers" entwickelte wurde, der unter anderem auch Gehäuse für Sun gebaut hat.
Gehäuse von vorne. Hinter dem freien Schlitz lässt sich ein CD/DVD-Laufwerk im Slimline-Format einbauen. Unter dem Einschaltknopf gibt es ein Front-Anschlußpanel mit zwei USB-Buchsen, Mikrofon- und Kopfhörer-Anschluss.
Praktisch: um an die Innereien zu gelangen, wird die Ummantelung einfach komplett abgezogen und man kommt simpel an den Metallkäfig ran. Die Frontplatte lässt sich ebenfalls leicht abnehmen und wieder anbringen.
Im Inneren des Gehäuses fand sich erfreulicherweise auch das nötige Zubehör: Stromanschlusskabel, USB-Kabel für Front-USB-Buchsen sowie Montageschrauben. Das wurde in der Anzeige gar nicht erwähnt.
Auf die linke Gehäuseplatte wird das Mainboard montiert, im Teil rechts unterhalb vom Netzteil ist Platz für eine Festplatte bis zu 3.5 Zoll Baugröße und ein Slimline-CD/DVD-Laufwerk.
Blick auf das "kleine" Netzteil, das "nur" 85 Watt rauslässt. Als Lüfter ist ein großer Standard-Ventilator draufmontiert, der sich (falls mal nötig) recht leicht ersetzen lässt.
Zum besseren Einschätzen der Größe: in das Miniatur-Gehäuse lässt sich grad mal eine Bierflasche reinstellen. Es ging also maximal ein Mainboard im Mini-ITX-Format rein. Strenggenommen auch eines im inzwischen exotischen (etwas größeren) "FlexATX"-Format, für das das Gehäuse wohl ehemals konzipiert wurde.
Die ausgepackte Asus-Schachtel: Mainboard, ATX-Blech, IDE- und SATA-Kabel, dazu Schnellstart-Zettel und "Bedienungshandbuch"
Das Asrock A330GC hat leider einen Ventilator, wird nicht passiv und damit lautlos gekühlt. Aber wir mussten halt das "billigste Brett" kaufen. Immerhin hat das Ding zwei Speichermodul-Steckplätze, viele andere Atom-Bretter haben nur einen. Zwei ist praktischer, weil dadurch auch der schnellere Dual-Channel-Modus von DDR2-RAM genutzt werden kann. Und auch sonst gab es bei den Anschlussmöglichkeiten nichts zu bemängeln. Auf den PCI-Steckplatz hätten wir auch gepfiffen - unser Mini-Gehäuse lässt ohnehin keinen Einbau einer Steckkarte zu.
Hier die analoge VGA-Anschlussbuchse des Asrock-Bretts. Deutlich ist zu erkennen, dass die Buchse auf einem blauen Sockel "steckt", der recht hoch ist. Darunter befindet sich anscheinend noch Platz für einen optionalen DVI-Ausgang.
Mechanisch wird die Buchse eigentlich nur durch die Lötstellen auf dem Mainboard festgehalten, am ATX-Blech hängt sie nur raus (wie halt üblich). Da die Buchse sehr hoch sitzt, entsteht beim Einstecken eines VGA-Kabels eine enorme Hebelwirkung, die Lötpins werden brutal belastet.
Das dritte Brett: hier baumelte der CPU-Kühlkörper komisch rum, war nicht richtig fixiert, weil eine der beiden Halterungen fehlte (siehe Pfeil).
Die drei Einzelteile des Kühlkörper-"Schnappers" flogen in der Verpackung des Mainboards rum und waren noch funktionstüchtig. Das Brett konnte also "repariert" werden.
Nach dem Einschalten fährt das Asrock mit diesem Auswahlmenü hoch. Um ins Setup zu gelangen muss die F2-Taste gedrückt werden, mit F11 gelangt man zu einem "Bootmenü". Das Auswahlmenü lässt sich per BIOS-Option auf Wunsch ausschalten.
