Peer-to-Peer oder Server?
In Windows-Netzwerken unterscheidet man zwischen zwei Netzwerktypen: Dem
einfachen und relativ preiswerten Peer-to-Peer-Netzwerk und einem
Server-basierten Netzwerk, das ab einer bestimmten Größe des Netzwerks
unentbehrlich ist.
Peer-to-Peer-Netzwerke
In einem Peer-Netzwerk sind alle
PCs gleichberechtigt. Jeder verwaltet
seine eigenen Benutzerkonten und seine eigenen Ressourcen, kann aber
auf Ressourcen anderer PCs zugreifen, sofern er dazu vom Benutzer des
anderen
PC autorisiert wird. In einem Peer-Netzwerk werden PCs
typischerweise in Arbeitsgruppen strukturiert, um Übersicht zu
gewähren. In einer kleinen Firma könnte es etwa die Arbeitsgruppen
Herstellung,
Marketing und
Management geben.
Kennzeichen des Peer-Netzwerks ist die fehlende zentrale Verwaltung
der Benutzerkonten. Jeder, der sich an einem solchen PC anmelden
möchte, muss dort über ein lokales Konto verfügen. Unter
Windows 9x ist das kein Problem - man erstellt sich einfach ein
neues Konto.
Server-basierte Netzwerke
In größeren Netzwerken ist der Einsatz eines Servers sinnvoll. Er
dient als Anmelde-Server und verwaltet damit alle Benutzerkonten
zentral, so dass sich jeder Anwender von jeder
Workstation aus am
Netzwerk anmelden kann.
Microsoft faßt NT-Server-basierte Netze
zu Domänen zusammen. Wie Arbeitsgruppen dienen auch Domänen dazu,
PCs in Gruppen zusammenzufassen.
Eine Domäne faßt PCs zu einer Gruppe zusammen.
Sie enthält Server mit den Benutzerkonten und Workstations (Quelle: Microsoft Corp.).
Mit Peer-Netzen werden Arbeitsgruppen eingerichtet. Im Prinzip kann
jeder Anwender seine eigene Arbeitsgruppe im Netz aufmachen. Ist sie
nicht vorhanden, wird einfach eine neue eingerichtet. Das widerspricht
allerdings dem Sinn der Arbeitsgruppe – dem Organisieren von PCs
nach logischen (oder räumlichen) Gesichtspunkten.