Partitionsmangel
Bevor Sie nun entscheiden, welche Partitionen Sie benötigen ist ein
bisschen Grundwissen gefragt. Denn sämtliche Betriebssysteme für
PCs halten
sich beim Zugriff auf Festplatten an ein Grundschema. Sonst könnten mehrere
Systeme gar nicht koexistieren.
Auf einer Festplatte setzt die Partitionstabelle im
Master Boot Record MBR
das Limit für die Anzahl primärer Partitionen: Das Maximum ist vier, eine
erweiterte
Partition belegt einen Eintrag wie eine primäre Partition. Dafür
kann eine erweiterte Partition beliebig viele logische Laufwerke aufnehmen.
Diese Überlegungen gelten für jede physikalische Festplatte im
PC getrennt.
Bei Microsoft-Betriebssystemen setzen aber die verfügbaren
Laufwerksbuchstaben (von C bis Z) die Obergrenze für alle Festplatten
zusammen.
Also haben auf einer Festplatte auch nur maximal vier Betriebssysteme Platz.
Denn nahezu alle Betriebssysteme setzen voraus, dass sie in einer primären
Partition installiert sind. Eine Ausnahme bilden die meisten
Linux-Distributionen, die sich auch in einem logischen Laufwerk (innerhalb
einer erweiterten Partition) unterbringen lassen.
Die Problematik verschärfen verschiedene Einschränkungen der Betriebssysteme
weiter. So starten MS-Betriebssysteme traditionell nur, wenn sie auf der
ersten Festplatte installiert sind. Mehr zu diesen Einschränkungen (und
teilweise Lösungen) lesen Sie weiter hinten bei den einzelnen
Betriebssystemen.
Bootmanager
Wenn es mehrere Partitionen mit einem Betriebssystem, welches wird dann
gestartet? Die Antwort liefern der Master Boot Record (kurz MBR) und das
BIOS des PC: Im
MBR ist eine Partition als aktive Startpartition markiert.
Außerdem beherbergt ein Teil des MBR ein Programm in Maschinensprache, den
Bootcode. Das
BIOS startet beim Hochfahren des PC diesen Bootcode. Der
Bootcode sucht nach der aktiven Partition und lädt das Startprogramm des
darin installierten Betriebssystems aus dem
Bootsektor der Partition.
Damit Sie auswählen können, welches
Betriebssystem Sie starten wollen
benötigen Sie also zusätzliche Software. Ein Bootmanager ersetzt den
Bootcode im MBR (oder im Bootsektor) und startet eine Menüoberfläche. Darin
wählen Sie aus, welches Betriebssystem starten soll. Die Einträge im
Startmenü dürfen Sie bei den guten Bootmanagern frei zuweisen. In
der Praxis hat sich das Freeware-Programm XOSL bewährt.

Bei BootMagic (Teil von Partition Magic) legen Sie über eine
Windows-Oberfläche fest, welche Einträge es im Startmenü gibt.