Das Bootmenü des Asrock-Boards: hier werden alle bootfähigen Datenträger aufgelistet.
Das ATX-Blech muss perfekt in die Gehäuseöffnung "eingerastet" werden. Ums Blech herum befinden sich zig kleine "Nippel" (siehe Pfeil), die einklicken müssen, damit das Blech fest sitzt. PC-Bau-Unkundige sind hier oft zu vorsichtig und rasten das Blech nicht optimal ein. Es kann durchaus eine "minimale" Portion Gewalt nötig sein, bis es wirklick "klick" macht.
Vor dem Festschrauben eines Mainboards sollte immer das ATX-Blech gecheckt werden! Alle Buchsen müssen sauber rausgeführt sein. Es kann passieren, dass sich eine der "Metalllaschen" verbogen hat und dadurch eine Buchse "versperrt".
Beim Festschrauben gilt wie immer: erst alle Schrauben ein "bisschen" festdrehen und zum Schluß dann alle mit einem kleinen zusätzlichen Kick fixieren.
Im Fall unseres Mini-ITX-Boards von Asrock gab es einen 24 Pin Stromanschluss, bei dem rechts vier Pins mit einem Aufkleber bedeckt waren. Dessen Aufdruck: für 24 Pin Stecker. Der praktische Aufkleber klebte leider recht "locker" auf der Buchse. Es ist zu bezweifeln, dass ihn jeder Käufer dieses Mainboards wirklich drauf zu sehen kriegt (oder er nur in der Verpackung rumfliegt).
Zulässig: hier wird ein 20poliger Stromstecker einfach links- bzw rechtsbündig aufgesteckt, die 4 zusätzlichen Pins der Buchse bleiben einfach frei. Fertig.
Hier kommt von einem modernen Netzteil der Mainboard-Anschluss in zwei "Blöcken": ein 20poliger Stecker und zusätzlich ein 4poliger. Je nach dem, ob ein Board einen 20 oder 24polige Buchse hat, kommt halt nur der 20polige Stecker drauf oder beide gemeinsam nebeneinander.
Auch moderne Mainboards, selbst energiesparsame Mini-ITX-Bretter haben häufig noch eine zusätzliche 4polige Strombuchse drauf. Darüber wird die CPU mit 12 Volt Spannung versorgt. Pauschal gilt: hat ein Mainboard so eine "4polige ATX 12 Volt" Buchse, dann muss sie auch mit Saft versorgt werden. Das Netzteil muss also ein entsprechendes Stromkabel mit so einem 4poligen Stecker haben.
Bei Pollin.de kostet so ein ATX-Stromadapter beispielsweise 1,45 Euro.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Asus Mainboard.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Foxcon Mainboard.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Asrock Mainboard.
Doppelnummer: hier ist ein Audio-Stecker mit AC97 und einer mit "Azalia" beschriftet. AC97 ist der "alte Soundstandard", "Azalia" der modernere. Man muss also den Stecker verwenden, der zu den technischen Sounddaten des Mainboard passt (und den verwendeten Standard dann auch im BIOS aktivieren).
Glück im Unglück: bei unserem Billiggehäuse ließ sich das Frontpanel mit den Audiobuchsen recht leicht rausholen und untersuchen.
So klappte es schließlich mit dem Mikrofon und dem Kopfhörer.
Die Speicherriegel von Kingston wurden in Originalverpackung geliefert.
Glücklicherweise hatte unser Asrock-Mini-ITX-Mainboard zwei RAM-Steckplätze. Viele "Mini-Bretter" haben nur einen und damit ist kein schneller Dual Channel RAM-Betrieb möglich - und man ist gezwungen (im Fall des Nickles-Wettbewerbs) mindestens ein 1 GByte Modul zu kaufen, zwei "günstigere" 512 MByte Module ist nicht möglich.
Bei einer Prüfung der Speichermodule mit Memtest hagelte es Fehler: eines der Kingston-Speichermodule war schlicht und ergreifend Müll.
