Netzwerkkarten
Die aktuellen Preise für preiswerte Netzwerkkarten liegen zwischen 25 und 80 Mark.
Mehr sollte man nicht mehr ausgeben. Wer will kann zwei Schnäppchenkarten
für zusammen 50 Mark und ein sogenanntes
Crossover-Kabel (TP) hernehmen
und erhält damit für unter 100 Mark ein Netzwerk - allerdings nur für
zwei PCs.
Heute gibt es nur noch PCI-Karten (abgesehen von einigen speziellen
USB-Lösungen), die per definitionem Plug&Play-fähig sind. Die
Treiber-Installation funktioniert damit fast immer reibungslos.
Einige ältere Karten verfügen über Koaxialausgänge (BNC-Anschluss).
Sie sind zwar preiswert aber veraltet. Das folgende Bild zeigt eine
Karte mit BNC-Anschluss:
Die BNC-Stecker (der dicke weisse Stecker) werden
heute nur noch selten eingesetzt
(Quelle: Genius).
Die beiden großen Unterschiede zwischen den Karten sind der Kabeltyp,
ob Koaxialkabel oder Twisted Pair (TP) und die maximale Geschwindigkeit,
die 10 MBit/Sekunde oder 100 MBit/Sekunde betragen kann. 10-MBit-Hardware
ist heutzutage veraltet und muss nicht gekauft werden, die meisten Karten
und Hubs laufen bereits mit 100 MBit. Das folgende Bild zeigt eine
100BaseT-Karte von 3Com. Sie verfügt nur über einen RJ45-Anschluss
sowie über 3 LEDs.
Moderne Twisted-Pair-Steckkarten verfügen nur noch
über einen RJ45-Anschluß sowie über LEDs für Link und
10/100-MBit-Geschwindigkeiten (Quelle: 3Com).
Ausser in der Übertragungsgeschwindigkeit unterscheiden sich die Karten
nur wenig voneinander. Die meisten verfügen über eine LED für den Link.
Der Link zeigt an, ob eine Verbindung zum Netzwerk besteht. Bei
Datentransfers sollte die Link-LED unregelmäßig aufflackern, sonst stimmt
etwas nicht. Manchmal findet man auch weitere LEDs zur Anzeige von
10-MBit- oder 100-MBit-Verbindungen.
BootROMs
Fast alle Karten verfügen über einen Sockel für ein sogenanntes BootROM.
Mit diesem programmierbaren Baustein kann man einen PC über das Netzwerk
booten. In Umgebungen mit sehr hohen Sicherheitsanforderungen findet man
solche BootROMs, da der PC dann kein Betriebssystem und auch keine
Festplatte benötigt.
Zur Geschwindigkeit
100-MBit-Transfers werden auf „normalen“ PCs niemals erreicht. Den
Flaschenhals stellen die Festplatten dar, die mit Raten von zum
Beispiel guten 3 MByte/Sek, das entspricht 24 MBit/Sek, die
Geschwindigkeit bestimmen. Ältere Festplatten sind gar noch langsamer.
Bei 10-MBit-Netzen wird ein Durchsatz von etwa 70 Prozent erreicht, das
entspricht also etwa 7 MBit/Sek, ein Wert, der signifikant unter den
mit 100-MBit-Karten erreichbaren Werten liegt.
Die günstigen Preise für 100-MBit-Hardware sprechen jedoch sehr für
diese Bauteile. Ausserdem kann bei einem Umstieg von 10BaseT nach
100BaseT die Verkabelung erhalten bleiben.
Kaufempfehlung
10 MBit sind out. Bei den Netzwerkkarten reicht eigentlich das billigste
Modell vollkommen aus. Die enthalten meistens preiswerte Chipsätze von
Realtek, für die es eine sehr gute Treiberunterstützung gibt.