Aus der Werkzeugabteilung

Die wichtigsten TCP/IP Tools

Windows 9.x, NT und auch Linux haben eine ganze Reihe von Tools, die alle für die Konfiguration und die Fehlersuche bei TCP/IP gedacht sind. Die wichtigsten sind: ping, tracert, route und netstat. Dieser Text erklärt, was es mit diesen Werkzeugen auf sich hat. Von Thomas Wölfer.

Ping - der Rechnertest
Ping verschickt ICMP Pakete an einen fremden Rechner, und wartet dann auf Antwortpakete. Kommt ein Paket zurück, gibt Ping Informationen über die erfolgte Übertragung aus - kommt kein Paket zurück, so war der Rechner nicht erreichbar. Erfolgt eine Antwort, sieht sie etwa wie folgt aus:



In der ersten Zeile erscheint neben dem Namen des Zielrechners die gefundene numerische IP Adresse. Kann der Name nicht aufgelöst werden, bricht Ping ab: Der Rechner ist dann unbekannt.

Ping verschickt Datenpakete mit variabler Größe. Die verwendete Größe wird ebenfalls in der ersten Zeile angegeben und hat den Vorgabewert von 32 Byte. Einige Protokolle (z.B: FTP) verwenden extrem große Pakete, die gelegentlich Probleme bereiten. Sucht man einen Fehler der nur in Zusammenhang mit FTP auftritt, so empfiehlt es sich, die Paketgröße mit dem Paramter -l zu erhöhen. Die maximale Paketgröße ist 64 kB.

Ab der zweiten Zeile gibt Ping das Ergebniss des zurückgekommenen Antwortpaketes aus. Auch hier erscheint die Paketgröße, sie muß mit der Größe des gesendeten Paketes übereinstimmen. Die Zeitangabe gibt Auskunft darüber, wie lange das Paket insgesamt unterwegs war, d.h. es ist die Summe des Hin- und Rückweges. Die Zeitangabe erfolgt dabei in der Regel in Millisekunden.

Diese benötigte Zeit wird auch als Pingzeit bezeichnet. Kurze Pingzeiten sind besonders wichtig, wenn interaktive Verbindungen aufgebaut werden (z.B. bei Onlinespielen). Leider sind die Einflußmöglichkeiten auf die Pingzeit gering: Im wesentlichen sind sie vom ISP - bzw. dessen Anbindungen - abhängig.

Als letzte Angabe wird das TTL (Time To Live) Feld des zurückgekommenen Paketes angezeigt. Jedes Paket wird mit einem bestimmten TTL Wert versendet. Bei jedem Router von dem das Paket weiterbefördert wird, wird dieser Wert um eins reduziert. In der Theorie könnte man daher aus dem TTL Feld ablesen, wie viele Router ein Paket passiert hat - doch in der Praxis ist es leider so, das sich die Hersteller der verschiedenen Betriebsysteme nicht auf eine einheitliche Behandlung des TTL Feldes einigen können: Aus diesem Grund ist der zurückgesendete Wert mehr oder weniger zufällig.

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