Hardwareversand.de versprach im Online-Shop einen 1 GByte DDR2-Riegel für 9,59 Euro binnen 3-5 Tage liefern zu können.
Für die drei zweiten "baugleichen" Nickles 99 Euro PCs wurden günstige neue Seagate 2.5 Zoll 20 GByte Festplatten für jeweils 18,92 Euro ergattert. Die Platten kamen schlicht in Plastiktütchen verpackt und machten einen tadellosen Eindruck:
In diesem billigen PC-Gehäuse gab es lediglich einen Einbauplatz für ein 3.5 Zoll Laufwerk (und darüber ein Slimline-CD/DVD-Laufwerk).
Vier Kabelbinder und ein Stück "Möbelfuss"-Antirutsch-Aufkleber.
Der Antirutsch-Aufkleber wurde in vier Stücke geteilt und in den 3.5 Zoll Rahmen geklebt. In dessen seitliche Bohrungen wurden die Kabelbinder reingewurstelt.
Die 2.5 Zoll Festplatte wurde schließlich eingeschoben und mit den Kabelbindern festgezurrt. Fertig.
Hier sitzt die Platte festgezurrt im 3.5 Zoll Rahmen im Mini-PC-Gehäuse.
Hinten das Grundgehäuse mit Netzteil und der Platte drüber, vorne das Blech mit dem Mainboard. Was auf dem Bild schwer erkennbar ist: das Stromkabel vom Netzteil zum Mainboard ist elend kurz. Es grenzte schon an ein Wunder, dass sich die Einzelteile so wie im Bild zu sehen "flach" hinlegen ließen.
Knifflig: hier wurden die beiden Gehäuseteile zum "Zusammenschieben" positioniert.
Fast geschafft. Im Fall des einen 99ers, den wir für Wolfgang Rudolph gebaut haben, klappte es noch passabel. Bei einem der drei gelieferten Gehäuse war das Mainboard-Stromkabel allerdings gut 1-2cm kürzer. Es gelang fast nicht, das Ding zusammenzukriegen.
Fertig. Gehäuse zu, alles drinnen.
Links eine Sprühdose "Kunststoffhaftvermittler" (12,50 Euro), rechts eine Sprühdose Lackspray "Verkehrsrot" (6,50 Euro).
Wichtige Vorraussetzung: vor dem Sprühen müssen die Dosen jeweils mindestens zwei Minuten gut durchgeschüttelt werden.
Hier werden die einzelnen Plastikteile "rot" eingesprüht. Das ist im Prinzip simpel aber ätzend, wenn man mit so was keine Übung hat. Wichtig ist es, sehr gleichmäßig mit ausreichendem Abstand über "Kreuz" zu sprühen. Und: alle Teile müssen so platziert werden, dass man an alle Stelle rankommt aber nichts so "schief" liegt, dass sich Farb-"Rotznasen" bilden können. Ich hab es mit ach und krach halbwegs hingekriegt.
Einen halben Tag später waren die Teile ausreichend trocken und halbwegs "knallrot".
Hier macht sich Cornelius an die Acrylglas-Platte ran. Die billige Eisensäge, die ich runmliegen hatte, erwies sich als optimales Werkzeug.
Mona hat inzwischen den "Schriftzug" klargemacht. Dafür wurden eine gelbe durchsichtige "Prospekthülle" und selbstklebende Buchstaben aus dem Papiergeschäft verwendet (zusammen ca 2 Euro).
Hier ist die "Prospekthülle" mit den aufgeklebten Buchstaben bereits so zurechgeschnitten, dass sie von hinten auf die fürs Gehäuse zurechtgesägte Acrylglas-Platte passt.
