3 Tools im Test

Das bringen Internet Security Tools

Das Geschäft mit der Angst im Netz nimmt zu: Praktisch jeder Hersteller will mit Internet Security Werkzeugen daran verdienen - doch was taugen die Werkzeuge eigentlich, und wie stehen die frei erhältlichen Werkzeuge im Vergleich zu kommerziellen Tools? Wir haben uns 3 Pakete angesehen - der Beitrag zeigt, was die Software bringt. Von Thomas Wölfer.

Norton Internet Security
Symantech bietet mit dem Norton Internet Security Paket einen Zusammenschluß aus dem Norton Anti-Virus Programm und einem Internet-Sicherheitswerkzeug. Die Installation des Programmes ist ein wenig merkwürdig gestaltet, so muß beispielsweise das Anti-Virenpaket vor dem Internet-Security Paket installiert werden: Selbiges steht aber im Installationsmenü an erster statt an zweiter Stelle.

Solche Ungereimtheiten ziehen sich durch das ganze Produkt - Symantech scheint hier durchaus mit der heißen Nadel gestrickt zu haben: Teilweise ist die Übersetzung ins deutsche etwas unbeholfen, an anderen Stellen finden sich kleinere Funktionsstärungen - nichts was wirklich dramatisches, insgesamt bietet sich aber das Bild einer Software die durchaus noch eine Version durchlaufen sollte, bis sie tatsächlich fertiggestellt ist.

Das herausragende Feature des Noton Internet Security Paketes ist der Schutz vor eMail Viren: Hier geht Norton den mit Einzelplatzrechnern einzig sinnvollen Weg und installiert einen eigenen POP3 Server auf dem Rechner - dieser Server kümmert sich beireits um den Schutz vor Viren, sodaß das eMail Programm erst gar keine 'gefährlichen' Dateien zu Gesicht bekommt. Ein solcher Schutzmechanismus ist die einzig wirklich sichere Lösung die auch bei kleinere Firmennetzen angewendet wird; nur ist dort eben der POP3 Server der Firma die Sicherungsschwelle.

Als Virenscanner ist das bekannte Norton Anti-Virus Paket beigepackt - die Dokumentation besagt dabei zwar an verschiedenen Stellen das das 'normale' Norton Anti-Virus Programm 'umfangreicher' sei: Wo allerdings nun die tatsächlichen Unterschiede zum separat erhältlichen Anti-Virus Kit liegen ist nicht weiter erläutert.

An weitere Funktionen bietet Norton einen Cookieblocker - welchen Sinn das machen soll ist dabei allerdings unklar, den die Annahme von Cookies kann bei praktisch jedem Browser auch direkt abgeschaltet werden. Interessanter ist da die professionell wirkende Firewall bei der die Firewall-Regeln mit einem graphischen Tool zusammengebaut werden können: Allerdings ist dieses Werkzeug eher für den Profi gedacht: Firewall - Regeln sind nun mal eine komplexe Angelegenheit.

Die besonders beworbene Kindersicherung mit der Kinder vor ungeeigneten Inhalten im Web geschützt werden sollen ist zwar ganz nett, kann aber - zumindest bei der Default-Konfiguration - auch kinderlich wieder ausgeschaltet werden: Zum Beispiel indem das Programm einfach durch einen Klick auf die Taskleiste beendet wird: Zu Symantechs Ehrenrettung sei dabei aber gesagt, das ein solcher Schutz nie wirklich sicher zu gestalten ist - zumindest dann nicht, wenn eine Person physischen Kontakt mit dem 'gesicherten' Rechner hat: Ein bisschen sicherer hätte es aber ruhig sein können.

Als einziges der drei vorgestellten Programme bietet der Norton auch die Möglichkeit Bannerwerbungen von Webseiten auszubenden - dies funktioniert ähnlich gut wie beim bekannten Webwasher: Wer ein solches Produkt noch nicht einsetzt, erhält bei Norton ein nettes Goodie kostenlos dazu. Insgesamt will das Paket aber noch nicht zufriedenstellen: Da muß Symantech noch ein bisschen dran arbeiten.

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