Achtung! Eine PS/2-Maus bringt Dir fast nur Nachteile: Die PS/2-Buchse auf dem Mainboard benötigt einen der kostbaren oberen Interrupts.
Es gibt diverse Möglichkeiten, Interrupts im
PC freizumachen - hier Tipps dazu.
Interrupt-Verbraucher
Tipp
Moderne PCI-Soundkarte
Die meisten dieser 'Bestien' fressen gleich zwei Interrupts - einen extra für den Kompatibilitätsmodus. Normalerweise lässt sich eine Karte auch so einrichten, dass sie nur einen Interrupt verwendet - wenn auf DOS-Spiele verzichtet wird.
IDE-Controller
Wenn Du nur SCSI im System hast, können die beiden IDE-Ports im BIOS deaktiviert werden. Wundere Dich nicht, wenn der Windows-Gerätemanager sie dann dennoch anzeigt (gegebenenfalls mit Warnsymbolen) - das ist normal. Deaktivere die beiden IDE-Ports einfach im Gerätemanager. Also deaktivieren, nicht entfernen.
Zweiter IDE-Port
Wenn Du nur zwei IDE-Geräte (Festplatte/CD-ROM) hast, dann kannst Du beide an den ersten Port hängen. Das kann natürlich Probleme machen, kann allerdings auch gut gehen (siehe Festplatten-Kapitel).
PS/2-Maus
Hast Du die PS/2-Mausschnittstelle des Mainboards aktiviert? Bei Deaktivierung gewinnst Du einen der hohen Interrupts zurück. Dann muss allerdings eine der beiden seriellen Schnittstellen oder ein USB-Port für die Maus geopfert werden.
USB-Schnittstelle
Besonders übel: USB hängt meist auch mit AGP zusammen und lässt sich nicht immer zuverlässig abschalten. Intern kleben die USB-Ports am Interrupt eines Steckplatzes mit dran - sie können dadurch elenden Ärger machen. Wenn Du schlau bist, dann verzichtest Du auf USB und gewinnst dadurch einen IRQ.
Serielle Ports
Halt mich nicht für verrückt. Auch das kann ideal sein: Wenn Du die seriellen Schnittstellen nicht brauchst, dann schalt eine davon oder beide ab. Du gewinnst dadurch bis zu zwei freie Interrupts - zwar nur 'niedrige', aber viele moderne PCI-Karten können damit prima umgehen.
Wenn der PC restlos voll ist, dann hast Du ein echtes Problem,
es gibt keine Spezialtricks. Das Beste, was Du tun kannst, ist,
bereits von Anfang an darauf zu achten, dass eben nicht alles
bis ins Unendliche erweiterbar ist.