Ein flexibler "LED-Streifen" - das Ding ist 16cm lang, hat 12 LEDs und auf der Rückseite einen Selbstklebe-Streifen. Diese LED-Streifen gibt es in zig Varianten und Farben bereits ab ca 6 Euro. Ist ein Streifen "zu lang" kann er an gekennzeichneten Stellen auch einfach mit einer Schere gekürzt werden. Idealerweise braucht er 12 Volt Gleichstrom - den jedes PC-Netzteil ja bereitstellt. (Foto von Conrad.de)
Das nötige Stromanschlusskabel war beim LED-Streifen gleich dran. Um die Sache im PC leicht montierbar zu machen, hab ich eine alte Stromweiche ausgeschlachtet und die Kabel vom LED-Streifen drangelötet.
Die finale Montage war simpel. Erst wurde die zurechgesägte Acrylglas-Platte reingeklebt und hinten dran dann die gelbe Folie mit dem Schriftzug. Den LED-Streifen haben wir einfach innen seitlich dahintergeklebt. Eine exakte Ausrichtung des LED-Streifens war nicht nötig, da er extrem leuchtstark ist.
Finaler Schnappschuß und noch mal ein Größenvergleich: links vom 99er eine Bierflache, rechts daneben das aktuelle Nickles Linux-Report Buch. Der Rechner ist wirklich verdammt klein.
Zum Schluß wurde der PC auf der Rückseite noch mit Datum und den Unterschriften der am Bau Beteiligten signiert. Das Ding wurde quasi am 20.5.2010 um 2 Uhr frühs fertig, ein paar Stunden bevor wir mit der Kiste nach Düsseldorf zur Aufzeichnung der ComputerClub2 Sendung geflogen sind.
Das 6,50 Euro Gehäuse: blau-weiß und mit Schriftzug "Viglem". Unsere Rechereche ergab, dass das Gehäuse ursprünglich von einem US-Hersteller namens "Palo Alto Computers" entwickelte wurde, der unter anderem auch Gehäuse für Sun gebaut hat.
Gehäuse von vorne. Hinter dem freien Schlitz lässt sich ein CD/DVD-Laufwerk im Slimline-Format einbauen. Unter dem Einschaltknopf gibt es ein Front-Anschlußpanel mit zwei USB-Buchsen, Mikrofon- und Kopfhörer-Anschluss.
Praktisch: um an die Innereien zu gelangen, wird die Ummantelung einfach komplett abgezogen und man kommt simpel an den Metallkäfig ran. Die Frontplatte lässt sich ebenfalls leicht abnehmen und wieder anbringen.
Im Inneren des Gehäuses fand sich erfreulicherweise auch das nötige Zubehör: Stromanschlusskabel, USB-Kabel für Front-USB-Buchsen sowie Montageschrauben. Das wurde in der Anzeige gar nicht erwähnt.
Auf die linke Gehäuseplatte wird das Mainboard montiert, im Teil rechts unterhalb vom Netzteil ist Platz für eine Festplatte bis zu 3.5 Zoll Baugröße und ein Slimline-CD/DVD-Laufwerk.
Blick auf das "kleine" Netzteil, das "nur" 85 Watt rauslässt. Als Lüfter ist ein großer Standard-Ventilator draufmontiert, der sich (falls mal nötig) recht leicht ersetzen lässt.
Zum besseren Einschätzen der Größe: in das Miniatur-Gehäuse lässt sich grad mal eine Bierflasche reinstellen. Es ging also maximal ein Mainboard im Mini-ITX-Format rein. Strenggenommen auch eines im inzwischen exotischen (etwas größeren) "FlexATX"-Format, für das das Gehäuse wohl ehemals konzipiert wurde.
Die ausgepackte Asus-Schachtel: Mainboard, ATX-Blech, IDE- und SATA-Kabel, dazu Schnellstart-Zettel und "Bedienungshandbuch"
Das Asrock A330GC hat leider einen Ventilator, wird nicht passiv und damit lautlos gekühlt. Aber wir mussten halt das "billigste Brett" kaufen. Immerhin hat das Ding zwei Speichermodul-Steckplätze, viele andere Atom-Bretter haben nur einen. Zwei ist praktischer, weil dadurch auch der schnellere Dual-Channel-Modus von DDR2-RAM genutzt werden kann. Und auch sonst gab es bei den Anschlussmöglichkeiten nichts zu bemängeln. Auf den PCI-Steckplatz hätten wir auch gepfiffen - unser Mini-Gehäuse lässt ohnehin keinen Einbau einer Steckkarte zu.
Hier die analoge VGA-Anschlussbuchse des Asrock-Bretts. Deutlich ist zu erkennen, dass die Buchse auf einem blauen Sockel "steckt", der recht hoch ist. Darunter befindet sich anscheinend noch Platz für einen optionalen DVI-Ausgang.
Mechanisch wird die Buchse eigentlich nur durch die Lötstellen auf dem Mainboard festgehalten, am ATX-Blech hängt sie nur raus (wie halt üblich). Da die Buchse sehr hoch sitzt, entsteht beim Einstecken eines VGA-Kabels eine enorme Hebelwirkung, die Lötpins werden brutal belastet.
Das dritte Brett: hier baumelte der CPU-Kühlkörper komisch rum, war nicht richtig fixiert, weil eine der beiden Halterungen fehlte (siehe Pfeil).
Die drei Einzelteile des Kühlkörper-"Schnappers" flogen in der Verpackung des Mainboards rum und waren noch funktionstüchtig. Das Brett konnte also "repariert" werden.
Nach dem Einschalten fährt das Asrock mit diesem Auswahlmenü hoch. Um ins Setup zu gelangen muss die F2-Taste gedrückt werden, mit F11 gelangt man zu einem "Bootmenü". Das Auswahlmenü lässt sich per BIOS-Option auf Wunsch ausschalten.
Das Bootmenü des Asrock-Boards: hier werden alle bootfähigen Datenträger aufgelistet.
Das ATX-Blech muss perfekt in die Gehäuseöffnung "eingerastet" werden. Ums Blech herum befinden sich zig kleine "Nippel" (siehe Pfeil), die einklicken müssen, damit das Blech fest sitzt. PC-Bau-Unkundige sind hier oft zu vorsichtig und rasten das Blech nicht optimal ein. Es kann durchaus eine "minimale" Portion Gewalt nötig sein, bis es wirklick "klick" macht.
Vor dem Festschrauben eines Mainboards sollte immer das ATX-Blech gecheckt werden! Alle Buchsen müssen sauber rausgeführt sein. Es kann passieren, dass sich eine der "Metalllaschen" verbogen hat und dadurch eine Buchse "versperrt".
Beim Festschrauben gilt wie immer: erst alle Schrauben ein "bisschen" festdrehen und zum Schluß dann alle mit einem kleinen zusätzlichen Kick fixieren.
Im Fall unseres Mini-ITX-Boards von Asrock gab es einen 24 Pin Stromanschluss, bei dem rechts vier Pins mit einem Aufkleber bedeckt waren. Dessen Aufdruck: für 24 Pin Stecker. Der praktische Aufkleber klebte leider recht "locker" auf der Buchse. Es ist zu bezweifeln, dass ihn jeder Käufer dieses Mainboards wirklich drauf zu sehen kriegt (oder er nur in der Verpackung rumfliegt).
Zulässig: hier wird ein 20poliger Stromstecker einfach links- bzw rechtsbündig aufgesteckt, die 4 zusätzlichen Pins der Buchse bleiben einfach frei. Fertig.
Hier kommt von einem modernen Netzteil der Mainboard-Anschluss in zwei "Blöcken": ein 20poliger Stecker und zusätzlich ein 4poliger. Je nach dem, ob ein Board einen 20 oder 24polige Buchse hat, kommt halt nur der 20polige Stecker drauf oder beide gemeinsam nebeneinander.
Auch moderne Mainboards, selbst energiesparsame Mini-ITX-Bretter haben häufig noch eine zusätzliche 4polige Strombuchse drauf. Darüber wird die CPU mit 12 Volt Spannung versorgt. Pauschal gilt: hat ein Mainboard so eine "4polige ATX 12 Volt" Buchse, dann muss sie auch mit Saft versorgt werden. Das Netzteil muss also ein entsprechendes Stromkabel mit so einem 4poligen Stecker haben.
Bei Pollin.de kostet so ein ATX-Stromadapter beispielsweise 1,45 Euro.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Asus Mainboard.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Foxcon Mainboard.
Beschreibung der internen Audio-Pins bei einem Asrock Mainboard.
Doppelnummer: hier ist ein Audio-Stecker mit AC97 und einer mit "Azalia" beschriftet. AC97 ist der "alte Soundstandard", "Azalia" der modernere. Man muss also den Stecker verwenden, der zu den technischen Sounddaten des Mainboard passt (und den verwendeten Standard dann auch im BIOS aktivieren).
Glück im Unglück: bei unserem Billiggehäuse ließ sich das Frontpanel mit den Audiobuchsen recht leicht rausholen und untersuchen.
So klappte es schließlich mit dem Mikrofon und dem Kopfhörer.
Die Speicherriegel von Kingston wurden in Originalverpackung geliefert.
Glücklicherweise hatte unser Asrock-Mini-ITX-Mainboard zwei RAM-Steckplätze. Viele "Mini-Bretter" haben nur einen und damit ist kein schneller Dual Channel RAM-Betrieb möglich - und man ist gezwungen (im Fall des Nickles-Wettbewerbs) mindestens ein 1 GByte Modul zu kaufen, zwei "günstigere" 512 MByte Module ist nicht möglich.
Bei einer Prüfung der Speichermodule mit Memtest hagelte es Fehler: eines der Kingston-Speichermodule war schlicht und ergreifend Müll.
Hardwareversand.de versprach im Online-Shop einen 1 GByte DDR2-Riegel für 9,59 Euro binnen 3-5 Tage liefern zu können.
Für die drei zweiten "baugleichen" Nickles 99 Euro PCs wurden günstige neue Seagate 2.5 Zoll 20 GByte Festplatten für jeweils 18,92 Euro ergattert. Die Platten kamen schlicht in Plastiktütchen verpackt und machten einen tadellosen Eindruck:
In diesem billigen PC-Gehäuse gab es lediglich einen Einbauplatz für ein 3.5 Zoll Laufwerk (und darüber ein Slimline-CD/DVD-Laufwerk).
Vier Kabelbinder und ein Stück "Möbelfuss"-Antirutsch-Aufkleber.
Der Antirutsch-Aufkleber wurde in vier Stücke geteilt und in den 3.5 Zoll Rahmen geklebt. In dessen seitliche Bohrungen wurden die Kabelbinder reingewurstelt.
Die 2.5 Zoll Festplatte wurde schließlich eingeschoben und mit den Kabelbindern festgezurrt. Fertig.
Hier sitzt die Platte festgezurrt im 3.5 Zoll Rahmen im Mini-PC-Gehäuse.
Hinten das Grundgehäuse mit Netzteil und der Platte drüber, vorne das Blech mit dem Mainboard. Was auf dem Bild schwer erkennbar ist: das Stromkabel vom Netzteil zum Mainboard ist elend kurz. Es grenzte schon an ein Wunder, dass sich die Einzelteile so wie im Bild zu sehen "flach" hinlegen ließen.
Knifflig: hier wurden die beiden Gehäuseteile zum "Zusammenschieben" positioniert.
Fast geschafft. Im Fall des einen 99ers, den wir für Wolfgang Rudolph gebaut haben, klappte es noch passabel. Bei einem der drei gelieferten Gehäuse war das Mainboard-Stromkabel allerdings gut 1-2cm kürzer. Es gelang fast nicht, das Ding zusammenzukriegen.
Fertig. Gehäuse zu, alles drinnen.
Links eine Sprühdose "Kunststoffhaftvermittler" (12,50 Euro), rechts eine Sprühdose Lackspray "Verkehrsrot" (6,50 Euro).
Wichtige Vorraussetzung: vor dem Sprühen müssen die Dosen jeweils mindestens zwei Minuten gut durchgeschüttelt werden.
Hier werden die einzelnen Plastikteile "rot" eingesprüht. Das ist im Prinzip simpel aber ätzend, wenn man mit so was keine Übung hat. Wichtig ist es, sehr gleichmäßig mit ausreichendem Abstand über "Kreuz" zu sprühen. Und: alle Teile müssen so platziert werden, dass man an alle Stelle rankommt aber nichts so "schief" liegt, dass sich Farb-"Rotznasen" bilden können. Ich hab es mit ach und krach halbwegs hingekriegt.
Einen halben Tag später waren die Teile ausreichend trocken und halbwegs "knallrot".
Hier macht sich Cornelius an die Acrylglas-Platte ran. Die billige Eisensäge, die ich runmliegen hatte, erwies sich als optimales Werkzeug.
Mona hat inzwischen den "Schriftzug" klargemacht. Dafür wurden eine gelbe durchsichtige "Prospekthülle" und selbstklebende Buchstaben aus dem Papiergeschäft verwendet (zusammen ca 2 Euro).
Hier ist die "Prospekthülle" mit den aufgeklebten Buchstaben bereits so zurechgeschnitten, dass sie von hinten auf die fürs Gehäuse zurechtgesägte Acrylglas-Platte passt.
Ein flexibler "LED-Streifen" - das Ding ist 16cm lang, hat 12 LEDs und auf der Rückseite einen Selbstklebe-Streifen. Diese LED-Streifen gibt es in zig Varianten und Farben bereits ab ca 6 Euro. Ist ein Streifen "zu lang" kann er an gekennzeichneten Stellen auch einfach mit einer Schere gekürzt werden. Idealerweise braucht er 12 Volt Gleichstrom - den jedes PC-Netzteil ja bereitstellt. (Foto von Conrad.de)
Das nötige Stromanschlusskabel war beim LED-Streifen gleich dran. Um die Sache im PC leicht montierbar zu machen, hab ich eine alte Stromweiche ausgeschlachtet und die Kabel vom LED-Streifen drangelötet.
Die finale Montage war simpel. Erst wurde die zurechgesägte Acrylglas-Platte reingeklebt und hinten dran dann die gelbe Folie mit dem Schriftzug. Den LED-Streifen haben wir einfach innen seitlich dahintergeklebt. Eine exakte Ausrichtung des LED-Streifens war nicht nötig, da er extrem leuchtstark ist.
Finaler Schnappschuß und noch mal ein Größenvergleich: links vom 99er eine Bierflache, rechts daneben das aktuelle Nickles Linux-Report Buch. Der Rechner ist wirklich verdammt klein.
Zum Schluß wurde der PC auf der Rückseite noch mit Datum und den Unterschriften der am Bau Beteiligten signiert. Das Ding wurde quasi am 20.5.2010 um 2 Uhr frühs fertig, ein paar Stunden bevor wir mit der Kiste nach Düsseldorf zur Aufzeichnung der ComputerClub2 Sendung geflogen sind.

Kommentare zu diesem Artikel (1)

Dark-Soul
Hallo, ich möchte was anmerken, Asrock ist garnicht mal so schlecht. Denn ich habe selber ein Asrock-Board (Asrock 880GXH/USB3) und hat noch keine solchen Probleme wie Sie es beschrieben und es ist auch ein ordentliches Handbuch mitgeliefert worden...:) Wie gesagt mein Asrock Board läuft ohne Probleme nur das eine Problem kenn ich und zwar wenn man ins BIOS mit F2 will muss man bei meinem Board sehr schnell drücken sonst Bootet es gleich. Aber so könnte ich nix sagen auch die Anschlüsse hinten sind sauber und fest Angelötet. Das Asrock Board habe ich jetz schon gute 5-6 Jahre und es läuft immer noch, wenns nicht laufen würde hätte ich den Kommentar^^oben nicht schreiben können.

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